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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 31/2020
Hauptthemen - Seite 3
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Großes Vespa-Treffen im Stöffel-Park mit „WespaWald“

Enspel. Hinter "WespaWald" verstecken sich die Liebhaber des kultigen Blech- und Schaltrollers Vespa. Zum zweiten Mal hatten Jürgen Iwan und Jochen Lemper zum großen Vespa-Treffen in die urige Atmosphäre des Stöffel-Parks nach Enspel eingeladen.

Haben beim ersten Treffen 2019 noch rund 80 Freunde des fahrbaren Untersatzes den Weg in den oberen Westerwald auf sich genommen, so waren es in diesem Jahr bereits 135 Teilnehmer.

Gute Mundpropaganda sowie ein ansehnliches Rahmenprogramm sprechen sich halt unter den „Bikern“ herum. Hocherfreut zeigten sich die Veranstalter über den Verlauf des Events, denn immerhin fand das Vespa-Treffen an einem kompletten Wochenende von freitags bis sonntags (24. bis 26. Juli 2020) statt, begleitet von annehmbarem Wetter.

Vespa-Fahrern ist kein Weg zu weit

Selbst aus dem fernen Baden-Württemberg kamen Vespa-Freunde aus dem immerhin rund 300 km entfernten Rothenburg ob der Tauber angereist - und das auf ihrem Schmuckstück. Wer drei Tage gebucht hatte, der konnte auf dem riesigen Gelände des Stöffel-Parks campen oder sein müdes Haupt in umliegenden Pensionen oder Hotels betten.

Zum Schlafen waren die Fans des italienischen Schaltrollers jedoch nicht nach Enspel gekommen, in erster Linie wurde gefachsimpelt, und die prachtvoll herausgeputzten Roller der anderen neidlos bewundert. Neue Vespa-Roller waren bei dem Event nicht zugelassen, die Deadline der Baujahre war 1992.

Ein wunderschöner Anblick

Als die Vespa-Roller in Reih und Glied aufgestellt waren, konnte man sich an einem sehr farbenprächtigen Gesamtbild laben. Darunter befanden sich echte Raritäten, zum Beispiel eine Vespa aus dem Jahr 1953, ansonsten durchgehend Vespas aus den folgenden Jahren bis 1992 begeisterten die Fans. Die Liebhaber der Vespas schnalzen mit der Zunge, wenn sie von den folgenden Modellen hören, die im Stöffel-Park begutachtet werden konnten: Vespa50, Vespa Primavera, Vespa 160 GS, Vespa 125 GT, Faro Basso, ACMA, und viele weitere Modelle.

Für den Außenstehenden erweckte es den Eindruck, als wenn dort ein großes Familientreffen stattfand, es vermischten sich Nostalgie und Gemütlichkeit zu einer unglaublich positiven Stimmung. Das ratternde und knatternde Geräusch der Motoren, in Verbindung mit dem Geruch von 2-Takter-Motoren, rundete das Ganze ab.

Wäller Landschaft zum Genießen

Die Veranstalter haben den Teilnehmern ein gar vorzügliches Programm geboten: Geschicklichkeitsfahrten, Besichtigung des BMW-Museums in Steinebach, oder eine Brauereibesichtigung der Westerwald-Brauerei in Hachenburg. Höhepunkt der ganzen Veranstaltung war jedoch unzweifelhaft eine Sternfahrt, oder auch eine Art Rallye, die von Enspel aus über Montabaur nach Bad Ems verlief, von da aus über Lahnstein nach Bendorf, weiter ging es nach Höhr-Grenzhausen, von dort durch Selters zurück nach Enspel.

Es war kein Wettrennen auf Zeit, die Teilnehmer, die teilweise von Weit her angereist waren, sollten die Schönheit der Westerwälder Landschaft kennenlernen und genießen.

Selbstverständlich wurden die 135 Teilnehmer nicht auf einen Schlag losgeschickt. Das Teilnehmerfeld wurde in kleinere Gruppen aufgeteilt, die bei der WW-Rallye natürlich in großen Abständen auf die Reise geschickt wurden.

In kleineren Gruppen unterwegs

Da zurzeit die großen Motorräder mit lauten und aufgemotzten Maschinen ein großes Thema sind, wollten die Veranstalter so Konflikte vermeiden, zum Beispiel bei Ortsdurchfahrten oder Überholmanövern durch andere Verkehrsteilnehmer. Auf jeden Fall kehrten alle Teilnehmer gesund und heil in den Stöffel-Park zurück, wo man sich erst bei kühlen Getränken sowie leckerem Eis der Westwood-Ice-Company von der Strapazen der Tour regenerierte.

Dreh- und Angelpunkt der hervorragenden Verpflegung für alle Teilnehmer war der Landgasthof „Zur Quelle“ in Nistertal. Raffaela und Volker Benner sorgten wie immer rührend für ihre Gäste.

Eine motorisierte Wespe

Die erste Vespa (zu Deutsch Wespe) wurde 1944 gebaut, sie trug den Namen „Paperino“ („Entchen“). Durch ihre leichte, einfache Handhabung, dazu preiswert in der Anschaffung und sparsam im Verbrauch, wurde die Vespa in der Nachkriegszeit das Gefährt des kleinen Mannes. Die Weiterentwicklung der Vespa machte auch vor der Moderne nicht halt, seit 2018 wird sogar eine E-Vespa, ausgestattet mit einem Bord-Computer, angeboten.

Aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmer wird seitens WespaWald ins Auge gefasst, eventuell auch 2021 das nächste Vespa-Treffen zu organisieren.

(Text und Foto: Wolfgang Rabsch)