Die vergangenen Wochen haben uns deutlich gezeigt, wie schnell aus Trockenheit eine Gefahr werden kann. Unsere Feuerwehr musste in letzter Zeit bereits mehrfach zu Bränden auf Wiesen und Freiflächen sowie auch in Waldgebieten ausrücken und Feuer bekämpfen.
Das sollte uns allen zu denken geben.
Gerade bei der derzeit trockenen Witterung reicht oft schon eine kleine Unachtsamkeit aus, um trockenes Gras, Laub oder die Vegetation im Wald zu entzünden. Was mit einer kleinen Rauchentwicklung beginnt, kann sich innerhalb kurzer Zeit zu einem größeren Feuer entwickeln.
Deshalb möchten wir als Ordnungsamt an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren: Bitte helfen Sie mit und vermeiden Sie alles, was einen Brand verursachen könnte.
Ganz besonders wichtig: Das Rauchen im Wald ist in Rheinland-Pfalz ganzjährig verboten. Auch glimmende Gegenstände dürfen im Wald und innerhalb von 100 Metern zum Wald nicht weggeworfen oder sonst unvorsichtig gehandhabt werden.
Es geht dabei nicht nur um eine Vorschrift.
Es geht um unseren Wald, unsere Natur, um Tiere und Pflanzen - und auch um unsere Feuerwehrleute, die im Ernstfall ausrücken müssen.
Ein Wald- oder Flächenbrand ist für die Einsatzkräfte häufig eine besondere Herausforderung. Die Feuerwehr muss unter schwierigen Bedingungen an die Brandstelle gelangen, Löschwasser heranführen und verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.
Hinzu kommt: Auch Wasser ist gerade in der trockenen Jahreszeit keine unbegrenzt verfügbare Ressource. Bei größeren oder mehreren Brandeinsätzen wird sehr viel Löschwasser benötigt. Dieses muss teilweise über längere Strecken herangeführt oder durch Tanklöschfahrzeuge bereitgestellt werden. Je länger und größer ein Brand ist, desto größer ist auch der Aufwand für die Wasserversorgung. Ferner ist auch unser Trinkwasser knapper geworden durch die andauernde Hitze.
Gerade deshalb sollten wir alles daransetzen, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen.
Unsere Feuerwehr war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach gefordert. Jeder zusätzliche Brand bedeutet für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte einen weiteren Einsatz - häufig verbunden mit erheblichem körperlichem Einsatz und nicht zuletzt auch mit Gefahren für die eigenen Einsatzkräfte.
Deshalb unsere Bitte an alle:
Bitte rauchen Sie nicht im Wald. Werfen Sie keine Zigaretten oder andere glimmende Gegenstände achtlos weg. Verzichten Sie auf offenes Feuer und achten Sie auch beim Abstellen von Fahrzeugen darauf, dass heiße Fahrzeugteile nicht mit trockenem Gras oder anderer trockener Vegetation in Berührung kommen.
Und wenn Sie unterwegs sind und Rauch oder einen Brand entdecken:
Bitte handeln Sie sofort und wählen Sie den Notruf 112.
Je früher ein Brand gemeldet wird, desto größer ist die Chance, dass die Feuerwehr ihn schnell unter Kontrolle bekommt.
Wir alle können einen kleinen Beitrag leisten. Ein bisschen Aufmerksamkeit und gesunder Menschenverstand können verhindern, dass unsere Feuerwehr überhaupt erst wegen eines vermeidbaren Brandes ausrücken muss.
Bitte nehmen Sie die aktuelle Trockenheit ernst und helfen Sie mit, unsere Wälder und Flächen zu schützen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Rücksichtnahme.