Alexandra Reifenrath würdigte die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Firma Wünning.
Ein Ständchen spielte die Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen
Familie Wünning freute sich über die vielen Besucher anlässlich ihrer Verabschiedung
Viele Vertreter der Vereine und der Feuerwehr sowie Bürgermeister Berno Neuhoff waren zur Verabschiedung gekommen.
Der Donnerstag (27. August) war für viele Vereine in Wissen ein besonders wehmütiger Tag. Das traditionsreiche Busunternehmen hat im Juli den Betrieb eingestellt. Bereits 1956 gegründet, war das Unternehmen über viele Jahrzehnte verlässlicher Partner der Vereine der Siegstadt.
Vertreter zahlreicher Vereine, darunter die Stadt- und Feuerwehrkapelle, der Schützenverein und die Feuerwehr, trafen sich auf dem Gelände der Stadtwerke Wissen (SWW) und zogen mit klingendem Spiel auf das benachbarte Betriebsgelände Wünning. Dort wusste nur eine Person Bescheid und der Besuch wurde zu einer großen Überraschung.
In einer sehr emotionalen Weise würdigten die Vorsitzende der Stadt- und Feuerwehrkapelle, Alexandra Reifenrath, sowie weitere Vertreter der Vereine die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Firma Wünning. Reifenrath ging in ihrer Rede darauf ein, dass sie selber mehr als 35 Jahre in der Stadt- und Feuerwehrkapelle aktiv sei und die Firma Wünning immer dazu gehörte. In einem beidseitigen emotionalen Moment fuhr Sie fort: "Wir können euch nicht einfach so "gehen", euer Unternehmen schließen lassen, ohne auf gebührende Art und Weise Dankeschön zu sagen". Die Stadt- und Feuerwehrkapelle machte dies musikalisch und persönlich. Die Feuerwehren, vertreten durch den Wehrführer der Löscheinheit Wissen, David Musall, und den Wehrführer der Löscheinheit Schönstein, Steffen Schmidt, der Schützenverein mit Schützenoberst Karl Heinz Henn, die Schützenbruderschaft Schönstein mit dem Brudermeister Matthias Groß sowie die Karnevalsgesellschaft mit der Vorsitzenden Marion Schwan dankten mit persönlichen Worten und erinnerten an viele gemeinsame Fahrten. Die Redner verband eine wichtige Erkenntnis, die der Schützenoberst auf den Punkt brachte: "Ihr habt uns nicht nur zuverlässig und pünktlich an unsere Ziele gebracht. Am wichtigsten ist die Erkenntnis, dass wir uns alle auf den Fahrten mit euch sicher und gut aufgehoben gefühlt haben."
Der Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde, Berno Neuhoff, erinnerte an die Zeit, als er und andere noch die Schulbusse nutzten. Bei seiner Rede spürten alle die Emotionen. Er überreichte zum Abschied einen Korb mit regionalen Leckereien.
Den Abschluss bildete ein Imbiss, den die Vereine organisiert hatten. Während des Verweilens blieb ausreichend Zeit und Gelegenheit, um die eine oder die andere Anekdote zum Besten zu geben. Wenn ein Unternehmen 70 Jahre für die Vereine und Gruppen bereit steht gibt es vieles, was nicht vergessen werden sollte, so die Anwesenden. (kkö)