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Unsere Verbandsgemeinde Selters Ww
Ausgabe 35/2026
Aus Stadt und Gemeinden
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Natur- und Heimatfreunde Maxsain/Zürbach e.V.

Großes Interesse an gemeinsamer Sonnenfinsternis-Beobachtung

Mehr als 60 Personen waren unserer Einladung gefolgt, am Abend des 12. August gemeinsam über den Dächern von Maxsain die Sonnenfinsternis zu verfolgen. Bepackt mit Decken und Klappstühlen kam eine neugierige und wissbegierige Gruppe zusammen, um zusammen einen schönen Abend zu genießen. Besonders freuten wir uns, eine große Delegation des Westerwaldvereins Selters begrüßen zu dürfen. Sogar ein Karton wurde mitgebracht, aus dem eine „Camera obscura“ gebaut wurde, um die Sonnenfinsternis auch ohne Brille als Projektion betrachten zu können, was insbesondere die zahlreichen anwesenden Kinder faszinierte.

 

Thomas Rudolph vom Vorstand der Natur- und Heimatfreunde begrüßte alle Anwesenden und führte in einem Kurzvortrag in die Thematik ein: Wie entsteht eine Sonnenfinsternis? Welche Bahn zieht sie? Wann gibt es die nächsten Finsternisse? Im Hinblick darauf, dass die Hitze und Dürre der Wiese unter uns und dem Wald hinter uns sichtbar stark zusetzten, zeigte er sich erleichtert, dass die Menschheit zumindest auf das Geschehen im Weltall keinen großen Einfluss hat. Der Himmel war komplett klar und erlaubte eine ungestörte Beobachtung der Sonne, die zum Ende des kurzen Vortrags bereits leicht angeknabbert erschien. Manche Besucher brachten eigene Sonnenfinsternis-Brillen mit, andere hatten welche bei uns reserviert und so konnten wir alle das Spektakel sicher verfolgen. Einige versuchten sich an der Fotografie mit dem Smartphone und konnten feststellen, dass die Finsternis sich in Reflexionen auf dem Bild verewigte.

Etwa eine Viertelstunde vor dem Höhepunkt der Finsternis machte sich eine deutlich veränderte Lichtstimmung bemerkbar. Das Licht verfärbte sich ungewohnt fahl und bläulich und leichte Kälte wurde auf der Haut spürbar. Schließlich waren 88 Prozent der Sonne bedeckt und nur noch eine dünne Sichel am oberen Sonnenrand zu sehen. Danach gab der Mond die Sonne wieder Stück für Stück frei und die Finsternis ging langsam in einen farbenfrohen Sonnenuntergang über, bei dem die Sonne immer noch leicht vom Mond verdeckt am Horizont verschwand. Ein kleiner ganz harter Kern blieb noch eineinhalb Stunden länger sitzen und ließ den Abend zwischen umherfliegenden Fledermäusen und dem Höhepunkt des Perseiden-Sternschnuppenschauers ausklingen, der uns ein paar sehr helle Meteore bescherte.