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INFORM - Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg
Ausgabe 28/2026
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Satzung der Stadt Hachenburg über die Erhebung von Friedhofsgebühren vom 23.06.2026

Der Stadtrat hat auf Grund des § 24 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz (GemO) und § 8 Nr. 5 Bestattungsgesetz (BestG) sowie der §§ 2 Abs. 1, 7 und 8 des Kommunalabgabengesetzes (KAG) folgende Satzung beschlossen, die hiermit bekannt gemacht wird:

§ 1

Allgemeines

(1) Für die Benutzung der Einrichtung des Friedhofswesens im Steinweg und in der Koblenzer Straße (Hachenburg Altstadt) und ihrer Anlagen werden Benutzungsgebühren erhoben. Die Gebührensätze ergeben sich aus der Anlage zu dieser Satzung.

(2) Soweit und sobald seitens der Stadt Hachenburg Umsatzsteuer an die Finanzverwaltung abzuführen ist, ist ab diesem Zeitpunkt für die der Umsatzsteuerpflicht unterliegenden Gebührenpositionen zusätzlich die Umsatzsteuer in gesetzlicher Höhe zu entrichten. Maßgebend ist der Steuersatz zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Zahlung. Es erfolgt eine separate Ausweisung im Gebührenbescheid.

§ 2

Gebührenschuldner

Gebührenschuldner sind:

1.

bei Bestattungen die Personen, die nach § 13 Bestattungsgesetz (BestG) verantwortlich sind, und der Antragsteller,

2.

bei Umbettungen und Wiederbestattungen der Antragsteller.

§ 3

Entstehung der Ansprüche und Fälligkeit

(1) Die Gebührenschuld entsteht mit der Inanspruchnahme der Leistungen nach der Friedhofssatzung, bei antragsabhängigen Leistungen mit der Antragstellung.

(2) Die Gebühren werden innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des Gebührenbescheids fällig.

§ 4

Inkrafttreten

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Satzung über die Erhebung von Friedhofsgebühren vom 25.11.1998 außer Kraft.

Hachenburg, den 23.06.2026
Leukel
Stadtbürgermeister

Anlage zur Satzung

der Stadt Hachenburg über die Erhebung von Friedhofsgebühren vom 23.06.2026

A)  Reihengrabstätten

Überlassung einer Reihengrabstätte an Berechtigte für

1.  Erdbestattungen für Verstorbene

a) bis zum vollendeten 5. Lebensjahr

110 Euro

b) vom vollendeten 5. Lebensjahr ab

300 Euro

2.  Urnenreihengrabstätte

200 Euro

3.  anonyme Reihengrabstätte

1.200 Euro

4.  anonyme Urnengrabstätte

1.200 Euro

5.  Wiesengrabstätte als Erdbestattung

1.800 Euro

6.  Wiesengrabstätte als Urnenbestattung

1.500 Euro

B)  Gemischte Grabstätten

Verleihung eines Nutzungsrechts für gemischte Grabstätten an Berechtigte

110 Euro

C)  Verleihung von Nutzungsrechten an Wahlgrabstätten

Nutzungsrecht für Wahlgrabstätten an Berechtigte

1.  Verleihung für

a)  eine Einzelgrabstätte

800 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

1.600 Euro

2.  Verlängerung des Nutzungsrechtes bei späteren Bestattungen je Jahr für

a)  eine Einzelgrabstätte

35 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

65 Euro

3.  Für die Wiederverleihung des Nutzungsrechts nach Ablauf der ersten Nutzungszeit werden die gleichen Gebühren wie nach Nr. 1. erhoben.

D) Verleihung von Nutzungsrechten an Urnenwahlgrabstätten

Nutzungsrecht für Urnenwahlgrabstätten an Berechtigte

1.  Verleihung für

a)  eine Einzelgrabstätte

200 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

400 Euro

2.  Verlängerung des Nutzungsrechtes bei späteren Bestattungen je Jahr für

a)  eine Einzelgrabstätte

15 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

30 Euro

3.  Für die Wiederverleihung des Nutzungsrechts nach Ablauf der ersten Nutzungszeit werden die gleichen Gebühren wie nach Nr. 1 erhoben.

