140 Jahre
01.04.1886. Der Eisenbahngüterausnahmetarif wurde eingeführt. Damit die heimischen Hütten mit denen des Ruhrgebietes konkurrieren konnten. Das Thomas- Verfahren setzte sich seit 1879 an der Ruhr immer mehr durch. Mit diesem Verfahren konnte man auch minderwertige Erze, wie die aus Lothringen, verhütten. Die Hütten an der Sieg speziali- sierten sich jetzt auf hochwertiges Roheisen.
135 Jahre
04.1891. Der Betrieb auf der Grube Peterbach wurde vorübergehend für 8 Jahr eingestellt. Viele der 250 Bergleute fanden weiter Arbeit auf der 10 km entfernten Grube St. Andreas.
Als Blei- und Kupfergrube war sie schon um 1674 bekannt.
125 Jahre
29.04.1901. Herr Bergassessor Marx berichtet auf der Grube Petersbach geht der Bau weiter voran, auf der Grube St. Andreas hat man 10te Sohle erreicht und auf der Grube Hohegrethe beendet man den Abbau bis Ende August.
120 Jahre
06.04.1906. Der Bau der Neuanlagen in Wissen wurde durch das anhaltende schlechte Wetter aufgehalten. Nur Erdarbeiten hatte man ausführen können.
115 Jahre
04.1911. Hatte man mit der Montage der Hallenkonstruktion begonnen. Nachdem die Werkshallen erstellt waren, wurden die Hallenkräne montiert und in Betrieb genommen, dann begann man sofort mit dem Einbau der Walzgerüste sowie der für die Fertigfabrika-tion benötigten Scheren, Beizanlagen, Glühöfen, Putzmaschinen und Verzinnungsherde. In der Scherenhalle wurde außerdem ein Konsolkran von 2,5 to mit Führerstand an einem Hallenpfeiler (Bergseite) befestigt. 16 Drehrostgeneratoren wurden aufgestellt. In denen man Braunkohle- Briketts vergaste, zur Beheizung der Zinnkessel, Wärme- und Glühöfen. Die Firma Schäfer aus Dortmund erledigte die Dacheindeckungen. Die Maschinen lieferten die Firmen Hantel und Lueg aus Düsseldorf- Grafenberg. Die Vorgerüste die Firma Gebr. Klein aus Dahlbruch und die Firma Achenbach aus Buschhütten die Fertiggerüst, Scheren, Doppler und die Beizen. Die Firma Karl Klein aus Dillnhütte lieferte die verschiedenen Glühöfen für die einzelnen Abteilungen. Die Firmen Siemens, AEG und Bergmann alle aus Berlin, waren für die elektrische Installation zuständig. Die Firma Bamag aus Berlin lieferte die Generatoren für die Gasversorgung. Die im Kesselhaus befindlichen Steilrohrdampf- kessel lieferte die Firma Borsig aus Berlin. Die Firma Demag lieferte die gesamten Hallen-kräne. Die Zinnherde und Putzmaschinen wurden vom Vorarbeiter und späteren Meister Otto Preuss vorgeschlagen und in Wissen hergestellt. Die bestehende Reichsbahnbrücke wurde verbreitert, das dritte neue Gleis wurde von der
Werksbahn benutzt. Die ursprüngliche Planung sah eine neue Brücke vor.
110 Jahre
16.04.1916. Der Vertrag vom 04.09.1914 wurde dahingehend geändert, dass die „Fa. Otto Wolff“ sowohl alleiniger Käufer bzw. Verkäufer des Bleches das die Vereinigten Stahlwerke v. d. Zypen Wissener Eisenhüttenwerke AG. produzierte, ganz zu übernehmen und zu dem das des größten deutschen Weißblecherzeugers der Rasselsteiner Eisenwerksgesellschaft bei Neuwied. Verlängert wurde der Vertrag um weitere 5 Jahre, bis zum 30.06.1921.Der Vertrag schloss den Konkurrenzkampf untereinander aus. In Wissen und Köln hatte man von Beginn an gute Erfahrung mit Otto Wolff gemacht.
105 Jahre
04.1921. Wurden die letzten Häuser in der Walzwerkssiedlung gebaut. In ca. 10 Jahren entstanden 105 Wohnhäuser, teilweise mit 2 Wohnungen an 8 Straßenzügen. Die Bauarbeiten hatte man Straßenweise an die Baufirmen vergeben. Die Arbeiten wurden, neben den Wissener Firmen S. Koenemund und Hamann & Metzler, A. Kaus aus Gebhardshain auch an anderen Firmen aus der Umgebung vergeben. Man ging davon aus, dass hier zwischen 1 500 und 2 000 Personen wohnten. Jahrzehntelang gab es Vorurteile gegen-über den „Kolonisten“, die sich erst nach dem 2 Weltkrieg allmählich abbauten. Die Einheimischen hatten Ängste und Befürchtungen jeglicher Art, vor den Fremden, vordehnen „von do üwen“.
100 Jahre
04.1926. Hatte die Grube Vereinigung die höchste Förderkapazität im Siegerländer Bergbau von 192 000 to. Erz und über 800 Arbeiter beschäftigt. In dieser Zeit kam auch eine „kleine“ neue Akku-Lok zum Einsatz, wegen der engen und niedrigen Strecken war sie nur 1 400 mm hoch und hatte eine Spurweite von 460mm. War auch die Blütezeit der Schmalspurbahn (Alte Hütte-Grube Vereinigung) man transportierte ca.192 000 to Eisenerz.
75 Jahre
02.04.1951. Bei einem Betriebsunfall im Weißblechwerk wurde beim Verladen eines Krans ein Arbeiter aus Wickhausen an die Wand gedrückt. Er musste mit inneren Verletzungen ins St. Antonius-Krankenhaus eingeliefert werden.
10.04.1951.Für eine Reportage besuchte der Südwestfunk Wissener- Betriebe u. a. auch das Weißblechwerk.
70 Jahre
04.1956. Die Aufwendungen für die Investitionen in Wissen würden etwa 30 Millionen DM betragen.
27.04.1956. Fand in Düsseldorf die diesjährige Hauptversammlung der „HWS“ statt.