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Ausgabe 38/2026
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Die 16. ABOM startete in Wissen

Schwierige Bedingungen in Handwerk und Handel waren Thema

Der Andrang war bereits vor der offiziellen Eröffnung, der Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse ABOM im Kreis Altenkirchen, am Dienstag (8. September), groß. Rund 80 Aussteller, darunter viele aus den sozialen Berufen, gaben zum 16. Mal im und rund um das Kulturwerk in Wissen einen Einblick in zahlreiche Berufsfelder.

Die Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse (ABOM), die am Dienstag und Mittwoch (8. und 9. September) im Kulturwerk in Wissen stattfindet, zeigt sich seit vielen Jahren, als große Plattform für die "Anbieter" (Unternehmen), aber auch für die "Nachfrager" (potenzielle Auszubildende). Federführend wird die Veranstaltung von der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, den Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald und der Agentur für Arbeit organisiert. Die Organisatoren, namentlich Silke Baudendistel, der IHK Regional-Geschäftsstelle, zeigten sich zufrieden.

Auch Bürgermeister Berno Neuhoff würdigte in seiner kurzen Ansprache das Netzwerk der Berufsausbildung im Kreis Altenkirchen „ Wir können stolz sein auf die Ausbildungsmöglichkeiten und die Vielfalt der Betriebe im Kreis Altenkirchen gerade weil die Betriebe und Schulen sich in diesen Zeiten anstrengen.“

Informationen und Einblicke zu und in Berufsfelder

Die Aussteller, darunter die Kreisverwaltung, verschiedene Verbandsgemeinden sowie Handel und Gewerbe, boten an den Ständen vielfältige Informationen über die unterschiedlichen Berufsfelder an. Neben Vertretern der Initiatoren waren Bürgermeister Berno Neuhoff, in seiner Eigenschaft als Gastgeber des Kulturwerks, IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting sowie der Schirmherr der Veranstaltung. Dies ist letztmalig in diesem Jahr wieder Landrat Dr. Peter Enders, zur offiziellen Eröffnung gekommen. Der erste Beigeordnete Tobias Gerhardus war ebenfalls erschienen. Silke Baudendistel, bei der die Fäden zur Organisation in der IHK Geschäftsstelle Altenkirchen zusammenlaufen, begrüßte die Aussteller und Besucher herzlich. Alle waren sich einig, dass es für die Schüler kaum eine andere Plattform mit dermaßen vielen Informationen geben könne. An den Ständen der Aussteller standen Information, aber auch das "selber machen", im Vordergrund. Bei den Aussteller aus dem gewerblichen Bereich wird immer öfter nach den Möglichkeiten von Weiterbildung und "Aufstieg" gefragt. Mit einer Ausbildung im Handwerk gibt es Möglichkeiten bis zum späteren Studium, so die Antworten.

Handwerk hat goldenen Boden

Das diese sogenannte "Binsenweisheit" heute, mehr denn je gilt, liegt an den der fehlenden Zahl der Facharbeiter aber auch den fehlenden Auszubildenden, so die Vertreter der Handwerksbetriebe. mehr denn je. Die Handwerksbetriebe könnten vielfach, aufgrund von Personalengpässen, die Anfragen der Kunden kaum abarbeiten. Die Bandbreite im Handwerk nehme aber auf der anderen Seite zu weiter zu. Veränderungen im Bereich der Energieversorgung, des Bauens und vielen anderen Gewerken seien eine Herausforderung für die Mitarbeitenden. Erfreut zeigten sich viele Handwerksbetriebe über die Zunahme weiblicher Interessenten. Das Handwerk muss sich mit vielen anderen "Anbietern", zu denen auch die öffentliche Hand, Kreisverwaltung und VG, Polizei, Bundeswehr und andere gehören, messen. Das Handwerk biete aber, trotz vieler Veränderungen in der Berufswelt, immer noch eine breite Palette von Berufsfeldern an, so viele der, meist inhabergeführten Betriebe.

Konzept hat sich bewährt

Die Organisatoren sowie die Aussteller konnten erneut feststellen, dass das Konzept der ABOM sich bewährt. Dies sahen auch die Vertreter aus Kreis und Verbandsgemeinden so. Die Verantwortlichen waren sich einig, dass ein solches Format in Zukunft noch wichtiger werden wird. Auf Seiten der Aussteller werden die Integration und Angebote, die über die reine Berufsausbildung hinausgehen, immer wichtiger. (kkö)

Text und Fotos: Klaus Köhnen