E)  Verleihung von Nutzungsrechten an Urnenwandfach

Nutzungsrecht für Urnenwandfach an Berechtigte

1.  Verleihung für

a) die Dauer nach § 10 der Satzung der Stadt Hachenburg über das Friedhofs- und Bestattungswesen

500 Euro

b) für jedes weitere Jahr

50 Euro

2.  Verleihung des Nutzungsrechts bei Zweitbelegung je Jahr

50 Euro

F)  Ausheben und Schließen der Gräber

1. Für das Ausheben und Schließen der Gräber werden die der Stadt in Rechnung gestellten Kosten als Gebühren erhoben.

2. Für das Ausheben und Schließen von Urnengrabstätten durch den städtischen Bauhof wird eine Pauschale erhoben

100 Euro

3. Bei Bestattungen und Beisetzungen an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen wird ein Zuschlag berechnet von

50 v.H.

4. Für das Öffnen und Schließen des Urnenwandfaches sowie das Anbringen der Namenstafel

50 Euro

G)  Namenstafel

Für das Anbringen einer Namenstafel einschließlich Beschriftung werden die durch Dritte berechneten Kosten als Gebühr erhoben.

H)  Benutzung der Leichenhalle

1.  Für die Aufbewahrung einer Leiche bis zu 4 Tagen

150 Euro

für jeden weiteren Tag

50 Euro

2.  Für die Nutzung der Trauerhalle

100 Euro

I)  Ausgraben und Umbetten von Leichen und Urnen

1. Das Ausgraben und Umbetten von Leichen wird durch gewerbliche Unternehmen vorgenommen. Die hierbei entstandenen Kosten sind von den Gebührenschuldnern als Auslagen zu ersetzen.

2. Für das Ausgraben und Umbetten werden die entstandenen Kosten als Gebühren erhoben.

J)  Einebnen und Entfernung der Grabstätte

Die Gebühr ist im Voraus bei dem Erwerb des Nutzungsrechts an der Grabstätte bzw. bei der Beerdigung zu entrichten.

Bei Gräbern, die vor in Kraft treten dieser Satzung angelegt wurden, fallen die Gebühren bei der Einebnung an.

1.  Erdbestattungen für Verstorbene

a)  bis zum vollendeten 5. Lebensjahr

500 Euro

b)  vom vollendeten 5. Lebensjahr ab

750 Euro

2.  Urnenreihengrabstätte

500 Euro

3.  Wiesengrabstätte als Erdbestattung

100 Euro

4. Wiesengrabstätte als Urnenbestattung

100 Euro

5.  Wahlgrabstätten als Erdbestattung

 

a)  eine Einzelgrabstätte

750 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

1.000 Euro

6.  Wahlgrabstätten als Urnenbestattung

 

a)  eine Einzelgrabstätte

500 Euro

b)  eine Doppelgrabstätte

500 Euro

7.  Urnenwandfach

100 Euro

Hinweis

Es wird darauf hingewiesen, dass Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz oder aufgrund dieses Gesetzes zustande gekommen sind, ein Jahr nach der Bekanntmachung als von Anfang an gültig zustande gekommen gelten.

Dies gilt nicht, wenn

1.

die Bestimmungen über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung, die Ausfertigung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind oder

2.

vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist die Aufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet oder jemand die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschriften gegenüber der Stadt Hachenburg oder der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg, Gartenstraße 11, 57627 Hachenburg, unter Bezeichnung des Sachverhaltes, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht hat.

Hat jemand eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 2 geltend gemacht, kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen.

Hachenburg, den 23.06.2026
Im Auftrag
Schäfer