MInisterpräsident Gordon Schnieder beim Richtfest der neuen Produktionshalle mit Geschäftsführer Torsten Höfer.
Ministerpräsident Gordon Schnieder im Gespräch mit Bürgermeister Berno Neuhoff. Als Fraktionsvorsitzender im Landtag war Schnieder bereits vor einigen Jahren zum Gespräch mit Mitgliedern des Stadtrates in Wissen. Foto: VGV Wissen
Wissen, 18. September 2026. Mit dem Richtfest der neuen Produktionshalle hat KLEUSBERG am vergangenen Freitag einen weiteren Meilenstein in der Weiterentwicklung seines Werkskonzepts gefeiert. Am Unternehmensstandort in Wissen kamen Mitarbeitende, Projektbeteiligte, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie weitere Gäste zusammen, um den Baufortschritt zu würdigen und einen Blick auf die zukünftige Ausrichtung der Fertigung zu werfen.
Die neue Halle ist Teil eines umfassenden Werkskonzepts, mit dem KLEUSBERG seine Produktionsprozesse effizienter gestaltet und den Standort für kommende Anforderungen weiterentwickelt. Dabei stehen neben optimierten Abläufen auch moderne Technologien und Automatisierung im Mittelpunkt.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch KLEUSBERG Geschäftsführer Torsten Höfer. In seiner Begrüßung hieß er die Mitarbeitenden des Standortes sowie die geladenen Gäste, darunter die hiesigen Abgeordneten aus dem Bundes- und Landtag sowie die Bürgermeister der Region, herzlich willkommen und dankte insbesondere den beteiligten Partnern und Mitarbeitenden für ihren Beitrag zur Umsetzung des Projekts. Als besonderen Gast begrüßte er den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, und übergab anschließend das Wort an ihn.
„Das Unternehmen KLEUSBERG steht für das, was unseren Mittelstand ausmacht. Es übernimmt Verantwortung, schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze und investiert vor Ort. Gerade in Zeiten, in denen sich wirtschaftlich und gesellschaftlich vieles verändert, brauchen wir solche Unternehmen. Was hier erwirtschaftet und aufgebaut wird, stärkt die ganze Region und gibt den Menschen eine Zukunft. Herzlichen Dank an KLEUSBERG für dieses unternehmerische Engagement. Für die neue Produktionshalle wünsche ich gutes Gelingen!“, so Ministerpräsident Gordon Schnieder.
Auch Wissens Bürgermeister Berno Neuhoff richtete einige Worte an die Anwesenden und wünschte KLEUSBERG für die weiteren Schritte bei der Umsetzung des Vorhabens viel Erfolg. „Das ist das größte Invest in der Firmengeschichte der Stadt Wissen. Durch Weitblick, Engagement, Tatkraft und eine motivierte Belegschaft und kluge unternehmerische Entscheidungen haben Sie es geschafft. Bitte machen Sie weiter so!“, so Neuhoff in seiner kurzen Ansprache.
Im Anschluss bot sich den Gästen bei einem gemeinsamen Imbiss Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Ergänzend erhielten sie im Rahmen einer Führung durch die Fertigung gemeinsam mit der KLEUSBERG Geschäftsführung Einblicke in die bereits umgesetzten Erneuerungen und Automatisierungslösungen. Dabei konnten sich die Besuchende ein Bild davon machen, wie sich die Produktionsabläufe entwickelt haben und welche Vorteile die Modernisierungen für die Mitarbeitenden mit sich bringen. Fragen zu den technischen Entwicklungen und deren praktischer Umsetzung wurden direkt vor Ort beantwortet.
Weitere Informationen rund um den Werksumbau am Standort Wisserhof entnehmen Sie bitte beiliegendem Artikel zum Werkskonzept von KLEUSBERG.
KLEUSBERG investiert rund 50 Millionen Euro in die Zukunft des Standorts Wissen
Modernisierung des Werks Wisserhof weit fortgeschritten - neue Produktionsflächen, moderne Fertigungstechnik und Integration des
ehemaligen DALEX-Standorts
KLEUSBERG treibt die umfassende Modernisierung seines Hauptstandorts am Wisserhof 5 in Wissen weiter voran. Rund 50 Millionen Euro investiert das Unternehmen seit 2023 in die Neustrukturierung und Zukunftssicherung des Standorts. Die Umsetzung ist inzwischen weit fortgeschritten; zahlreiche Maßnahmen sind bereits realisiert, weitere befinden sich aktuell in der Umsetzung. Der Abschluss der gesamten Modernisierungsmaßnahmen ist für 2028 geplant.
Mit dem neuen Werkskonzept modernisiert KLEUSBERG die Produktionsabläufe, schafft zusätzliche Kapazitäten, verbessert die Energieeffizienz und entwickelt die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden weiter. Gleichzeitig entstehen neue Flächen für Produktion, Verwaltung, Logistik und Ausbildung.
Neue Flächen für mehr Produktionskapazität
Ein zentraler Bestandteil der Standortentwicklung ist die Erweiterung und Neustrukturierung der Produktionsflächen. Rund 6.000 Quadratmeter Bestandsgebäude werden sukzessive saniert und durch etwa 3.000 Quadratmeter neue Hallen-, Verwaltungs- und Sozialflächen ergänzt. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Bereits 2022 hatte KLEUSBERG die Außenlagerflächen um rund 7.000 Quadratmeter erweitert.
Um die erforderlichen Flächen für die Neustrukturierung und Kapazitätserweiterung zu schaffen, wurde die Produktion von Hallentrennwandsystemen im Geschäftsbereich Industrieräume ab Sommer 2023 an den Produktionsstandort Morsbach verlagert. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahme belief sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag.
