Kinder erleben erste eigene Ernte
Über viele Wochen hinweg wurde in den Hochbeeten der Kita mit viel Einsatz gearbeitet. Mit großer Begeisterung, Geduld und jeder Menge Teamarbeit kümmerten sich die Kinder gemeinsam um ihre Pflanzen und konnten dabei Schritt für Schritt beobachten, wie aus kleinen Samen langsam frisches Gemüse wächst.
Schon beim Aufbau und Befüllen der Hochbeete halfen die Kinder tatkräftig mit. Danach wurde regelmäßig gesät, gegossen und Unkraut entfernt. Immer wieder schauten die Kinder gespannt nach, ob sich schon neue Blätter zeigten oder die Pflanzen wieder ein Stück gewachsen waren. Dabei lernten sie spielerisch, wie wichtig Pflege, Zeit und Verantwortung sind, damit Gemüse gesund wachsen kann.
Ein besonderes Highlight war für die Kinder das Gießen mit dem großen Gartenschlauch. Die Begeisterung darüber war riesig. Die Umsetzung verlief allerdings ungefähr genauso, wie man es erwartet, wenn mehrere Kinder gleichzeitig einen Gartenschlauch bedienen möchten. Kaum wurde das Wasser angestellt, schoss ein kräftiger Wasserstrahl mitten ins Hochbeet. Dabei wurde das eine oder andere Blatt regelrecht „weggesäbelt“, besonders die Gurkenpflanzen mussten einiges aushalten.
Doch schnell merkten die Kinder selbst, dass vorsichtigeres Gießen besser für die Pflanzen ist. Gemeinsam wurde ausprobiert, wie sich der Wasserstrahl richtig einstellen lässt, und anschließend wurden die Pflanzen deutlich behutsamer gegossen. Natürlich blieb dabei nicht jedes Kind trocken. Die kleinen Wasserduschen sorgten immer wieder für großes Gelächter und machten die Gartenarbeit an den warmen Tagen noch lustiger.
Nach all der Arbeit und Pflege war die Freude nun umso größer, als endlich die erste Ernte eingefahren werden konnte. Der Pflücksalat war fertig, frisch, knackig und komplett von den Kindern selbst angebaut. Voller Stolz machten sich die Kinder mit Hockern und einer großen Schüssel auf den Weg zu den Hochbeeten und pflückten begeistert den Salat, bis fast nur noch die Wurzeln übrig waren.
Doch auch nach der Ernte war die Arbeit noch nicht vorbei. Der Salat musste gründlich gewaschen werden, damit die Erde vollständig entfernt wird. Anschließend wurde er in die Küche gebracht und dort sorgfältig vorbereitet.
Das schönste Erlebnis wartete schließlich beim Mittagessen: Der selbst angebaute Salat wurde direkt serviert. Für die Kinder war es ein ganz besonderer Moment, etwas essen zu können, das sie selbst gesät, gepflegt und geerntet hatten. Viele erzählten voller Stolz, dass „ihr“ Salat nun auf dem Teller liege.
Die Gartenarbeit zeigt den Kindern auf spielerische Weise, wie Lebensmittel entstehen und wie viel Arbeit hinter einer erfolgreichen Ernte steckt. Gleichzeitig erleben sie Natur ganz nah, lernen Verantwortung zu übernehmen und erfahren, wie wichtig gemeinsames Arbeiten und gegenseitige Unterstützung sind. Vor allem aber bringt das gemeinsame Gärtnern den Kindern jeden Tag aufs Neue große Freude.