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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 2/2020
Hauptthemen - Seite 6
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Zuhörer spendeten kräftigen Applaus für wunderbares Weihnachtskonzert in der Liebfrauenkirche Westerburg

Die Westerburger Kanzlei Krempel & Kollegen lud zu einem wunderbaren Weihnachtskonzert in die Liebfrauenkirche Westerburg ein. Zu den Akteuren zählten der Männerkammerchor Cantabile Limburg unter der Leitung von Jürgen Fassbender, das Streichquartett „Viergeteilt“, Sopranistin Caterina Maier und Organist Dr. Gerold Beck. (Foto: Röder-Moldenhauer)

Es hat Tradition, dass in der Liebfrauenkirche Westerburg wenige Tage vor Weihnachten ein schönes Konzert erklingt, um auf das bevorstehende Fest einzustimmen. Abwechselnd wird es vom Förderverein der Liebfrauenkirche und von der Westerburger Kanzlei Krempel & Kollegen veranstaltet.

Dabei gelingt es immer wieder, herausragende Chöre und Musikanten zu verpflichten, so auch beim 21. Konzert dieser Art, zu der in die Wallfahrtskirche eingeladen wurde.

„Dieses Weihnachtskonzert war wirklich außerordentlich“, freute sich Rechtsanwalt Gerhard Krempel, der Vorsitzender des Fördervereins ist, und mit Stolz und Freude auf die jüngste Investition in das Gotteshaus verweist: Eine neue Lichtanlage sorgt für eine festliche Beleuchtung.

Im Namen der Kanzlei begrüßte Dr. Sandra Kind alle Mitwirkenden und Zuhörer. Dabei stellte sie den Gedanken in den Mittelpunkt, dass jeder selbst etwas tun muss, um zu der gewünschten inneren Ruhe zu finden. Ruhig und meditativ war dann auch die Musik, die Organist Dr. Gerold Beck als Vorspiel darbot.

Im Programm folgte der erste Block, den der international bekannte Männerkammerchor Cantabile Limburg unter der Leitung von Jürgen Fassbender bestritt. Eröffnet wurde er mit „O du stille Zeit“ von Bernd Englbrecht. Es folgten die beliebten Lieder „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ sowie „O magnum mysterium“ von Chris Artley. Begeistert lauschten die Zuhörer diesem Chor, der es einfach versteht, wunderschön zu singen und ganz eigene Arrangement vorzutragen.

Nun trat ein junges Streichquartett auf. „Viergeteilt“ vereint junge Kammermusiker, die auf höchstem Niveau musizieren. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ zeigten sie beherzt ihr Können und führten die Serenade mit Schwung auf. Bevor Cantabile erneut zu hören war, rezitierte Gerhard Krempel Ernst Wiecherts „Auf der Krippe“. Cantabile stimmte nun „Lux aurumque“ von Eric Whitacre an. Es folgte der erste Auftritt der bezaubernden Sopranistin Caterina Maier, die gemeinsam mit dem Chor „Die Könige“ sang. Gerne hätte das Publikum für diesen Vortrag mit einem Beifall gedankt, doch um die Stimmung des Konzerts nicht zu stören, war darum gebeten worden, den wohlverdienten Applaus bis zum Konzertende aufzusparen.

Auch Lieder aus anderen Ländern hatte Cantabile vorbereitet, beispielsweise „Tundra“ von Ola Gjeilo, was gemeinsam mit den Streichern vorgetragen wurde. Bei „Twinkle, twinkle little star“ von Bernd Engelbrecht und „Stars“ von Eriks Esenvalds meinte man, die Sterne tatsächlich funkeln zu sehen, und zu hören, wie sie langsam zur Erde absinken. Einen besonderen Eindruck hinterließ dabei die Show, als die Sänger mit Wasser gefüllte Gläser zum Klingen brachten.

Bevor Cantabile seinen letzten Programmblock mit der „Hymne an der Nacht“ von Beethoven eröffnete, kam noch einmal das Streichquartett zum Zug und erfreute mit „Andante festivo“ von Jean Sibelius sowie Teilen des Weihnachtskonzertes von Arcangelo Corelli.

Noch einmal trat Gerhard Krempel ans Mikrofon und hatte diesmal Gedanken von Karl-Heinrich Waggerl „Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr“ ausgesucht. Er schloss mit den Worten: „Und darum sind es allein die Kräfte des Herzens, die uns vielleicht noch einmal werden retten können“.

Beendet wurde das Konzert mit dem wunderschön vorgetragenen „Stille Nacht“ (Chor und Sopran). Zuvor hatten die Männer noch Cantque de Noel (mit Orgel) von Altarraum und Orgelempore angestimmt. Mit herzlichen Worten dankte Dr. Stephan Krempel allen Akteuren und Zuhörern. Das Publikum dankte für den Konzertgenuss mit kräftigem Beifall und wurde mit einer weiteren Zugabe belohnt. Dass alle nun gemeinsam „O du fröhlich“ anstimmten, war ein passenden Schlusspunkt unter dieses schöne Weihnachtskonzert, das unter dem Motto „Weihnachtliche Winterlandschaften“ stand.