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Ausgabe 27/2026
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„Café Kiew“ in Wissen feiert vier Jahre gelebte Integration und Begegnung

Ein reichhaltiges Kuchenangebot erwartete die Gäste: Bürgermeister Berno Neuhoff, Stadtbeigeordneter Horst Pinhammer und alle Helferinnen und Helfer freuten sich über die große Resonanz.

Das Begegnungsangebot „Café Kiew“ in der Stadt Wissen hat sich seit seiner Gründung im April 2022 zu einem festen Bestandteil des lokalen Engagements für Geflüchtete aus der Ukraine entwickelt.

Im katholischen Pfarrheim der Stadt Wissen kamen zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Mitglieder der ukrainischen Gemeinschaft zusammen, um auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Die Räumlichkeiten werden dem Projekt seit Beginn unentgeltlich zur Verfügung gestellt und bilden damit eine wichtige Grundlage für die regelmäßigen Treffen.

Unter den Gästen waren Vertreter aus Politik und Kirche, darunter Bürgermeister Berno Neuhoff, der evangelische Pfarrer Marcus Tesch sowie der Stadtbeigeordnete und Initiator Horst Pinhammer.

Besonders hervorgehoben wurde die Rolle des ehrenamtlichen Engagements, das das Café von Beginn an trägt. Ein wesentlicher Bestandteil des Angebots ist die kontinuierliche Unterstützung durch ehrenamtliche Gruppen: Der evangelische Frauenkreis sowie die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) übernehmen dabei die Bewirtung, kümmern sich um die Ausgabe von Kaffee und Kuchen und tragen regelmäßig mit selbst gebackenen Kuchen zum Gelingen der Treffen bei.

Darüber hinaus erfährt das Café wertvolle Unterstützung durch lokale Unternehmen. So stellt „Müller’s Backstube“ regelmäßig Kuchenspenden zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewirtung der Gäste. Für eine angenehme und einladende Atmosphäre sorgt zudem der regelmäßig gespendete Blumenschmuck von „Die Holländerin“ in Wissen. Diese Unterstützung verdeutlicht die enge Verbundenheit örtlicher Betriebe mit dem sozialen Angebot und unterstreicht deren gesellschaftliches Engagement vor Ort.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde deutlich, dass sich das Angebot zu einem stabilen sozialen Treffpunkt entwickelt hat. Vertreter der kommunalen Ebene betonten, dass das Café über die Jahre hinweg zu einem Ort geworden ist, an dem Begegnung und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich gelebt werden.

Die ukrainische Gemeinschaft dankte den Initiatoren und Helfenden in besonderer Weise. In einer emotional geprägten Ansprache wurde die Bedeutung des offenen Empfangs in einer schwierigen Lebensphase hervorgehoben. Als Zeichen der Wertschätzung überreichten die Gäste eine eigens gestaltete Torte, die als gemeinsames Symbol des Dankes für einen besonders persönlichen Moment sorgte.

Zudem wurde eine Urkunde an Horst Pinhammer sowie an alle Helferinnen und Helfer übergeben. Diese würdigt vier Jahre voller Freundlichkeit, Unterstützung und offener Herzen. Auch kulturell wurde das Jubiläum gestaltet: Musikalische Beiträge aus der ukrainischen Gemeinschaft unterstrichen den feierlichen Charakter der Veranstaltung.

Gleichzeitig wurde ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre geworfen. Ein Teil der ursprünglich in Wissen angekommenen Geflüchteten hat inzwischen neue Lebensperspektiven in anderen Regionen oder durch Arbeitsaufnahme gefunden. Dies wird von den Verantwortlichen ausdrücklich als Erfolg der Integrationsarbeit gewertet.

Beispiele gelungener Eingliederung zeigen sich auch im Alltag: Einzelne Familienmitglieder sind heute beruflich oder schulisch in der Region verankert - etwa durch Beschäftigung in lokalen Betrieben, Engagement in Vereinen oder den Schulbesuch der Kinder.

Mit dem „Café Kiew“ ist in Wissen ein kontinuierliches Format entstanden, das über die akute Krisenhilfe hinaus Wirkung entfaltet und bis heute als Ort der Begegnung, Integration und gegenseitigen Unterstützung besteht.