Eine gute und verlässliche medizinische Versorgung gehört zu den wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität der Menschen in unserer Region. Gerade im ländlich geprägten Raum ist es von zentraler Bedeutung, dass Patientinnen und Patienten wohnortnah Zugang zu Hausärzten, Fachärzten und spezialisierten medizinischen Leistungen haben. Für die Verbandsgemeinde und die Stadt Ransbach-Baumbach hat dieses Thema daher eine große kommunalpolitische Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund fand ein intensiver und konstruktiver Austausch mit Bürgermeister Michael Merz, den Bundestagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet (SPD) und Harald Orthey (CDU), dem Unternehmer Daniel Steudter, den Ärzten Dr. Klaus Fischer und Sven Wacker sowie der Pflegesachverständigen Frau Andrea Dommermuth statt. Den Beteiligten war es wichtig, alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam über die aktuelle Situation der ärztlichen Versorgung zu sprechen und Perspektiven für die Zukunft unserer Region zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand insbesondere die Situation von Hausarzt Sven Wacker. Mit großem Engagement hat er seine neue Praxis am Standort Ransbach-Baumbach aufgebaut und damit bereits einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Infrastruktur vor Ort geleistet. Aktuell liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung sein Antrag vor, künftig wieder eine kardiologische Versorgung anbieten zu können. Eine solche spezialisierte Fachversorgung wäre für viele Patientinnen und Patienten in unserer Region von großer Bedeutung, da sie längere Wege zu entsprechenden Fachärzten vermeiden und eine wohnortnahe Behandlung ermöglichen würde.
Es ist ein wichtiges Anliegen, dass Ärztinnen und Ärzte, die sich bewusst für unsere Region entscheiden und hier investieren, die notwendigen Rahmenbedingungen vorfinden, um ihre medizinischen Leistungen anbieten zu können. Wenn die fachlichen Voraussetzungen vorliegen, sollte es selbstverständlich sein, dass entsprechende Fachleistungen auch für die Menschen vor Ort erbracht werden können.
Gleichzeitig wurde im gemeinsamen Austausch deutlich, dass in unserer Region insgesamt ein wachsender Bedarf an Fachärztinnen und Fachärzten besteht. Besonders eindrücklich wurde auch die Situation im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin angesprochen. Viele Eltern stehen derzeit vor großen Herausforderungen, zeitnah einen Kinderarzttermin für ihre Kinder zu erhalten. Die Sorgen und Nöte der Familien sind spürbar und zeigen, wie dringend hier Lösungen gefunden werden müssen.
Aus Sicht der Verbandsgemeinde und der kommunalen Ebene ist eine starke medizinische Infrastruktur ein entscheidender Standortfaktor. Sie trägt wesentlich zur Attraktivität unserer Region als Wohn-, Arbeits- und Lebensort bei. Familien, ältere Menschen, Unternehmen und Fachkräfte achten zunehmend darauf, ob eine gute gesundheitliche Versorgung vor Ort gewährleistet ist. Deshalb ist es unsere gemeinsame Verantwortung, uns aktiv für den Erhalt und den Ausbau dieser Strukturen einzusetzen.
Umso wichtiger war es, dass Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Landespolitik und Bundespolitik gemeinsam mit engagierten Ärzten und Akteuren aus der Region an einem Tisch zusammengekommen sind. Der offene und sachliche Austausch hat deutlich gemacht, dass alle Beteiligten das gleiche Ziel verfolgen: eine stabile, verlässliche und zukunftsfähige medizinische Versorgung für die Menschen in der Stadt und der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach.
Mein herzlicher Dank gilt allen Gesprächspartnern für ihr großes Engagement, ihre Offenheit und die konstruktiven Beiträge. Nur im gemeinsamen Dialog zwischen Ärzteschaft, Politik und regionalen Akteuren können tragfähige Lösungen entstehen.
Am Ende des Gesprächs waren sich alle einig: Wir bleiben gemeinsam an diesem wichtigen Thema dran und setzen uns weiterhin mit Nachdruck dafür ein, die hausärztliche und fachärztliche Versorgung in unserer Region zu stärken und langfristig zu sichern – im Schulterschluss von Kommunalpolitik, Landespolitik und Bundespolitik.