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INFORM - Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg
Ausgabe 20/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Ehrenamt sichert Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte

Ehrenamtler im Einsatz Foto: NABU/ Karin Rohrbach-Gramsch

Dreifelden - Seit einigen Jahren engagieren sich am Dreifelder Weiher zahlreiche Ehrenamtliche für den Schutz von Kröten, Fröschen und Molchen. Jedes Frühjahr errichten sie rund 700 Meter Schutzzäune, kontrollieren diese regelmäßig und setzen die Tiere behutsam an ihre Laichgewässer um. Auch die Bestimmung und Dokumentation der Amphibien gehört zu ihrem Einsatz.

Das ehrenamtliche Engagement, das über den NABU Kroppacher Schweiz koordiniert wird, ist für den Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte von großer Bedeutung. „Auf das Engagement der Ehrenamtlichen am Dreifelder Weiher ist seit Jahren Verlass. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Schutz der heimischen Amphibien“, sagt Inés Noll, Schutzgebietsmanagerin der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

Der langjährige ehrenamtliche Einsatz hat auch strukturelle Verbesserungen angestoßen: Im Zuge der Straßensanierung der K2 wurden gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz feste Amphibiendurchlässe eingeplant, die die Wanderung der Tiere künftig sicherer machen und die ehrenamtliche Arbeit sinnvoll ergänzen.

In der aktuellen Saison ist der Einsatz besonders wichtig: Aufgrund von wasserbaulichen Sanierungsarbeiten ist der Dreifelder Weiher derzeit abgelassen und steht somit den Amphibien nicht als Laichgewässer zur Verfügung. Dank der tatkräftigen Unterstützung vor Ort, unter anderem durch die Verbandsgemeinde Hachenburg, konnten Kleingewässer aufgewertet und mehrere Ersatztümpel angelegt werden, die den Tieren nun als Ausweichlebensräume dienen. Diese Gewässer werden von den Ehrenamtlichen intensiv betreut.

Das NABU-Projektbüro in Freilingen unterstützt die Aktivitäten der NABU-Gruppen an der Westerwälder Seenplatte, vor allem durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. „Uns ist es wichtig, transparent über die Aktivitäten von NABU-Akteuren an der Westerwälder Seenplatte zu informieren. Wir wissen, wie wichtig dieser wertvolle Naturraum für die Menschen vor Ort ist und dass auch das ehrenamtliche Engagement mit dieser Verbundenheit wächst“, erklärt Marion Wasser NABU-Projektleiterin – Projekt „Natürlich mehr Se(h)en“.

Der Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte zeigt, wie viel durch kontinuierliches ehrenamtliches Engagement vor Ort erreicht werden kann. Jahr für Jahr tragen die Ehrenamtlichen dazu bei, wertvolle Lebensräume zu sichern und den Schutz der Amphibien dauerhaft zu verbessern.

Die Öffentlichkeitsarbeit findet im Rahmen des Projektes „Natürlich mehr Se(h)en“ statt, welches vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.