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Mitteilungsblatt Wissen - Wisserland...mehr wissen!
Ausgabe 28/2023
Hauptthemen
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Historisches Wissener Kalenderblatt

120 Jahre

01.07.1903. Vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde angeregt, die Prüfung der Frage, ob es für die Gesellschaft zweckmäßig sei, die Angliederung der Deutzer Firma Gebrüder van der Zypen in Erwägung zu ziehen, um auf diese Weise den schon längeren Wunsch für Wissen ein eigenes Stahlwerk zu besitzen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat beschlossen nach eingehender Besprechung die Frage weiter zu verfolgen.

110 Jahre

07.1913. Walzte man sogar schon 2 150 to. monatlich. Die 12 Warmwalzstraßen bestanden aus einem Vor.- und Fertiggerüst.

95 Jahre

05.07.1928. Schrieb der Direktor des Weißblechwerkes an den Kölner Gewerberat, mit der Versicherung, er werde um die Reinigung der Abwässer „bemüht bleiben“. Ein halbes Jahr

später wollte er den „Erfolg“ eines Verrieselungsversuch abwarten

07.07.1928. Schweres Explosionsunglück. Gestern, kurz nach Mittag ereignete sich auf der Zentralaufbereitung der Alten Hütte ein schwerer Betriebsunfall. Durch Knallgasentwicklung flog auf der Montage der Firma Humboldt ein Schweißapparat in die Luft. Der neben dem Schweißapparat stehende Schlosser R. aus Altenkirchen wurde durch den Luftdruck einige Meter fortgeschleudert und stürzte in eine Rinne. Er trug mehrfache Armbrüche und schwere Brandverletzungen davon. Der sofort benachrichtigte Werkssanitäter leistete erste Hilfe und überführte den Bedauernswerten nach Anlegung eines Notverbandes in das St. Antonius Krankenhaus.

10.07.1928. Die ehemalige Kronprinzessin Cäcilie traf gestern mit großem Gefolge zu längerem Besuchen beim Fürsten von Hatzfeldt in Schloss Crottorf ein. Sie ist eine Jugendgespielin der Fürstin von Hatzfeld

18.07.1928. Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der Grubenbahn zwischen alte Hütte und der Alfredhütte. Es soll durch Verlegung einer dritten Schiene zusätzlich zu dem 942 mm Schmalspurgleis eine dritte Schiene in 1 435 mm Normalspurabstand verlegt werden,

damit die Werkslokmotive der Alfredhütte die Transportaufgabe mit übernehmen konnte.

Die Siegbrücke (Schleppbahnbrücke) wurde verstärkt, und der Tunnel durch den Kucksberg musste verbreitert werden.

24.07.1928. Am frühen Morgen, gegen 8 Uhr, riss das Zugseil der Drahtseilbahn zwischen der Alfredhütte und der Winkelstation auf dem Alserberg. Etwa 10-15 mit Erz beladenen Kippwagen waren mit samt ihrem Gut auf die Felder, Wiesen und in die Sieg gefallen. Alles war verstreut und musste mühsam eingesammelt werden. Es konnte später ermittelt werden, dass zwei Mitarbeiter das Seil angesägt hatten.

30.07.1928. Seilbahnneubau. Die Arbeiten an der Errichtung der neuen Grubenseilbahn an der Winkelstation auf dem Alserberg zur Zentralaufbereitung, sind nunmehr in Angriff genommen worden. Die eisernen Masten sind mit Ausnahme derjenigen in der Schürgschen Plantage aufgestellt. Auf der Winkelstation Alserberg ist bereits die Abzweigstation fertiggestellt. Zurzeit ist man auf der Zentralaufbereitung mit der Errichtung der Empfangsstation beschäftigt. Die neue Seilbahn wird in den Brückeichen und Rödderstein zur Zentralaufbereitung gelegt. Die Gesamthöhe über das Morsbacher Tal beträgt 65 Meter. Hier werden besonders Netzvorrichtungen angelegt um bei etwaigen Seilzerreißungen ein Herabschlagen der Seile auf die Morsbacherbahn und Straße zu vermeiden In zwei Monaten soll die Zentralaufbereitung betriebsfertig sein.

Horst Rolland, Arbeitskreis Walzwerk