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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 26/2022
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Neugestaltete Schulsportanlage der ‚Schellenberg-Grundschule‘ offiziell eingeweiht

Die Freude über die Einweihung der neuen Multifunktions-Sportanlage stand den Offiziellen und den Kindern ins Gesicht geschrieben (hinten von rechts: Verbandsbürgermeister Gerrit Müller, Schulleiterin Anja Pfeil-Stickel, Büroleiter der Verbandsgemeinde Konrad Groth, Ortsbürgermeisterin Birgit Schmidt).

Ein von den Schülerinnen und Schülern der ‚Schellenberg-Grundschule‘ hübsch gestaltetes großes Transparent kündete es an „Herzlich willkommen“. So hieß es zur offiziellen Einweihung und Übergabe des komplett neugestalteten Multifunktions-Sportfeldes. Dazu hatten die Grundschule sowie die Verbandsgemeinde als Schulträger eingeladen.

In leuchtendem Rot präsentiert sich die Sportfläche und ersetzt die bisherige Sport- und Freizeitfläche, die wegen ihrer Oberflächenbeschaffenheit nur bei geeigneter Witterung genutzt werden konnte. Der von der Verbandsgemeinde Rennerod geplante Umbau des bestehenden Bolzplatzes zu einem Multifunktionsspielfeld mit Kunststoffbelag einschließlich integrierter 50-m Laufbahn und Weitsprunggrube erhöht die Anzahl der möglichen sportlichen Aktivitäten sowie möglichen Nutzungszeiten und reduziert durch die Oberflächenbeschaffenheit das Verletzungsrisiko auf ein Mindestmaß. Zur Erhöhung der Schulsportmöglichkeiten wurden auf dem geplanten Multifunktionsspielfeld dauerhafte Markierungen für die Durchführung der Ballsportarten Fußball, Volleyball und Basketball aufgebracht. Neben diesen Sportarten können innerhalb der geplanten Markierungen noch vielfältige Aktivitäten (z.B. Völkerball, Fußballtennis, Handball, Hockey usw.) durchgeführt werden. Die Weitsprunggrube ist mit zwei über das Kleinspielfeld führende Anlaufbahnen von jeweils 31 m Länge ausgestattet. An der südlichen Längsseite des Kleinspielfeldes ist die für drei Starter ausgelegte 50-m Laufbahn angeordnet. Im Bereich der Weitsprunganlage wurde eine Teilfläche als Warte- und Pausenfläche mit einer Oberfläche aus Betonsteinpflaster angelegt. Hier ist auch eine Gerätebox für die witterungsgeschützte Lagerung der mobilen Ausrüstungsgegenstände errichtet. An der nördlichen Längsseite ist für Sportler und Zuschauer eine einreihige Sitztribüne mit einer Höhe von ca. 40 - 50 cm aus Betonfertigteilen hergestellt. Zur Geländesicherung wurden an der südlichen Längsseite Mauerwinkel mit einer Ansichtsfläche bis ca. 1,75 m Höhe notwendig und außenseitig eine zweireihige Bepflanzung als Sichtschutz vor die Mauerwinkel gepflanzt und der Platz mit Abfalleimern und einem Gerätehaus ausgestattet.

Schulleiterin Anja Pfeil-Stickel freute sich, dass die Einweihungsfeier in einem so schönen großen Rahmen stattfinden konnte und Gäste aus allen Bereichen begrüßt werden konnten. „Wir hätten im Vorfeld nie daran gedacht, dass unser nasser Bolzplatz durch eine solche gelungene Sportanlage ersetzt werden könnte. Seit der Fertigstellung wird diese täglich genutzt und war gerade unter den erschwerten (coronabedingten) Unterrichtsbedingungen ein Glücksfall. So oft es ging hatten wir sportliche Aktivitäten im Rahmen des Möglichen stattfinden lassen. Wir sagen herzlichen Dank allen, die für die Erstellung der Sportanlage verantwortlich waren“. Vom Fortgang der Arbeiten hatte der Viertklässler Jason ein mit Beifall bedachtes Video gedreht, das auf einem Großbildschirm vorgeführt wurde.

Gerrit Müller, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, der mit Büroleiter Konrad Groth zur Übergabe der Sportanlage gekommen war, sagte: „Welch ein toller Anblick. Schule ist auch das Umfeld und das Schulgelände. Das Geld, in Schulen angelegt, trägt die allerhöchsten Zinsen. Schule ist ein Stück Familie und Gemeinde.“ Er führte weiter aus: „Wir hatten den Standort Hellenhahn-Schellenberg etwas vor uns hergeschoben, bis wir Bestandssicherheit hinsichtlich des Schulstandortes hatten. Nun haben wir auch hier ein neues multifunktionales Sportfeld mit zeitgemäßem Belag. Somit sind alle fünf Grundschulen in der Verbandsgemeinde gleichgestellt“. Die Kosten bezifferte Müller mit 450.000 € und seien aus Eigenmitteln der Verbandsgemeinde ohne Zuschüsse aufgebracht worden. Der Bürgermeister dankte allen, die zum Gelingen der Sportstätte beigetragen hatten. Dazu auch der Nachbarschaft, die lange Zeit Baulärm ertragen musste. Er rief die Schulgemeinschaft auf: „Nutzt den Platz in seinen vielfältigen Möglichkeiten und habt Spaß und Freude daran.“

Den kirchlichen Segen erteilte für beide Konfessionen Eva-Maria Henn, Gemeindereferentin i.R. von der katholischen Kirchengemeinde, die auch für ihren Amtskollegen Gemeindediakon Ralf Priebe sprach. „Gott, wir danken für die Freude, die wir durch Spiel und Sport erfahren. Segne diese Sportanlage, die durch das Bemühen vieler errichtet wurde. Erfülle alle, die hier Sport treiben, mit gegenseitiger Achtung und Hilfsbereitschaft.“

Schülerinnen und Schüler der 1.- 4. Klasse erfreuten mit zahlreichen Beiträgen, unter anderem mit einem Gedicht mit passender Powerpoint-Präsentation „Ein Traum wird wahr, ihr könnt es sehn. Wir können auf einen eigenen Sportplatz gehen.“

Danach konnte gefeiert werden. Fleißige Helfer der örtlichen Feuerwehr, die Elternschaft und der Schulhausmeister Michael Groß hatten schattenspendende Zelte aufgebaut und Sitzgarnituren aufgestellt.

Die Eltern der Schülerinnen und Schüler hatten eifrig Kuchen gebacken und boten in einer Cafeteria auch Kaffee und kühle Getränke an. Der Erlös hieraus wird über das Bündnis „Wäller helfen“ der Ukrainehilfe gespendet.

Die Kinder aber konnten nun die neue Sportanlage entern. Sieben Spielstationen waren aufgebaut. Wer alle absolviert hatte, durfte in eine „Schatzkiste“ greifen. Nicht nur die Sonne strahlte an diesem Nachmittag, sondern auch die Kinder ob der tollen Sportanlage. (Willi Simon)