Der Waschbär ist mit seiner Körperlänge zwischen 41 und 71 cm und einem Gewicht zwischen 3,6 und 9,0 kg ein niedliches Tier. Jedoch nimmt seine Population rasant zu und er wird damit zur Gefahr für unsere heimischen Tiere.
Waschbären sind Allesfresser und ernähren sich von wirbellosen Tieren, pflanzlicher Kost und Wirbeltieren. Daher fressen sie auch seltene Tierebeziehungsweise deren Nachwuchs, u.a. der bodenbrütende Kiebitz, Amphibien oder der Rotmilan sind hiervon betroffen. Außerdem können sie sehr gut klettern, daher räumen sie auch die Nester von Singvögeln, Falken, Habicht etc. aus.
Zudem nehmen Waschbären ansässigen Tieren die Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten weg. So wohnen sie gerne in Baumhöhlen und besetzen den Nistplatz der Eulen.
Über Flöhe, Läuse oder Zecken können Waschbären Krankheiten auf den Menschen oder Haustiere übertragen. Außerdem können sie infektiöse Krankheiten wie Staupe und Panleukopenie in der Tierwelt verbreiten. Der Kot des Waschbären kann Eier des gefährlichen Waschbär-Spulwurms enthalten. Der kann zu Organversagen, Erblindung oder in seltenen Fällen sogar bis zum Tod führen.
Für das Gebiet der Europäischen Union ist der Waschbär mit Wirkung zum 3. August 2016 in die Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung aufgenommen. D.h. die Mitgliedsstaaten verpflichten sich die Ausbreitung massiv einzudämmen.
| Wir bitte Sie daher folgende Tipps zu befolgen: | |
| - | Bewahren Sie Mülltonnen und Abfälle unzugänglich auf oder sichern Sie Behältnisse mit starken Spanngummis. Stellen Sie die Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt auf |
| - | Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür gestellt werden |
| - | Werfen Sie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den Kompost, Garten- und Gemüsereste sind hingegen unproblematisch |
| - | Futter für Haustiere sollten nicht über Nacht im Garten oder auf der Terrasse belassen werden |