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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 10/2020
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Fußballfieber bei den Narren in Rennerod

Unzählige närrische Zuschauer trieben es bei der Prunksitzung des RKV in der Westerwaldhalle bunt. Ein prall gefülltes Programm sorgte über mehr als fünf Stunden lang für beste Stimmung in der Narrhalla.

Der Renneroder Karnevalsverein bot in dieser Session eine Sitzung mit gut gemixten Widersprüchen. Eigentlich war es eine Mischung zwischen Kappensitzung und Superparty - ganz nach dem Geschmack des bunt gemischten Publikums. Das altbackene „Kölner Schunkel-Feeling“ stand nicht im Vordergrund. Es wurde von einer modernen eindrucksvollen Lichtshow, Feuersäulen, fetziger Musik und einem fantastischen Bühnenbild (von Andreas Hering) abgelöst. „Karneval pur“ wurde trotzdem geboten. Das närrische Publikum wurde mit witzig frechen Büttenreden, supertollen Gesangs- und Tanzeinlagen, sowie fabelhaften Showeinlagen in Hochstimmung versetzt.

Eröffnet wurde das närrische Treiben, nach dem Einmarsch von Fahne und Garde, von Präsident Thomas Grahl. Er verstand es fabelhaft die Pausen zwischen den Darbietungen gekonnt witzig zu überbrücken. Das Dreigestirn, Leon Hering, Philipp Röttger und Nils Bruch, stellte sich vor und hatte sogleich einige Aufgaben für die Garde parat.

Maulwurf und Protokoller Carsten Geiß kam herrlich bissig stichelnd zu Wort. „Helau, oh ihr Narren, ihr seht mich hier stehn, das hoffe ich zumindest, denn ich kann ja nix sehn. Ich grabe den Mist um und wühle im Dreck und hol, was verborgen, aus seinem Versteck“. Geiß ging auf aktuelle Geschehnisse ein, stellte eine Partei an den Pranger und auch Gretas Eltern kamen nicht sonderlich gut weg. Der Frauenchor Rennerod hatte sich das diesjährige Motto „100 Jahre Fußballverein Rennerod“ auf die Fahne geschrieben. Die Damen überzeugten nach dem „Anstoß“ mit einem Ministrip und waren dann „Happy“. Ein wirklich netter Auftrillt mit kleiner Show und gutem Gesang.

Werner Simon klagte sein Leid als „Vollzeitrentner“. Der arme Kerl, denkt man sofort, wenn er über seinen mehr als vollen Terminkalender spricht. Kaum hatte man sich vom Mitleid erholt, herrschte „Pussyterror“. Mit der flotten Showeinlage stellten sich die Klassefrauen als Damen-Elferrat 2021 vor. Wenn die so weitermachen, wie das Publikum sie jetzt kennen lernte, kann man sich auf die Sitzung im Soldatenfreizeitheim in 2021 freuen.

Die Partyzone eröffneten dann „The Kolbs“ mit heißen Rhythmen. Als leicht gestresster „Bauherr“ outete sich Adrian Stickel. Was er so an Behördengängen, Baubeginn bis Richtfest hinter sich hatte, stellte er lustig dar und erntete dafür wohl verdienten Beifall. Der Elferrat Rennerod war natürlich auch nicht tatenlos. In der Showeinlage „Aktuelles Sportstudio“ ludt er berühmte Fußballer ein. Unter ihnen auch „Loddar“ der bekanntlich 5 mal verheiratet war. Ein Ratschlag kam dann auch postwendend von „Maite Kelly und Roland Kaiser“, die gesanglich nachfragten: “Warum hast du nicht nein gesagt?“ Zwischen den Darbietungen wurden die bunt gekleideten Jecken mit Tanzdarbietungen verwöhnt. Die Mädchen der Tanzgruppen waren nicht nur eine Augenweide, sondern zeigten Können auf sehr hohem Niveau. Die Emotions wurden zeitweise von den Gardisten unterstützt. Sie glänzten dann zusätzlich mit akrobatischen Einlagen. Wunderbar war natürlich auch die Tanzgruppe aus Westernohe mit einem Gardetanz. Der Nachwuchs, die süßen Mädchen der 2016 gegründeten „Diamonds“ startete ebenfalls mit Feuereifer und einem tollen Tanz durch. Als Unterstützung für die Diamonds erhielt der RKV eine Spende des Max und Moritz-Basar in Höhe von 500 Eauro. Der RKV bedankt sich an dieser Stelle nochmals.

Gute Laune verbreiteten auch die Damen des FVR 1920 mit ihrem netten und schwungvollem Auftritt. Aber auch die tanzenden Männer kamen beim Publikum super gut an. Das Männerballett „Danceboys Hellenhahn“ erntete wahre Jubelstürme. 22 gestandene Kerle im Alter zwischen 18 und 67 Jahren zeigten sich mal elegant, mal akrobatisch, verpackt in einer perfekten Tanzshow. Klasse waren auch die Tänzer der „Podemer Bouwe“ die am späteren Abend auftraten. Die beliebten „Kolbs“ sorgten später noch bis in die frühen Morgenstunden für eine super Partylaune. Elke Hufnagl