Die dadurch geschaffenen Flächen tragen wesentlich dazu bei, die Produktion am Wisserhof neu zu strukturieren und die Kapazitäten auszubauen. Die Produktionsleistung im Werk Wissen-Wisserhof kann dann von derzeit 65 bis 80 auf bis zu 150 Einheiten pro Woche gesteigert werden.
Moderne Fertigung und bessere Arbeitsbedingungen
Die Modernisierung der Produktion ist ein wesentlicher Baustein des laufenden Projekts. Verschiedene Maßnahmen sind bereits umgesetzt, weitere befinden sich derzeit in der Realisierung. Dazu gehören unter anderem teilautomatisierte Fertigungsstraßen, Roboterschweißanlagen sowie teilautomatisierte Beschichtungsanlagen.
Auch die Arbeitsbedingungen in der Fertigung werden im Zuge der Modernisierung weiterentwickelt. Optimierte Arbeitsplatzgestaltungen, ergonomische Handling-Anlagen für schwere Bauteile und großzügigere Materialtransportwege schaffen bessere Voraussetzungen für effiziente und zugleich mitarbeitergerechte Arbeitsabläufe.
Gleichzeitig sollen durch die Teilautomatisierung wiederkehrender und monotoner Arbeitsschritte abwechslungsreichere und anspruchsvollere Aufgaben entstehen. Die Nutzung und Steuerung moderner Anlagentechnik gewinnen damit für bestehende und zukünftige Fachkräfte zunehmend an Bedeutung. Auch bei der Beschichtung wird die bisherige Nasslackiertechnik schrittweise durch ein Pulverbeschichtungsverfahren ersetzt. Mit der Umstellung sollen die VOC-Emissionen des Beschichtungsprozesses deutlich reduziert werden.
Energieeffizienz und moderne Gebäudetechnik
Ein weiterer Schwerpunkt der Modernisierung liegt auf der Energieeffizienz. In den neu errichteten beziehungsweise modernisierten Bereichen kommen effiziente Fußbodenheizungssysteme zum Einsatz. Großflächige Photovoltaikanlagen sowie ein standortweites Energiemanagementsystem sollen eine möglichst effiziente Nutzung des am Standort erzeugten PV-Stroms ermöglichen.
Auch die Fertigungstechnik wird unter dem Aspekt der Materialeffizienz weiterentwickelt. Hochmoderne Zuschnittanlagen für Werkstoffplatten und Flachbleche ermöglichen eine präzisere Materialverarbeitung und sollen den Materialverschnitt signifikant reduzieren Die Beleuchtung des gesamten Standorts wurde bereits vollständig auf stromsparende LED-Technik umgestellt.
Modernes Büro- und Sozialgebäude in Stahl-Modulbauweise
Derzeit entsteht ein viergeschossiges Büro- und Sozialgebäude in Stahl-Modulbauweise mit einer Brutto-Grundfläche von rund 2.545 Quadratmetern. Der Neubau schafft moderne Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden: Neben Umkleide- und Waschräumen für die Produktionsmitarbeiter sowie einem Pausenraum entstehen 61 zusätzliche Arbeitsplätze und moderne Besprechungsräume.
Auch bei der Gebäudetechnik verfolgt KLEUSBERG einen nachhaltigen und energieeffizienten Ansatz. Das Gebäude erhält ein Gründach in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Für die Beheizung und Kühlung kommt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz. Die Warmwasserversorgung des Umkleide- und Waschbereichs erfolgt über eine Booster-Wärmepumpe. Damit unterstreicht KLEUSBERG auch bei diesem Neubau seinen Anspruch an eine zukunftsorientierte und ressourcenschonende Gebäudetechnik. Das Investitionsvolumen für das Büro- und Sozialgebäude beträgt rund 6,5 Millionen Euro.
Ehemaliger DALEX-Standort wird zum Werk 8
Ein weiterer wichtiger Schritt der Standortentwicklung ist die Übernahme der bislang von der DALEX Automation & Welding GmbH in Wissen genutzten Hallenflächen von der DALEX Grundstücksverwaltung eGBR. Die frei gewordenen Hallen mit einer Fläche von rund 8.800 Quadratmetern wurden von KLEUSBERG übernommen und in den Produktionsverbund integriert.
Der ehemalige DALEX-Standort wird als Werk 8 Teil des Produktionsverbunds von KLEUSBERG und bildet einen weiteren zentralen Baustein des Werkskonzepts am Standort Wissen.
Mit der zusätzlichen Fläche wird die Produktionsstruktur am Standort weiter neu geordnet. Als nächster Schritt ist die Verlagerung der kompletten Blechbearbeitung in die neuen Hallen vorgesehen. Darüber hinaus wird auch ein Teil des Logistikbereichs dorthin angesiedelt. Das bestehende fünfgeschossige Bürogebäude bietet zusätzliche Kapazitäten für die weitere Entwicklung des Standorts.
Mehr Raum für Ausbildung und Fachkräfte
Auch das Ausbildungszentrum für Stahl- und Holzverarbeitung wird am ehemaligen DALEX-Standort gebündelt. Perspektivisch soll das Ausbildungsangebot dort um weitere Berufsfelder erweitert werden.
Die Ausbildung junger Fachkräfte hat bei KLEUSBERG einen hohen Stellenwert. Aktuell werden 80 Auszubildende an 15 Standorten bundesweit in technischen und kaufmännischen Berufen qualifiziert. Mit den zusätzlichen Flächen in Wissen schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für eine deutliche Ausweitung der Ausbildungsaktivitäten am Standort.
Die wichtigsten Kennzahlen und Ziele auf einen Blick