Harry Neumann/Naturschutzinitiative e.V.: „Beschissene Beine“ sind beim Storch kein Malheur Das Bild des sich auf einem Heuballen streckenden Storches zeigt ein interessantes Verhalten der Störche. Sie schmieren sich ihre Beine besonders in heißen Jahreszeiten mit ihrem Kot als Sonnenschutzmittel ein.
Derzeit können Trupps von ca. 20 Weißstörchen im Westerwald beobachtet werden. Die Größen können tagesweise variieren und betragen derzeit zwischen 4 bis 26 Individuen.
Die Beobachtung spiegelt nach Auskunft von Dipl. Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der Naturschutzinitiative e.V. (NI), die positive Bestandsentwicklung beim Weißstorch wider. „Derzeit können in den Trupps neben erwachsenen Vögeln auch schon diesjährige flügge Jungvögel ausgemacht werden. Ein markantes Kennzeichen des Weißstorchs, sein roter Schnabel, bildet sich erst nach dem Flügge werden heraus. Die Nestlinge hingegen haben noch schwarze Schnäbel. Derzeit sieht man Tiere, die einen überwiegend schon rötlichen Schnabel mit schwarzer Spitze haben“, so Immo Vollmer.
Die derzeit zu beobachtenden Störche sind aber nicht die Tiere, die im Westerwald erbrütet wurden, sondern sie kommen von weiter her. Mit der im Westerwald verbreiteten Wiesennutzung besteht ein Anreiz für Nichtbrüter und Brutabbrecher, eine besonders nach Mahdereignissen ergiebige Nahrungsquelle aus verunglückten Kleintieren oder den zahlreichen Heuschrecken und Käfern zu nutzen.