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Ausgabe 25/2026
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Altes Rathaus hat nach fast 70 Jahren ausgedient: Der Umzug findet vom 15. bis 19. Juni statt

 

In dieser  Woche geht die "Operation Umzug" pünktlich in die heiße Phase. Das "alte" Rathaus wird vom 15. bis 19. Juni geschlossen und ist dann Geschichte. Ein Rathaus, für das der Grundstein 1957 (der Stein ist im Bürgerbüro und wird später mit umziehen in den Anbau) gelegt wurde, aber nun nicht mehr zeitgemäß und "digitalisierbar" ist.

Für unaufschiebbare Notfälle wird für das Bürgerbüro und das Standesamt ein Notdienst im Gebäude der Stadtwerke eingerichtet. Dieser kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung genutzt werden. Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 02742/939200.

Die Freude auf ein modernes Haus mit neuester Technik, ansprechenden Büros aus Holz und Beton, ordentlicher Heizung ohne fossile Brennstoffe und Kühlung im Sommer ist groß. Fertig ist es zwar noch nicht und einige Dinge im Neubau müssen organisiert und auch improvisiert werden.

Es wird jedenfalls das neueste Rathaus im nördlichen Rheinland-Pfalz sein. Die Verwaltung kann froh und dankbar sein, dass es nach den "alten Richtlinien" im Investitionsstock des Landes gebaut wurde. Ein Neubau nach neuen Richtlinien würde nicht mehr für alle Mitarbeitenden geförderte Büros beinhalten.

Wie bei vielen Menschen bedeutet ein Umzug auch Abschied von liebgewonnenen Abläufen und Räumlichkeiten. Die Verantwortlichen verstehen, dass noch etliche Fragen offenbleiben: ob alles funktioniert, wie die Büros konkret gestaltet werden können, wird sich zeigen. "Auf einiges müssen wir noch Antworten finden und manches müssen wir bis zur endgültigen Fertigstellung irgendwie organisieren. Aber ich bin überzeugt, das wird uns gemeinsam gelingen, denn wir haben schon vieles bisher geschafft, was Anlass zur Zuversicht gibt. Wir können als kleine Verwaltung, insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gut und schnell mit neuen Fragen, Unsicherheiten und Anforderungen umgehen.", so Bürgermeister Berno Neuhoff.

Nach dem Umzug wird der Eingang zum neuen Rathaus über die Straße "Am Biesem" erfolgen. Dieses Provisorium wird mindestens ein Jahr dauern, bis der neue Rathausplatz mit Haupteingang fertig ist. Parkmöglichkeiten sind dort leider noch nicht vorhanden. Daher müssen die Parkplätze in der Innenstadt weiter genutzt werden.

Umzug in Eigenregie

Froh ist man, den Umzug in Eigenregie angehen zu können. "Das ist vorbildlich und auch als Signal für unsere Bevölkerung aufgrund unserer Finanzlage wichtig. Jede und jeder hilft: Fachbereichsleitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Neuhoff weiter.

Es wird Veränderungen geben

Die Nebenstelle im RegioBahnhof wird zusätzliche Büros erhalten: neben dem Ordnungsamt ab Herbst auch das City- und Tourismusmanagement sowie das Büro für die Ganztagsförderung/Ferienbetreuung, die die Verwaltung bald für die Klassenstufen 1 bis 4 für alle Ferienwochen organisieren muss, weil es der Bund so beschlossen hat. Der RegioBahnhof der Stadt wird eine dauerhafte Außenstelle des Rathauses sein.

Ohne diese Möglichkeit wäre der Neubau schon zu klein. "Das ist kein Planungsfehler, sondern Vorgabe der Aufsichtsbehörden", so Neuhoff weiter.

Nach der Fertigstellung wird am Ende die Eröffnung von neuem Rathaus und Rathausplatz am 3. und 4. September 2027 stehen. Mit einem Tag der offenen Tür, Bühne und Präsentation der fünf Ortsgemeinden und Stadt Wissen auf dem Platz vor dem neuen Rathaus wird dann gemeinsam gefeiert.