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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 34/2018
Hauptthemen - Seite 5
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Der Imusicapella Kammerchor war zu Gast in Westerburg

Junge Sänger von den Philippinen sangen in der Liebfrauenkirche

Der Verein der Freunde und Förderer der Liebfrauenkirche Westerburg sorgte am Kirmessonntag gleich zweimal für ein außergewöhnliches Musikereignis in Westerburg. Zu Gast war der Imusicapella Kammerchor. Hierbei handelt es sich um einen A-cappella-Chor, der in Imus (auf der nördlichen Insel Luzon der Philippinen) beheimatet ist. Er besteht aus 18 Sängern und zählt zu den weltbesten gemischten Chören. Unter der Leitung von Tristan Ignacio konnte er sich erneut über zwei internationale Grand-Prix-Preise freuen.

Der Westerwald war einer seiner letzten Station auf der mehrwöchigen Europatournee, die am nächsten Tag mit einem Auftritt im Kölner Dom enden sollte. Von dort aus ging es dann zurück in die Heimat. Einen Tag zuvor waren die Sängerinnen und Sänger bei einem Konzertabend des Männergesangvereins „Harmonie“ Lindenholzhausen in der Nähe von Limburg aufgetreten. Dessen Vorsitzender Manfred Neunzerling, der Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Dernbach und weitere Vereinsmitglieder hatten nun den Gastchor am Sonntag mit nach Westerburg begleitet.

Mit Volksliedern erfreut

Zunächst stand nur ein Auftritt in der Liebfrauenkirche auf dem Programm. Doch der Vorsitzende des Fördervereins der Liebfrauenkirche, Gerhard Krempel, überraschte die Kirmesgesellschaft Westerburg mit einem weiteren Programmpunkt für den Familientag auf dem Rathausplatz. Ein Geschenk des Westerburger Ehrenbürgers an die Bürger von Westerburg.

Gleichzeitig war dieser Auftritt für die anwesenden Musikfreunde ein kleiner Vorgeschmack auf das, was am Nachmittag beim angekündigten Spitzenkonzert in der Wallfahrtskirche auf dem Reichenstein folgen sollte.

Ihre ersten Stücke brachten die Chormitglieder auf der Bühne zu Gehör. Bald wurde deutlich, dass hier die tollen Stimmen nicht gut rüber kamen. So folgte ein Wechsel vor das Publikum, das nun hautnah die jungen Talente erleben konnte. Schnell hatten sie sich in die Herzen ihrer Zuhörer gesungen. Es war ein Genuss, den jungen Akteuren zu lauschen und beim ihrem impulsiven Auftritt zuzusehen. Ihre kräftigen Stimmen gingen unter die Haut. Immer wieder wechselten die Sänger ihre Positionen, was für unterschiedliche Klangvariationen sorgte.

„Seasons of Love“ folgte „Image“ und „We will rock you“. Philippinische Volkslieder wie „Rosas Pandan“ und „Pamugun“ erklangen und machten Lust auf mehr. Schließlich nahmen die Sänger mit „Let it be“ Abschied. Gleichzeitig rührten sie aber die Werbetrommel für ihren nächsten Auftritt, der schon wenige Stunden später folgen sollte.

Konzert in der Wallfahrtskirche

Viele Musikfreunde aus der Region waren der Einladung in die Liebfrauenkirche gefolgt. Der Chor beeindruckte auch hier und gab neben geistlichem auch volkstümliches Liedgut zu Gehör. Einem „Herbstlied“ folgten „Candate Domino“ und „Die Bekehrung des Saulus“. Der Waren sie am Vormittag noch mit roten und blauen Polo-Shirts und hellen Hosen bekleidet, zogen sie jetzt in farbenprächtigen Kleidern und Gewändern die Blicke auf sich. Fasziniert verfolgte das Publikum wie der „König der Löwen“ Einzug ins Gotteshaus hielt. Die Stimmen verschiedener Tiere erfüllten den Raum. Von klassischen Chorälen über Volkslieder bin hin modernen Stücken reichte das dargebotene Repertoire, bevor sich der Chor wieder mit „Let it be“ von den Beatles verabschiedete.

Gerhard Krempel füllte die Pause und richtete ein paar informative Worte an die Besucher. Der philippinische Chor, der im Jahre 1977 gegründet wurde, sei im Jahre 2005 schon einmal zu Gast in Westerburg gewesen. Er berichtete von der intensiven Probenarbeit, die Zuhause fast täglich von 18 bis 22 Uhr stattfände. Krempel nutzte aber auch die Gelegenheit, über die Geschichte der Liebfrauenkirche zu erzählen und auf das Engagement des Fördervereins aufmerksam zu machen.

Dekan Peter Hofacker schloss das Konzert mit einem Segenswort ab und ermahnte dabei, über Staatsgrenzen hinweg sich um Frieden zwischen den Völkern zu bemühen. (Text und Foto: Ulrike Preis)