Freuten sich über den guten Zuspruch : Die Organisatoren des Wissener Jugendparlaments mit Dominik Eickholt als AK - Leiter Jugend und Bildung
Eigens aus Passau angereist war Nina Kohler, die von erfolgreichen Jugendprojekten besonders in Baden-Württemberg berichtete.
Mit einer Wunschkugel symbolisierten Polizeihauptkommissarin Anke Huf und Schulsozialarbeiterin Richmell Schulte das Thema des Workshops "make a wish".
Unter fachkundiger Begleitung entwickelten die Jugendlichen in drei Workshops unter anderem Ideen zur Gestaltung des Jugendparlamentes. Darüber hinaus formulierten sie Wünsche wie beispielsweise das Schaffen von Weiterbildungsangeboten sowie das Einrichten von Nachtbussen und einem Jugendcafé.
Es waren viele Ideen, die das Wissener Jugendparlament am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt im Walzwerk entwickelte und vorstellte. Zuvor hatten unter anderem Streetworker Dominik Eickholt und die Leiterin der Wissener OT (Offener Treff), Jennifer Czambor die 24 Jugendlichen begrüßt.
Auch Bürgermeister Berno Neuhoff freute sich über die rege Beteiligung: „Es geht um euch, ihr habt die Möglichkeit, aktiv zu gestalten und wir freuen uns darauf“, so Neuhoff. Eigens aus Passau angereist war Nina Kohler, die als Referentin im Dachverband Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg viele von Jugendlichen initiierte und erfolgreiche Projekte wie beispielsweise Skateranlagen, Fußgängerampeln und Nachtbusse vorstellte. „Es ist richtig cool, dass ihr so zahlreich gekommen seid“, freute sich die Referentin, die betonte, dass die Jugendinitiativen alles andere als im luftleeren Raum stattfinden, sondern dass sie mit Engagement zum Erfolg führen können: „Ihr habt auf jeden Fall Gestaltungsspielraum und der ist gesetzlich normiert“, sagte sie. Begleitet von Fachleuten der Verbandsgemeinde wie Svenja Held und Jochen Stentenbach sowie den weiteren Projektbetreuern Anke Huf (Polizei), Richmell Schulte (Sozialarbeiterin Kopernikus-Gymnasium), Uwe Sigismund (Sozialarbeiter BBS Wissen), Stephanie Hermann und Jennifer Weitershagen entwickelten die Jugendlichen in drei Gruppen mit den Themen „Wissen á la carte“ (Was gibt es in Wissen?), „Make a wish“ (Was sind deine Wünsche?) und „Jugendparlament“ ihre Vorstellungen von der weiteren Arbeit des Jugendparlaments und mit zahlreichen Ideen setzten sie erste Akzente: Nachtbusse, Jugendcafé, Open-Air-Kino, Angebote für Ferienarbeit, kostenlose Konzerte und mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung beispielsweise im Bereich künstliche Intelligenz, das waren nur einige von zahlreichen Punkten, die auf der Wunschliste der jungen Menschen standen. Aber auch in Punkto der Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung, die Wissen derzeit bietet, zeigten sich die Teilnehmer versiert. So ist das rege Vereinsleben bei den Teens ebenso bekannt wie beispielsweise Steinbuschanlage, Siegpromenade und andere örtliche Gegebenheiten. Ein Punkt aber ist den Jugendlichen besonders wichtig und auf den Wunschzetteln, die insbesondere beim Workshop „make a wish“ in großer Zahl gefertigt wurden, stand ein Punkt ganz oben: „Ein eigener Raum“. Diese ersten Ergebnisse werden auch im Rat der Verbandsgemeinde beraten werden. Dieser zeigt sich fraktionsübergreifend sehr offen für das Engagement der Jugendlichen: „Wir sind sehr froh, dass wir hier in Wissen so toll unterstützt werden, das gibt es nicht überall“, lobte demzufolge auch Jennifer Czambor die offenen Ohren von Verwaltung und Politik. Auch Svenja Held als stellvertretende Büroleiterin des Verbandsgemeindeverwaltung sieht mehr als nur guten Willen: „Der VG-Rat will den Jugendlichen den Raum geben, um ihre Ideen umzusetzen“, sagte sie am Rande der Veranstaltung. Die Jugendlichen müssen nun selbst aktiv werden, allerdings flankiert von ihren Ansprechpartnern. Hier stehen besonders Jennifer Czambor und Streetworker Dominik Eickholt im Fokus, denn sie koordinieren und organisieren. Damit die Ideen in die Tat umgesetzt werden können, haben sie für den 15. Juni, 16.30 Uhr ein weiteres Treffen in der OT vorbereitet: Das Motto lautet: Meet and Eat (Treffen und Essen). So wird dann in lockerer Runde über die weitere Konstruktion des Jugendparlamentes geredet werden, denn um Projekte zu verwirklichen, müssen zunächst einmal die geeigneten Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wie diese aussehen und wie das Jugendparlament an Struktur und Schlagkraft gewinnen kann, das werden die nächsten Monate zeigen. Ein toller Anfang jedenfalls ist gemacht mit zahlreichen engagierten und motivierten jungen Menschen, die am Schluss der Veranstaltung mittels anonymer Befragung ein sehr positives Feedback gaben und die ihre Stadt und Verbandsgemeinde mitgestalten wollen, sicherlich ein Plus für die Kommune und ein Baustein für die Zukunft.