Nun ist die aktuelle Karnevalsession endgültig abgehakt.
Pünktlich um 18.11 Uhr am Aschermittwoch begann auf dem Wissener Marktplatz die trübe jeckenlose Zeit. Eine große Abordnung der heimischen KG hatte sich eingefunden, um Abschied zu nehmen. Die Sitzungspräsidentin Lisa Trapp sagte es in etwa so: „Du böser Karneval hast uns das Geld aus der Tasche gezogen und sollst Deinem verdienten Schicksal nicht entgehen“. Dann machte sich der Trauermarsch zu den dumpfen Trommelschlägen des Spielmannszugs „Alte Kameraden“ auf den Weg zur Siegbrücke im Unterdorf. Das mit Stroh ausgestopfte „Karnevalsmensch“ fuhr praktischerweise in einer Schubkarre mit. Auf der Brücke übergoss ein Vertreter der Karnevalsgesellschaft die Puppe mit Spiritus und zündete sie mit einer Fackel an. Das lichterloh Mensch fiel kopfüber ins Wasser und dürfte mittlerweile den Rhein erreicht haben. Auf dem Rückweg ins Vereinslokal klang der Spielmannszug dann wesentlich freundlicher. Und spätestens beim gemeinsamen Fischessen hatten die Karnevalisten zu ihrer guten Laune zurückgefunden und fieberten der nächsten Session entgegen. (bt)
Nach dem feierlichen Verbrennen des „Karnevalsmensch“ ging es mit leerer Schubkarre und in Begleitung der französischen Freunde zurück ins Vereinslokal der Wissener Karnevalsgesellschaft. Auf dem Weg dorthin besserte sich die Stimmung merklich und erreichte schließlich fast das Niveau der vergangenen Tage.