195 Jahre
03.12.1828. Der Hochofen auf der Heinrichshütte wurde wieder angeblasen. Schon seit 1824 führte man, auf Vorschlag des Geheimrat Carsten, dem Eisenerz im Hochofen in steigender Menge, Kalkstein zu, durch diesen Arbeitsvorgang konnte Spiegeleisen leichter erzeugt werden. Das Spiegeleisen war ein sehr manganhaltiges Roheisen (18-22%), es ging nicht nur an die Ruhr oder ins Siegerland, sondern auch an Stahlwerke in der ganzen Welt. Man sagt auch, dass die Hütte die Geburtsstätte das Spiegeleisen wäre.
180 Jahre
1843. Waren im Siegerland 874 Gruben im Betrieb mit 3 860 Bergleuten und einer Förderung von ca. 117 000 to Erz.
100 Jahre
08.12.1923. Führte man die 10 Stunden Schicht im Weißblechwerk ein.
12.1923. Man führte die Rentenmarkscheine und neue Briefmarken ein, die Inflation war im Griff. Die Wirtschaft hoffte auf eine bessere Zukunft.
75 Jahre
12.1948. Wurde Ing. Hubert Geimer Direktionsassistent bei Dir. Dr. Schauff.
70 Jahre
08.12.1953. Nach längerer Unterbrechung hatte man auf der Alfredhütte wieder mit Sprengungen begonnen. In letzter Zeit war es öfter vorgekommen die abgesprengten Teile in den Ort flogen. Diesmal ging man vorsichtiger vor, unter Beachtung aller Vorschrifts- Maßnahmen.
09.12.1953. Gingen alle Gruben im Kreis Altenkirchen zur Erzbergbau Siegerland AG. über. Der Lokfuhrpark der Aufbereitung Alte Hütte stand ab jetzt unter Bergaufsicht und war als Grubenanschlussbahn konzessioniert.
12.1953. Bei den Hüttenwerken Siegerland AG. wurden in den letzten Monaten neun Verbesserungsvorschläge durch Geldprämien und vier mit Buchspenden ausgezeichnet. Unter den prämierten Vorschlägen befanden sich 4 Angehörige des Weißblechwerkes die mit Geldbeträgen ausgezeichnet wurden. So waren es Verbesserungen an den Stapelvorrichtungen unter anderem im Dressierwerk und besondere Einzelwerkzeuge für die Beizkörbe.
16.12.1953. Führte die DGR- Jugend der IG. Bergbau auf der Zentralenaufbereitung Alte Hütte ihre Weihnachtsfeier durch.
60 Jahre
17.12.1963. Verstarb in den Nachmittagsstunden Dr. Karl Grosse nach kurzer Erkrankung im alter von 91 Jahren. Am 22.05.1873 In Karlsruhe geboren, Studium in Karlsruhe und Berlin. Erste Anstellung bei Schuckert u. Co. in Nürnberg als Konstrukteur. Nach wenigen Monaten der Wechsel zum Georgs- und Marienburger Werk- und Hüttenverein in Osnabrück. Hier wurde er Betriebsassistent, dann Oberingenieur und Stellvertretender Betriebsdirektor. Mit 32 Jahren Eintritt als technisches Vorstandsmitglied in die Vereinigte Stahlwerke AG in Deutz. Auf seine Initiative wurde 1910 mit dem Bau des Weißblechwerkes in Wissen begonnen. Der Bau dieses Werkes darf ohne Frage als die Krönung seiner beruflichen Arbeit bezeichnet werden. 1917 wurde er Generaldirektor und übernahm die Leitung des Gesamtunternehmens. 1942 schied er aus dem Vorstand der HSW aus, um sich ganz als Aufsichtsratsvorsitzender dem heimischen Unternehmen zu widmen. 1944 wurde in Köln sein Haus durch einen Bombenangriff zerstört, den neuen Wohnsitz verlegte er nach Schönstein.