Gruppenfoto der Teilnehmer zur Eröffnung
Folierung im Bahnhof
Dem will die neue Geo-Route „Spazierweg Industriekultur Wissen“ entgegenwirken, die seitens der Verbandsgemeinde Wissen gemeinsam mit dem Geopark Westerwald- Lahn-Taunus, dem Landesamt für Geologie und Bergbau sowie vielen Ehrenamtlichen entstand und nun offiziell eröffnet wurde.
Bürgermeister Berno Neuhoff und Touristiker Jochen Stentenbach konnten trotz des schwülen Wetters eine große Anzahl an Interessierten vor der Tourist-Information Wisserland begrüßen. Auch zahlreiche Fachleute waren gekommen, darunter Roger Lang vom Landesamt für Geologie und Bergbau, Michael Volkwein und Jan Bosch vom GeoPark sowie Jennifer Siebert von der Kreisverwaltung. Als Vorsitzender des Fördervereins des kulturWERKs war zudem Dr. Andreas Brucherseifer-Escher anwesend. Die Gruppe machte sich unter der Führung von Christoph Eul, dessen Planungsbüro für die Realisierung der Route zuständig war, unterwegs auf einen Teil der insgesamt rund vier Kilometer langen, durchgängig markierten Strecke.
Das Projekt hat eine umfassende Vorgeschichte und ist das Ergebnis eines langjährigen Entwicklungsprozesses. Vorarbeiten und Ideen entstanden unter anderem im Arbeitskreis Kultur, in verschiedenen Projektgruppen sowie unter Beteiligung der Universität Siegen. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen, insbesondere dem Arbeitskreis Walzwerk des Fördervereins, Heimatforschern und Gästeführerinnen. Der Förderverein des kulturWERKwissen unterstützte das Projekt zudem durch die Finanzierung des Grundkonzeptes im Jahr 2022 sowie der historischen Folierungen im Bereich RegioBahnhof.
Zu den Stationen des Rundgangs, welcher vor dem kulturWERKwissen beginnt, zählen die Infotafeln und die großformatigen Fotos im Bahnhof, die Skulpturen Schnapper und Doppler, ebenso wie der Kirchplatz und die Fußgängerzone. Wie auch hier der industrielle Aufschwung Wissens seine Spuren hinterlassen hat, war selbst für alteingesessene Wissener überraschend. Dass Künstler Carl Baumann auf dem Fassadengemälde am ehemaligen Postgebäude auch ein Fördergerüst, Walzwerksarbeiter und sogar eine Erzseilbahn dargestellt hat, war für viele Betrachter neu.
Die mit vielen Infotafeln und aufwendig restaurierten Fotos ausgestattete Geo-Route führt weiter zu den Steinbuschanlagen, der Walzwerkssiedlung, der Winterschule auf dem Heister und zum ehemaligen Zwangsarbeiterlager auf der anderen Seite der Sieg. Auf dem Rückweg zum RegioBahnhof wartet noch ein historisches Walzgerüst auf die Besucher. Ein besonderer
Vorteil der neuen GeoRoute besteht darin, dass sie als durchgängig beschilderter Rundweg individuell und ohne Führung erkundet werden kann. Zudem ermöglichen zwei Abkürzungen eine flexible Anpassung der Streckenlänge an die persönlichen Bedürfnisse der Besucher. Weitere umfassende Informationen zum „Spazierweg Industriekultur Wissen“ sind darüber hinaus in Outdooractive zu finden.
Mit der Eröffnung der GeoRoute ist das Gesamt-Projekt jedoch noch nicht abgeschlossen. Vielmehr bildet sie die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung und Ergänzung des Angebots. Ziel ist es, die Industrie- und Kulturgeschichte der Region künftig noch umfassender sichtbar zu machen und soll zum Beispiel durch eine Beschilderung der ehemaligen Bergwerks-Standorte in den Ortsgemeinden ergänzt werden.
Fakten und Kosten:
| • | Kleinprojekt des Regionalbudgets in einer LEADER-Region von Rheinland-Pfalz |
| • | Datum LEADER-Antrag: 19.05.2025 |
| • | Projektlaufzeit: bis 31.10.2025 |
| • | Gesamtkosten: 23.142 € |
| • | Kosten für Verbandsgemeinde: 8.100 € |
| • | Kosten Förderverein: 2.400 € |
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