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Unsere Verbandsgemeinde Selters Ww
Ausgabe 25/2026
Schul- und Kindergartennachrichten
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Oberwaldschule - Grundschule - Selters

Begeisterndes Trommelfest in Regenbogenfarben – Volle Festhalle zum Abschluss der Projektwoche an der Grundschule Selters

Vom 8. bis 11. Juni 2026 verwandelte sich die Oberwaldschule – Grundschule – Selters in eine lebendige Trommelwelt. Unter dem Motto „Trommelinho und die Farben dieser Welt“ erlebten knapp 200 Kinder eine intensive Projektwoche mit Trommelrhythmen, Gesang, Tanz, Schauspiel und viel Spaß – ermöglicht durch das Startchancen-Programm. Unter der Leitung von Nils und Thomas (Argandona Trommelwelt, Köln) bereiteten die Kinder in wenigen Tagen eine mitreißende Aufführung vor – ganz ohne Vorerfahrung und unabhängig von Sprach- oder Lernvoraussetzungen.

In den drei Vorbereitungstagen begann jeder Morgen mit dem gemeinsamen Auftakt „Guten Morgen, Trommelhelden“; danach probten immer zwei Jahrgangsstufen zusammen. In den Klassen und im Ganztag entstanden farbenfrohe Kostüme und das Bühnenbild – manche Kinder bastelten oder häkelten sogar zu Hause weiter; auch Klassenmaskottchen bekamen eigene Kostüme.

 

Den Höhepunkt bildete ein großes Abschlusskonzert am Donnerstagnachmittag in der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten städtischen Festhalle. Rektorin Petra Edel eröffnete die Vorstellung, lobte die Kreativität der Kinder und betonte in Zeiten zunehmender Digitalisierung die Bedeutung von Gestalten, Fühlen und Erlebnis – mit dem augenzwinkernden Hinweis: „Es wird richtig laut!“ Alle Gäste folgten der Bitte, die Aufführung als handyfreie Zone zu genießen; so entstand eine konzentrierte Atmosphäre, in der Eltern, Verwandte und das Schulteam die Aufführung gebannt verfolgten.

Die Geschichte begann zunächst mit einem großen Problem: „Ach, du dicke Trommel“ – die Farben des Regenbogens waren über Nacht verschwunden. Trommelinho, seine Freundin Matilda und der clevere Spürhund Pythagoras stiegen in die Trommelflugmaschine, deren bunt gestalteter Schirm sie wie ein farbenfrohes Segel begleitete, und machten sich auf, den Dieb zu schnappen. Auf ihrer Reise durch verschiedene Kontinente begegneten sie zahlreichen Gestalten. Am Ende des großen Abenteuers gelang es, dank Zusammenhalt und festem Willen, den Dieb zu entlarven, der gar keine böse Absicht hatte. Er brachte dem Regenbogen die so dringend benötigten Farben zurück – und die Welt erstrahlte wieder bunt.

Jede Klassenstufe repräsentierte im Trommelabenteuer eine Farbe und ein Tier: die Erstklässler als gelbe Bienen, die Zweitklässler als blaue Oktopusse, die Drittklässler als grüne Morgenlandkatzen und die Viertklässler als rote Papageien. Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen übernahmen die Hauptrollen; neben Trommelinho, Matilda und Pythagoras spielten Biene Sabine, Mr. Bubbles (Oktopus), Leyla (Anführerin der Morgenlandkatzen), Colorin (Papagei), der schwarze Rabe und das Regenbogen-Kind mit. Ihre Stimmen wurden zuvor im eigens eingerichteten Tonstudio als Hörspiel aufgenommen, damit sie sich live ganz auf ihr Schauspiel konzentrieren konnten. Die Trommelflugmaschine wurde von vier Solisten zum Leben erweckt. Angesteckt vom Trommelfieber trommelten, tanzten und sangen alle Kinder bunt kostümiert und liebevoll geschminkt.

Musikalisch, tänzerisch und szenisch verschmolzen Rhythmen, Lieder und Tanzstile aus mehreren Kontinenten zu einer interaktiven Abenteuerreise – eine musikalische Weltreise, bei der viele Lieder schnell zu Ohrwürmern wurden. Gemeinsam trommeln wurde zum Ausdruck gelebter Emotionalität: „Wir sind Trommelhelden“ skandierten die Kinder, und das Trommelfieber packte am Tag der Aufführung nicht nur die Jungen und Mädchen, sondern auch viele Eltern, die mitsangen und die Bewegungen mitmachten, angefeuert vom Vortrommler. Das Farbenspiel passte wunderbar zum bunten Schulleben und dem Schulball-Logo.

Pädagogisch punktete das Projekt mit breiter Wirkung: Trommeln stärkt soziale Kompetenzen, Bewegungskoordination, Konzentrationsfähigkeit, akustische Sensibilisierung, Körperbewusstsein, Kreativität, Selbstwertgefühl und Sprachförderung. Die Inszenierung vermittelte darüber hinaus spielerisch Freude, Vielfalt und Umweltschutz; beim gemeinsamen Singen gab es zudem kleine, humorvolle Wissensbausteine wie eine Anspielung auf den Satz des Pythagoras: „a Quadrat plus b Quadrat, sagt mein Hund ist c Quadrat“.

Die große Teilnahme der Familien am Konzert machte die Kinder besonders glücklich: „Cool, dass die Eltern so aufmerksam waren und mitgemacht haben“, sagten einige. Eltern und Verwandte zeigten sich beeindruckt, wie viel in nur vier Tagen möglich war. „Laut, kraftvoll, mitreißend, bunt (…) diese(r) Vibe, diese Gemeinschaft“, fasste es ein Elternteil zusammen und sprach dem Schulteam damit aus dem Herzen.

Für viele bleibt diese Projektwoche ein verbindendes Erlebnis und ein leuchtendes Beispiel dafür, wie kreatives Lernen Gemeinschaft stiftet.

Der Dank der Schulgemeinschaft gilt der begeisternden Arbeit von Nils und Thomas, die in kürzester Zeit Verbindung, Freude und eine bleibende Erinnerung geschaffen haben, sowie den Eltern und den jungen Helferinnen aus der Nachbarschule, die an den Vorbereitungen bzw. an der Durchführung des kunterbunten Schulfestes beteiligt waren.