Eine prägende Persönlichkeit der regionalen Notfallversorgung zieht sich zurück: Fabian Peter, Gründer und Erster Vorsitzender der RescueGroup Westerwald e. V., wird zum 31.12.2026 sein Amt niederlegen und zugleich aus dem Verein austreten.
Mit dieser Entscheidung endet für ihn eine intensive und wegweisende Phase, die im Jahr 2018 mit der Gründung der Organisation begann. Aus einer anfänglichen Idee entwickelte sich innerhalb weniger Jahre eine etablierte und leistungsfähige Struktur, die heute fester Bestandteil der regionalen medizinischen Erstversorgung ist.
Ein bedeutender Meilenstein war die Einführung des First-Responder-Systems in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg im August 2020. Bei zahlreichen Einsätzen konnte seither wertvolle Zeit überbrückt werden - ein entscheidender Faktor in medizinischen Notfällen.
Besondere Herausforderungen prägten die vergangenen Jahre: Während der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie in der COVID-19-Pandemie war die RescueGroup Westerwald e. V. im Einsatz und leistete einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung.
Die Entscheidung zum Rücktritt erfolgte nach einem längeren persönlichen Abwägungsprozess und ist vor allem durch berufliche Veränderungen begründet. Im Zuge seiner ärztlichen Ausbildung wird Fabian Peter künftig überwiegend in Mainz tätig sein und kann die Anforderungen seiner bisherigen Funktion nicht mehr in dem Umfang erfüllen, den er selbst als notwendig erachtet.
„Der Verein braucht Raum für neue Impulse und Weiterentwicklung“, erklärt Peter. „Ich bin überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Verantwortung in neue Hände zu geben.“
Bis zum Jahresende wird er seine Aufgaben weiterhin vollumfänglich wahrnehmen und einen geordneten Übergang sicherstellen. Anschließend wird der Vorstand die Geschäfte kommissarisch weiterführen, bis eine Nachfolge gewählt ist.
Im Zuge dieser Veränderungen wird auch die langjährige Schatzmeisterin Stefanie Peter ihr Amt niederlegen und den Verein verlassen.
Rückblickend zeigt sich Fabian Peter vor allem dankbar für die Unterstützung und das Engagement zahlreicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. „Eine Organisation lebt von den Menschen, die sie tragen“, betont er. Die Entwicklung der vergangenen Jahre sei nur durch das gemeinsame Engagement vieler möglich gewesen.