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Hoher Westerwald - Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod
Ausgabe 37/2018
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Zehnte Wäller-Tour feierlich eingeweiht und eingesegnet

Andachtsweg „Hohe Hahnscheid“ lädt ein zur Entspannung für Körper und Geist

Irmtraut/Seck. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde am Samstag der Andachtsweg „Hohe Hahnscheid“ offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der rund 10 km lange Premium-Wanderweg verbindet die Gemarkungen von Irmtraut, Langendernbach, Gemünden und Seck. Bei den 23 ausgeschilderten Anlaufpunkten überwiegen die Stätten bäuerlicher Frömmigkeit. Neben Bildstöcken gehören dazu auch die Kirche in Irmtraut und die Michael-Josefs-Kapelle in Seck. Daneben führt der Weg zu geschichtlichen und naturkundlichen Vorkommen und gewährt traumhafte Einblicke in die Mittelgebirgslandschaft des oberen Westerwaldes.

An der Kirche in Irmtraut begrüßte Ortsbürgermeister Alfons Giebeler, als maßgeblicher Initiator des Projekts, die rund 80 Wanderfreunde. Er ging in kurzen Worten auf den Werdegang des Andachtsweges ein. Insgesamt waren zur Realisierung etwa 17.000 Euro von Nöten, die die Verbandsgemeinde Rennerod (8.000 Euro), die Ortsgemeinden Seck und Irmtraut (je 3.500 Euro) und die Verbandsgemeinde Westerburg (etwa 2.000 Euro) aufgebracht haben. Er dankte dem Autorenteam (Markus Kunz, Helmut Jung, SCHRIFT:gut), den Mitarbeitern der Tourismusbüros in Rennerod und Westerburg und besonders Barbara Sterr (Rensgdorf), die als Projektmanagerin fungierte.

Für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Gerrit Müller, hat der WesterwaldSteig mit der Tour „Hohe Hahnscheid“ ein Baby bekommen, das nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische einlädt, heimatliche Landschaft, Kultur und Geschichte zu erleben. Der Westerwald habe viel zu bieten und es gelte die Schönheiten auch herauszustellen. Für Katrin Cramer von der Westerwald-Touristik Montabaur ist die zehnte Wäller-Tour eine Strecke, die mit ihrer professionellen Ausstattung Tageswandergäste und aktive Naturgenießer anspricht. Barbara Sterr erläuterte die Beschilderung. Eine ausführliche Beschreibung in schriftlicher Form liegt bei den Gemeinden und den Tourismusbüros kostenfrei aus.

Umrahmt von den Projektmachern zerschnitten Anni und Mathilda fachgerecht das über den Weg gespannte grüne Band und gaben damit die Strecke frei. Am Schutzengel im Langendernbach Wald wurde die Gruppe dann von den Jagdhornklängen der Hüttenbläser empfangen. Die Pfarrer Albert Keller (Pfarrei St. Franziskus Rennerod) und Alfred Prange (Lutherische Gemeinde Gemünden) nahmen hier die Einsegnung vor. Keller wörtlich: „Wandern und pilgern finden starkes Interesse und der neue Andachtsweg verbindet beides“. Für Prange bietet dieser Wanderweg auch Gelegenheit beim Gehen über den eigenen Lebensweg nachzudenken.

Weiter ging es dann durch die Holzbachschlucht dem Hofgut Dapprich entgegen, wo die Jagdhornbläsergruppe „Hoher Westerwald“ die Wanderer musikalisch unterhielt. Auch an der Michael-Josefs-Kapelle erklang Musik, diesmal dargeboten vom Musikverein Seck. Von hier führte der Weg zurück nach Irmtraut, wo die Backfrauen des Dorfes zu Kaffee und Kuchen einluden. Der Secker Ortsbürgermeister Johannes Jung dankte abschließend seinem Kollegen Giebeler für dessen Einsatz beim Projekt „Andachtsweg Hohe Hahnscheid“.