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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 31/2020
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Blutspenden - wichtig wie eh und je

Blut gehört zum Wertvollsten, das Menschen zu geben in der Lage sind.

Bis heute ist es noch nicht gelungen, eine Art künstliches Blut zu schaffen. Jede Zelle und jedes Teilchen hat im Blut eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Es ist durch nichts zu ersetzen. Das macht es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden. Es werden zahlreiche Blutspenden benötigt um die Versorgung der Blutspendeempfänger decken zu können.

Jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt; Blutspenden sind auch in dieser Zeit alternativlos. Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden.

Auch in Zeiten des Coronavirus (SARS CoV-2) werden Blutspenden benötigt, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können! Innerhalb der Verbandsgemeinde Rennerod ist der DRK-Ortsverein Rennerod für das Sammeln von Blutspenden zuständig. Allerdings ist der Ablauf der Termine etwas anders geregelt als gewohnt. Nur 5 Helfer*innen sind zugelassen und alles läuft nach Termin. Der Blutspendedienst hat natürlich zusätzliche Maßnahmen zur Sicherheit der Blutspenderinnen und Blutspender, aber auch für die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Helfer ergriffen, die eingehalten werden. Ab sofort werden auf allen Blutspendeterminen am Eingang Temperaturmessungen stattfinden, um bereits von vornherein potentielle Spenderinnen und Spender mit erhöhten Körpertemperaturen nach Hause zu schicken. Sollte eine erhöhte Temperatur festgestellt werden (>37,5°), muss die spendewillige Person umgehend das Spendelokal verlassen. Alle spendewilligen Personen, die sich in den letzten 2 Wochen außerhalb der EU oder der Staaten des Europäischen Freihandelsabkommens (EFTA) aufgehalten haben, werden bis auf Weiteres nicht zur Blutspende zugelassen und müssen das Spendelokal verlassen. "Maskenpflicht" ist unumgänglich. Alle Entnahme-Teams werden mit Gesichtsschilden, MNS-Masken und Plexiglasschilden ausgerüstet. Auf allen Terminen sind strenge Sicherheitsabstände zwischen den Menschen einzuhalten (min. 1,5m bis 2m). Alle spendewilligen Personen, die Anzeichen einer Infektion zeigen oder angeben, sich nicht hundertprozentig gesund zu fühlen, müssen ebenfalls umgehend das Spendelokal verlassen.

Es ist also alles etwas aufwändiger und kostet ein wenig Geduld. Auch der nette „Kaffeeklatsch“ entfällt. Dafür gibt es Gutscheine für leckeres Eis, beziehungsweise Lunchpakete. Wie Doris Müller von DRK-Ortsverein zu berichten weiß, sind die bekannten Blutspender weiterhin aktiv dabei und es gab sogar einen kleinen Zuwachs von neuen Spendern. Das ist erfreulich. Es kann leider jeden treffen. Eine Krankheit, ein Unfall... und plötzlich braucht man selber eine Blutspende.

Die DRK/BRK-Blutspendedienste beobachten die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten einen hohen Schutz für Spender sowie eine hohe Sicherheit für die aus deren Spenden hergestellten Arzneimittel und deren Empfänger.

Noch ein allgemeiner Hinweis: Bitte suchen Sie eine Arztpraxis nur nach telefonischer Rücksprache auf. Im Notfall können Sie sich auch an den Kassenärztlichen Notdienst wenden:116117. Elke Hufnagl