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Im Rahmen der Bauarbeiten wird der Wärmeschutz des Gebäudes, unter anderem durch den Einbau neuer Fenster und eines Wärmedämmverbundsystems, erheblich verbessert. Im Inneren des Gebäudes erfolgen umfangreiche Umbaumaßnahmen, um eine zukünftige Nutzung zu ermöglichen. Die Rohbauarbeiten sind inzwischen größtenteils abgeschlossen und der Innenausbau hat begonnen.
Im neuen Gebäude finden künftig eine Tagespflege für Senior:innen, ein ambulanter Pflege- und Betreuungsdienst, ein betreutes Wohnen für psychiatrisch Erkrankte sowie Verwaltungs- und Konferenzräume ihren Platz.
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Versorgung und das Wohlergehen der Gemeinschaft im Versorgungsgebiet zu verbessern und eine Lücke in der regionalen Pflegeinfrastruktur zu schließen.
Tagespflege für Seniorinnen und Senioren
Im Rahmen dieser Maßnahme werden 24 Plätze für Seniorinnen und Senioren geschaffen. Die Tagespflege, die den Namen St. Barbara trägt, wird ein sicheres und beschütztes Umfeld bieten, in dem die Teilnehmenden Kontakt suchen und Geselligkeit genießen können. Die Einrichtung wird von der GFO betrieben und vom Deutschen Hilfswerk gefördert.
Die Tagespflege wird sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden und über zwei Gruppenräume, drei Ruheräume, Sanitärräume, einen Therapie- und Gymnastikraum sowie einen direkten Zugang zu einem geschützten Gartenbereich verfügen. Besucherinnen und Besucher werden professionelle Begleitung, Unterstützung und Pflege erhalten und an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen können, die ihr Leben bereichern.
Ambulante Pflege und Betreuung
Im ersten Obergeschoss des Gebäudes wird der ambulante Pflegedienst GFO mobil Hamm-Wissen seinen Standort beziehen. Er bietet eine Vielzahl an Leistungen, um die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen zu fördern und den Verbleib im häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Die GFO mobil unterstützt Klient:innen bei der Behandlungspflege, wie z.B. Injektionen, Kompressionsstrümpfe/-verbände oder Katherterpflege. Auch die Grundpflege (Individuelle Körperpflege, Betten/Lagern, An- & Auskleiden sowie Mobilisation), Pflegeberatung und Vermittlung von Angeboten gehören zum Leistungsspektrum. Hauswirtschaftliche Unterstützung sowie Begleitung zu Ärzt:innen oder Freizeitaktivitäten runden das Angebot ab.
Zum Portfolio gehört auch Essen auf Rädern, das täglich frische und warme Mahlzeiten direkt an die Haustür liefert.
Betreutes Wohnen für psychisch Erkrankte
Parallel dazu wird in der zweiten Etage des Gebäudes das betreute Wohnen für psychisch erkrankte Menschen eingerichtet. Dieses Projekt wird von der GFO Klinik Wissen - St. Antonius Krankenhaus initiiert und vom Caritasverband Rhein-Sieg betrieben. Es wird durch die Aktion Mensch finanziell unterstützt und schafft neun Apartments.
Das betreute Wohnen bietet psychisch erkrankten Menschen die Möglichkeit, selbstständig in ihren eigenen Mietwohnungen zu leben, während sie bei Bedarf auf zahlreiche Unterstützungsangebote zurückgreifen können. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Übergangsphase nach einem psychiatrischen Klinikaufenthalt zu erleichtern und eine weitere Anlaufstelle zu schaffen.
Mike Dörnbach, der Haus- und Pflegedirektor der psychiatrischen GFO Fachklinik in Wissen, betont: „Das Projekt,Betreutes Wohnen für psychisch Erkrankte‘ ist uns ein echtes Herzensprojekt, für das wir uns schon seit Jahren engagieren. Denn den Bedarf gibt es schon seit Jahren. Umso mehr freue ich mich, dass es nun in greifbare Nähe rückt.“ Mit der Caritas hat die GFO dafür einen starken Partner gefunden.
Bürgermeister Berno Neuhoff dankte dem Träger für die Investitionen am Standort Wissen: „Ich freue mich über die Investitionen und das Engagement der GFO am Standort Wissen. Die Tagespflege für ältere oder pflegebedürftige Menschen ist ein ganz wichtiges Angebot für das Wisserland und unsere Stadt. Das gilt genauso für das Wohnangebot der Caritas für psychisch Kranke.
Aufgaben der Kommunen ist es, Notunterkünfte für Obdachlose zu haben. Da deren Zahl in den Städten zunimmt, muss über die Verteilung auf Kreisebene gesprochen werden. Aus eigener Kraft ist dies für die Gemeinden nicht zu schaffen.“
Die Zusammenarbeit der psychiatrischen Fachklinik St. Antonius Krankenhaus, dem Seniorenzentrum St. Hildegard und der GFO mobil Hamm-Wissen zeigt sich als äußerst produktiv. Gemeinsam als GFO Standort Wissen wird das Ziel der Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Integration der betreffenden Bevölkerungsgruppen umgesetzt.
Die architektonische Planung und Koordinierung erfolgt durch das Architekturbüro Schönauer ² Architektur aus Wenden-Hünsborn. Als Generalunternehmer ist die Firma Sabisch & Co Bauträger GmbH aus Olpe-Oberveischede für die bauliche Umsetzung zuständig.
Die Inbetriebnahme ist für Ende des Jahres 2024 geplant.