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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 3/2022
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Familienzentrum Sprach-Kita „In der Falterswiese“ Rennerod stellt sich vor

Die Kita „In der Falterswiese“ kann bis zu 107 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren betreuen. Die Trägerschaft der kommunalen Sprach-Kita obliegt der Stadt Rennerod. Das Team der Kita besteht aus Erzieherinnen und Erziehern mit den unterschiedlichsten Qualifikationen und Fachkenntnissen. Vielfalt zeichnet die Mitarbeiter aus und die unterschiedlichsten Weiterbildungen und Fähigkeiten kommen den Kindern und ihren Familien zugute. Zertifizierte Sprachfachkräfte bieten dem Team Unterstützung bei der alltagsintegrierten Sprachförderung sowie der kollegialen Beratung. Die interkulturellen Fachkräfte sowie die Elternbegleiterinnen intensivieren die Zusammenarbeit mit den Familien und unterstützen das „Vorbildliche interkulturelle Miteinander“. Die Fachkräfte für Kleinkindpädagogik stimmen die Rahmenbedingungen, die pädagogische Arbeit sowie konkrete Spiel- und Lernangebote im Alltag speziell auf die Kinder unter drei Jahren ab.

Die Fachkraft für Familienzentren organisiert und steuert Angebote für Kinder und Familien, die der leicht zugänglichen (niederschwelligen) Unterstützung und Förderung dienen.

Bereits im Jahr 1991 wurde eine Unterstützung und Förderung der Familien seitens des Gesetzgebers im § 16 SGB VIII (KJHG) verankert.

Im Jahr 2005 wurde im 3. Abschnitt im SGB VIII (KJHG) "Förderung von Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege" die Zusammenarbeit mit Eltern konkretisiert.

Aufgrund der veränderten Bedarfslagen von Familien hat sich die Kita “In der Falterwiese” auf den Weg gemacht, ein Familienzentrum zu werden.

Nun stellten die Stellv. Leiterin Vanessa Schmidt und wortführend Areane Gasser das Konzept „Familienzentrum“ anlässlich der jüngsten Sitzung des Stadtrates vor.

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“

Im Herzen von Rennerod befindet sich das Familienzentrum, die Sprach-Kita „In der Falterswiese“.

Ein Zentrum der Begegnung mit Austausch aller Familien unterschiedlicher Herkunft und Lebensweisen. Wir bieten Bildung von Anfang an in allen Bereichen, Betreuung, um die großen Herausforderungen im Alltag zu meistern, sowie Beratung als Erstberatung und Vermittlung bei Erziehungsproblemen und persönlichen Krisen. Neben der normalen Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder rückt hierbei die ganze Familie in den Blickpunkt der pädagogischen Arbeit. Es steht demnach nicht nur die Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt, sondern auch die Fragen, Anliegen und Probleme der gesamten Familie. Somit können Benachteiligungen vermieden werden. Fragen der Alltagsgestaltung, persönliche Krisen oder Hilfe bei bürokratischen Aufgaben werden besser bewältigt. Die Angebote des Familienzentrums sollen Eltern in ihrer Erziehung unterstützen und den Alltag entlasten. Ein Familienzentrum nutzt die Prinzipien der Sozialraumorientierung, der Bedarfsorientierung und der Niedrigschwelligkeit. Dabei ist ein regionales Netzwerk mit verschiedenen Kooperationspartnern sehr wichtig. Die Familien werden mit ihren eigenen Ressourcen in den Alltag mit einbezogen.

Das familiäre Wohlbefinden stärkt das Selbstbewusstsein, vermittelt den Familien Sicherheit und eine Orientierungshilfe. Eltern können aktiv den Bildungs- und Entwicklungsprozess ihrer Kinder unterstützen. Durch diese Aspekte kann ein Wohlfühlklima im Sozialraum der Stadt hergestellt werden.

Die meisten Angebote sind für Eltern jederzeit und ohne bestimmte Vorraussetzung zugänglich. Dazu gehören: Elternnachmittage und -abende zu verschiedenen Themen, “Offenes Familiencafe”, Flyer über die Angebote der Kommune und verschiedener Anbieter liegen frei zugänglich aus. Es besteht die Möglichkeit, Gesprächszeiten der Kita-Sozialarbeiterin wahrzunehmen und ein „Tag der offenen Tür“ ist für den 12.6.2022 vorgesehen. Zudem gibt es Workshops und Kurse (mit und ohne Kinder), Elterngespräche/Entwicklungsgespräche und Angebote von Therapeuten.

„Unsere Arbeit im Familienzentrum entwickelt sich laufend weiter und verändert sich ständig“, informierte Gasser und fuhr fort: „Um die Bedarfe ermitteln zu können, werden regelmäßig die Angebote für Familien im Sozialraum analysiert. Wir führen Befragungen der Kinder, Eltern, Großeltern und Kooperationspartner durch. Diese Ergebnisse sind Grundlage für die Gestaltung der Angebote. Die meisten Angebote sind niedrigschwellig und für Eltern jederzeit und ohne bestimmte Voraussetzung zugänglich. Die konzeptionellen Themen unseres Familienzentrums sind beispielsweise: Sprache und Kommunikation, Bewegung, Gesunde Ernährung, Familienarbeit - Elternarbeit, Soziale und Interkulturelle Kompetenz, MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, Medien, Literacy, Ästhetische Bildung, Partizipation, Förderung der Autonomie, sowie nachhaltige Bildung. Unsere Angebote im Familienzentrum sind ein kindgemäßes und familienorientiertes pädagogisches Ganztageskonzept“ vervollständigte

Areane Gasser ihren informativen Vortrag. (Elke Hufnagl)