Eine umfangreiche Tagesordnung war den Mitgliedern des VG-Rates zugegangen. Während der Sitzung wurde diese dann noch einmal erweitert, so das dann 14 Tagesordnungspunkte zu behandeln waren. Für den ersten Tagesordnungspunkt (Sanierung der Zentralen Sportanlage) hatte die Verwaltung einen Vertreter des Ingenieursbüros Schmidt eingeladen.
Gleich der erste Tagesordnungspunkt, die Sanierung und Umgestaltung der zentralen Sportanlage, sorgte für lebhafte Diskussionen. Der Vertreter des Ingenieurbüros für Bauwesen Schmidt GmbH, Mark Beckmann, erläuterte die einzelnen Abläufe und die Gestaltung. Hierbei wird es gemäß der vorgestellten Planung auch eine Trennung von Zuschauerbereich und Spielfeld geben. Die üblichen Barrieren werden durch Gitterstabmatten ergänzt. Beckmann ging darauf ein, dass es in der letzten Zeit häufig zu unschönen Szenen bei Fußballspielen gekommen sei. Die Gitterstabmatten bilden einen „Grenze“ zwischen den Zuschauern und dem Spielfeld. Ohne diese Maßnahme könne die Rohrkonstruktion einfach überwunden werden. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass sogenannte Bandenwerbung einfacher befestigt werden könne.
Das abfließende Regenwasser wird vor dem Eintritt in die Sieg, durch einen Sedimentabscheider geleitet. Dies verhindert den Eintrag von Feststoffen in das Gewässer. Dieser Abscheider muss, so der Fachmann, im 8-jährigen Rhythmus gereinigt werden. Weiter führte Beckmann aus, dass die bisherigen Masten für die Flutlichtanlage die Standsicherheitsprüfung nicht bestanden haben. Diese müssen also ausgetauscht werden. Die bereits vorhandenen modernen LED-Flutlichtstrahler werden weiterverwendet.
Breiten Raum nahm die lebhafte Diskussion über den Unterbau des Kunstrasenspielfeldes ein. Laut Beckmann stehen dafür zwei Varianten, die gebundene Tragschicht und die ungebundene Tragschicht, zur Verfügung. Da die Sportanlage im Hochwassergebiet der benachbarten Sieg liegt, müsse sorgfältig abgewogen werden, welche Ausführung gewählt werde. Der vom Ingenieurbüro und der Verwaltung bevorzugte hochwasserangepasste Unterbau mit einer ungebundenen Tragschicht, der in Bayern Standard ist, würde Mehrkosten von rund 240.000 Euro verursachen. Für die vorgeschlagene Lösung stimmten zehn Mitglieder, elf dagegen; zwei enthielten sich.
Es folgte die Diskussion zum Abschlussbericht zur Kommunalen Wärmeplanung. Die kommunale Wärmeplanung, die durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG), bei dem es sich um ein Bundesgesetz handelt, vorgeschrieben ist, ist abgeschlossen. Der Beschlussvorschlag enthielt die rechtlichen Grundlagen und die Information zur Fortschreibung der Planung. Der Beschluss konnte einstimmig gefasst werden.
Die Kooperationsvereinbarung mit der katholischen Jugendagentur (KJA) Bonn gGmbH zum Betrieb der Offenen Tür Wissen sowie der Streetworker Tätigkeit musste erneuert werden. Die jetzt getroffene Vereinbarung gilt, so Bürgermeister Berno Neuhoff, wieder für fünf Jahre und schafft Sicherheit in diesem wichtigen Bereich. Der Vereinbarung stimmte der VG-Rat einstimmig zu. Ein weiterer Beschluss betraf die Vergabe der Arbeiten für die Sanierung der Köttingsbachverrohrung. Auch hier stimmten die Ratsmitglieder einstimmig für die Maßnahme.
Ohne große Diskussion konnte der Beschluss zur Beschaffung von Beladungsbestandteilen für die Rollcontainer (RC) des bestellten Mehrzweckfahrzeuges für die VG-Feuerwehr einstimmig gefasst werden. Teile der Beladung werden von den bisher genutzten Fahrzeugen weiterverwendet.
Die neue Gefahrenabwehrverordnung der VG-Wissen wurde durch den Ablauf der bisher gültigen erforderlich. Die neue Verordnung ist in Teilen angepasst worden, so der Bürgermeister, und hat nun wieder 20 Jahre Gültigkeit. Die Zustimmung der Versammlung erfolgte auch hier einstimmig.
Der Tagesordnungspunkt 7 befasste sich mit der Annahme einer Spende in Höhe von 49.000 Euro von der Else Schütz Stiftung für die Photovoltaik-Anlage auf dem Siegtalbad. Die Annahme wurde einstimmig bejaht. Im Punkt 8 der Tagesordnung gab Bürgermeister Neuhoff einen Überblick über den Breitbandausbau. Die Tatsache, dass die verschiedenen Gewerke sich nicht auf Termine einigen können, ließe sich leider nicht ändern. Auch für die Verwaltung ist die mehrfache Arbeit an Straßen und Bordsteinen ein Ärgernis, so Neuhoff. Weitere Beschlüsse, die einstimmig gefasst wurden, betrafen die Dachsanierung und die Malerarbeiten an der Franziskus-Grundschule Wissen. In der Einwohnerfragestunde wurde die Problematik der verwirrenden Markierungen am Fahrradstreifen sowie wilde Müllablagerungen angesprochen.