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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 34/2018
Hauptthemen - Seite 4
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Im Neubaugebiet von Höhn können bald die Häuser wachsen

Ortsbürgermeister Hans Dieter Kraft (rechts) traf sich mit Christian Hartmann (v. li.; Mitarbeiter VG-Werke), Jörg Pfaff (Leiter VG-Werke), Paul Heibel (Straßenbauunternehmen) und Alexander Brüll (Bauleiter) im Neubaugebiet von Höhn.

Straßenbauarbeiten soweit abgeschlossen – Gemeinde bietet noch Bauplätze zum Kauf an

Gute Nachrichten für alle Bauwilligen, die in Höhn ihr neues Eigenheim errichten möchten: im Neubaugebiet „Am Sportplatz“ können bald die ersten Häuser wachsen!

„Unser Ziel ist es, dass ab dem 1. September hier die Bagger zum Ausschachten kommen können“, freut sich Ortsbürgermeister Hans Dieter Kraft. Nach seinen Angaben laufen bei den künftigen Bauherren bereits die Planungs- und Baugenehmigungsphasen. „Dann werden dieses Jahr noch ein halbes Dutzend Einfamilienhäuser errichtet“, so der Bürgermeister weiter.

Dieser Tage traf er sich mit dem Leiter der Verbandsgemeindewerke Westerburg, Jörg Pfaff und dessen Mitarbeiter Christian Hartmann vor Ort, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren. Gerne Auskunft gaben auch Alexander Brüll vom Ing.-Büro Brüll und Löwenguth aus Montabaur, in dessen Händen die Bauleitung liegt, und Paul Heibel, Geschäftsführer der bauausführenden Firma Heibel, Tiefbau- und Straßenbau aus Herschbach Uww.

Hintergrund

Wie zu erfahren war, wurde zur Erschließung des Bereichs „Am Sportplatz“ in einem ersten Bauabschnitt ein Regenrückhaltebecken mit den zugehörigen Kanalleitungen gebaut. Im zweiten Bauabschnitt wurden Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie Wasserleitungen zur Erschließung von Gewerbeflächen verlegt. Im dritten, derzeit noch laufenden Bauabschnitt, erfolgt jetzt die Erschließung eines Mischgebiets nördlich des Sportplatzes und eines Neubaugebietes mit rund 35 Bauplätzen unmittelbar südlich des Sportgeländes, wofür rund 2 Millionen Euro veranschlagt sind. Die Kosten für alle drei Bauabschnitte betragen insgesamt rund 3 Millionen Euro.

Wie die Verantwortlichen beim Rundgang durch das neue Baugebiet verdeutlichen, wurden Kanal- und Wasserversorgungsleitungen, einschließlich der Hausanschlüsse der Verbandsgemeindewerke Westerburg und die Straßenbauarbeiten der Gemeinde Höhn durchgeführt.

„Sämtliche Versorgungsleitungen wurden hier verlegt“, so Bauleiter Alexander Brüll. Dazu gehören auch Gas sowie Breitbandkabel für ein schnelles Internet über Glasfaser, und das bis hin zum Grundstück. Auch die Oberlandleitung wurde in die Erde verlegt. Während im Wohnbaugebiet vorerst nur eine bituminöse Baustraße entstehe, werde die Straße im Mischgebiet die Straßendecke schon komplett fertiggestellt. „Wir haben mehr als 100 Schlechtwetter-Tage rausgearbeitet“, berichtet Paul Heibel. Sein Unternehmen begann im Juni letzten Jahres mit den aufwendigen Arbeiten.

Gute Infrastruktur

„Mehr als zehn Jahre wurde in Höhn kein Baugebiet mehr erschlossen. Jetzt können wir unseren jungen Familien endlich wieder eine Möglichkeit bieten, hier in ihrer Heimatgemeinde ein Eigenheim zu errichten“, so der Ortsbürgermeister, der auch an die Schwierigkeiten wegen des Wasserschutzgebietes erinnerte.

Die Nachfrage nach Bauplätzen sei groß, zumal es im Ort nur noch wenige Baulücken gebe. In der rund 3.000 Einwohner zählenden Gemeinde gebe es alles für das tägliche Leben, berichtet der Bürgermeister stolz. Dabei verweist er auf die gute Infrastruktur mit dem Einkaufszentrum, einer Vielzahl von Geschäften im Ortskern, Kindergärten, Schulen, Restaurants- und Gaststätten sowie zwei Arztpraxen, einem Zahnarzt, Apotheke, Sparkasse, Postfiliale und vieles mehr. „Vom Neubaugebiet aus ist alles gut zu erreichen“, spricht er auch die Fußwege an, die derzeit gepflastert werden. Rund 70 Prozent der insgesamt 35 Bauplätze sind in Gemeindehand. Einige wurden bereits verkauft. „Noch können rund 15 Stück veräußert werden“, macht Kraft Werbung und ergänzt: „50 Euro kostet der Quadratmeter unerschlossenes Bauland“.

Weitere Projekte

Weitere Baumaßnahmen plant die Heinrich Haus AG. In direkter Nachbarschaft soll ein Seniorenwohnheim mit Appartements für betreutes Wohnen entstehen. „Diese sind schon weitestgehend ausgebucht“, weiß der Bürgermeister zu berichten. Außerdem soll ein medizinisches Versorgungszentrum mit Therapieräumen und Cafeteria gebaut werden. Auch die Edeka-Gruppe hat in Höhn einiges vor. So wird der Vollsortimenter einen neuen Supermarkt im neuen Gewerbegebiet an der B 255 errichten und seine Verkaufsfläche um 500 Quadratmeter auf insgesamt 1.600 Quadratmeter erhöhen. (Text und Foto: Ulrike Preis)