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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 29/2018
Hauptthemen - Seite 5
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5. Langenhahner Gartentage und der grüne Daumen wird immer länger

Private Gartenbesitzer laden zum Anschauen und Verweilen ein

Am letzten Wochenende im Juli finden die 5. Langenhahner Gartentage statt. Die positive Resonanz der vergangenen Jahre war für die Familien Frensch und Müller Anlass, auch in diesem Sommer ihre Pforten für interessierte Besucher zu öffnen.

Die Gelegenheit, die wunderschönen Gärten dieser beiden Familien zu besuchen, gibt es am Samstag, den 28. Juli, und Sonntag, den 29. Juli, jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Mit von der Partie ist in diesem Jahr die Künstlerin Helga Werner (Mein buntes Atelier in Elz) mit einer Gemälde-Ausstellung.

„Im letzten Jahr konnten wir rund 700 Besucher begrüßen“, berichtet Katharina Frensch, die sich ebenso wie Ehemann Julian wieder auf die Gartentage freut. „Für uns waren es tolle Begegnungen mit vielen interessanten Gesprächen“. In den vergangenen Jahren haben sie die Erfahrung gemacht, dass viele Besucher „Wiederholungstäter“ sind. „Sie genießen ebenso wie wir die Auszeit im Garten und holen sich Inspirationen ein“.

Mit Gleichgesinnten fachsimpeln und dabei Ideen und Tipps austauschen, das soll auch diesmal im Mittelpunkt der Langenhahner Gartentage stehen. Als Gastgeber rund um ihr Haus in Hinterkirchen 19 möchten sie die Besucher mit erfrischenden Getränken und köstlichen Flammkuchen verwöhnen. Neben dem „grünen Daumen“ hat Katharina Frensch auch ein Händchen für Dekorationen. Mit ihrem Lädchen „Lottas Welt“, das an diesen Tagen sein fünfjähriges Bestehen feiert, verwirklichte sie sich einen Traum. Wie zu erfahren war, gibt es im Rahmen dieses Jubiläumsjahres unter anderem auch eine Tagesfahrt in einen Schlossgarten der Provinz Limburg.

Eine Wohlfühloase

„Die Liebe zum Garten vererbt sich“, ist sich Katharina Frensch sicher. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Julian hat sie ihren Garten zu einer kleinen Wohlfühloase werden lassen. „Meine Oma Maria ist leidenschaftliche Gärtnerin. Sie ist auch nach fünf Jahren noch verwundert, dass der Funke bei ihrer Tochter und Enkelin übergesprungen ist“, berichtet die gelernte Bankkauffrau. „Das Hegen und Pflegen der Beete und Sträucher macht in gewissem Sinne süchtig.“

Ihre Großmutter gab ihren Garten vor 30 Jahren an Tochter Doris ab, die gemeinsam mit ihrem Mann Bernd ihren Traum vom Garten lebt. Bis Tochter Katharina einen Teil des Garten umstrukturierte und ihr eigenes Reich erschuf. „Heute ist sie stolz darauf, dass auch hier neue Gärten entstanden sind und die Familie so dicht beieinander ist“, berichtet Enkelin Katharina lächelnd. „Natürlich war es ihr am Anfang befremdlich, dass ich Schuhe mit Hauswurz bepflanzte oder alte verrostete Schreibmaschinen im Beet ihren Platz fanden, aber sie hat sich schnell daran gewöhnt!“

Ebenso wie ihre Eltern Doris und Bernd Müller verbringt das Ehepaar Frensch einen Großteil seiner Freizeit im Garten. „Wenn alles grünt und blüht, dann geht einem das Herz auf“, verweist die 31-Jährige auf die sommerliche Blütenpracht. Ideenreich und kreativ haben sie auf den verschiedenen Ebenen viele dekorative Akzente gesetzt. Hochbeete dienen als Terrassenabgrenzung und Formschnitte zieren die Beete. Ein Hingucker ist das Gartenhaus im schwedischen Stil.

Im Juni gab es hier einen Grillkurs, der ein großer Erfolg war. Das Menü mit sieben Gängen konnten die Teilnehmer selbst zubereiteten. Auch im nächsten Jahr soll ein Kurs angeboten werden.

Nostalgie im Grünen

Die Eltern von Katharina Frensch, Doris und Bernd Müller, wohnen (Hinterkirchen 17), direkt nebenan. Auch sie laden erneut ein, ihren wunderschön gestalteten, nostalgischen Garten zu erkunden. Mit Kaffee und Kuchen sorgen sie für das leibliche Wohl der Besucher. Neben den Kräuterwindbroten und Kuchen bieten sie ihren Besuchern selbstgemachte Buttersorten wie z.B. Wallnussbutter oder Tomate-Basilikum.Der Kräuterwind-Bäcker ist ebenso wie seine Frau ein begeisterter Hobbygärtner. Ihr Garten gleicht einer labyrinthartig angelegten kleinen Parkanlage, die verschiedene barocke Elemente enthält. Erwähnenswert sind hier die Ramblerrosen und die meterhohe Hainbuchehecke. Stolz kann das Ehepaar auch auf seine Gemüse- und Staudenbeete sein, die sich - von Eibenhecken gerahmt - durch den ganzen Garten ziehen.

Ein Hingucker ist die große Gartenlaube aus Metall, unter der eine Sitzgruppe eine idyllische, luftige Ruheoase bildet. Immer wieder wird ihr Faible für Antiquitäten deutlich. Überall gibt es etwas Interessantes zu entdecken. Efeu und Weinlaub schlängeln sich um das Gartenhaus, welches durch seine großen Fester einen Blick auf die antike Möbel im Inneren gewährt. In einem alten Vogelkäfig gedeiht der berühmte Gundermann, welcher der geliebten Gundermanntorte Pate steht. Auch der Klee fühlt sich hier sichtlich wohl und steht Pate für den Namen des Gartens: „Sauerklee trifft Putto“. (Text: Ulrike Preis)