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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 27/2026
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Versteckt statt gestohlen: Renneroder beleben alte Kirmestradition - Kirmesbaum auf Abwegen

 

Die alte Tradition, einen Kirmesbaum zu „klauen“, gibt es in vielen Westerwälder Orten. In Rennerod jedoch ist dies seit so vielen Jahren nicht passiert, dass mit einer solchen Aktion in diesem Jahr von der Kirmesgesellschaft wahrhaft nicht zu rechnen war.

Es stellte sich allerdings heraus, dass es gut ist, immer auf das Unmögliche vorbereitet zu sein. Vor allem, wenn Menschen wie Edgar Reuscher im Ort leben und immer für eine wilde Idee gut sind… schließlich hat er bereits vor über 30 Jahren schon mehrere Kirmesbäume und einen Hammel „in Gewahrsam genommen“.

In diesem Jahr hatte er die Idee, die „Kirmes etwas aufzufrischen“ und fand mit Thomas Grahl und Lucas Leither zwei willige Mitstreiter.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde also, kurzentschlossen und doch sehr akribisch geplant, der diesjährige Kirmesbaum vor dem Zugriff Unbefugter (und damit unvermeidlich auch kurzzeitig vor der Kirmesgesellschaft) „gesichert“. Eigentlich zwar nur wenige Meter vom ursprünglichen Lagerplatz entfernt und doch so hervorragend getarnt und versteckt, konnte sichergestellt werden, dass der Baum nicht beschädigt oder entwendet wurde.

Die Kirmesgesellschaft konnte sich somit mit den anderen Vorbereitungen für die Kirmes beschäftigen und musste sich nicht um den Baum „sorgen“.

Beim pünktlichen „Liefern frei Baustelle“ und Aufstellen des Kirmesbaums am Samstag sowie beim anschließenden Feiern konnten sich alle Beteiligten ebenfalls wieder auf die tatkräftige Unterstützung von Edgar Reuscher, Thomas Grahl und Lucas Leither verlassen.

Sowohl das Baumstellen als auch die Kirmes waren wieder ein voller Erfolg und die Geschichte des diesjährigen „Baum-Sicherns“ ist bereits über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus auf breite positive Resonanz gestoßen.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerrit Müller und Stadtbürgermeister Raimund Scharwat zeigten sich sehr erfreut, dass die anfängliche Aufregung einen guten Ausgang genommen und die Kirmes einen weiteren unterhaltsamen Gesprächsstoff gefunden hat.