Titel Logo
Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 37/2019
Haupttehmen - Seite 7
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

In Ailertchen wurde der neue Spielplatz eingeweiht

Zur offiziellen Einweihungsfeier des neuen Spielplatzes kamen neben den Kindern, Eltern und Großeltern auch die vielen Helfer und Sponsoren.

Bürgermeisterin dankte für rund 450 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Ailertchen ist um eine Attraktion reicher. Neben der Elbbachhalle lädt ein neuer Spielplatz zum Spielen, Toben und als Treffpunkt ein. Blau, gelb und rot leuchten die Spielgeräte, die von den Kindern lachend und johlend erkundet werden. Neben dem Nachwuchs, der sicher den größten Spaß an der Fertigstellung des rund 18.000 Euro teuren Projektes hat, freut sich auch die Ortsgemeinde, die jetzt alle Helfer und Sponsoren zur offiziellen Einweihung einlud.

Highlight ist das neue Klettergerüst aus pulverbeschichtetem Aluminium mit Tunnelrutsche, Hängebrücke, Sprossenwand, Free-Climbing-Wand, Feuerwehrstange und Netzhimmel. Anziehungspunkt sind natürlich auch die Doppelschaukel, das Karussell und die Wippe. Zusammen mit Tisch und Bänke und der Tischtennisplatte aus Beton, die noch aufgestellt werden soll, bietet das Spielgelände, das direkt neben dem Sportplatz liegt, für alle Altersgruppen wieder einen Platz zum Toben, Spielen und Austauschen.

Drei Jahre zog sich die Umsetzung der Idee hin, deren Startschuss ihr Vorgänger Christian Mies bereits gegeben hatte. Im Hinblick auf die Kosten sei aber schnell klar gewesen, dass sich die Gemeinde den geplanten Spielplatz finanziell nicht leisten konnte. „Wir mussten uns eingestehen, dass wir es nicht alleine schaffen und auf Spenden angewiesen sind“, so Michel-Baldus. Für erste Spendengelder sorgten der damalige Landtagsabgeordnete Ralf Seekatz und die Sebastian Stahl-Stiftung.

Gemeinsames Projekt

„Heute geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Es ist schön, dass wir dieses große Projekt zusammen geschafft haben“, hob Ortsbürgermeisterin Cathrin Michel-Baldus in ihrer Begrüßungsansprache hervor.

„Unser Spielplatz soll für Jung und Alt ein Ort der Begegnung sein. Hier können die Kinder zusammen spielen und neue Freundschaften schließen. Gleichzeitig haben die Erwachsenen die Gelegenheit, sich zusammen zu setzten und Neuigkeiten auszutauschen“.

Die neuen Spielgeräte hatten einen Anschaffungswert in Höhe von 15.540 Euro. „Hinzu kommen noch die Kosten für Sand, Beton und Pflastersteine“, führt die Bürgermeisterin auf. Dank der tatkräftigen Hilfe vieler Bürger erfolgte der Aufbau und das Herrichten des Spielplatzes in ehrenamtlicher Arbeit. Insgesamt waren es rund 450 Stunden, die hier von den Bürgern der Gemeinde unentgeltlich geleistet wurden.

„Eltern, Großeltern und auch viele junge Leute packten mit an. Alle waren hoch motiviert, was das ‚Wir-Gefühl‘ stärkte“, freute sich Michel-Baldus, die selbst zweifache Mutter ist. Ihr besonderer Dank galt Ehemann Christian, dem Ersten Beigeordneten Harry Mulder und Zweiten Beigeordneten Ralf-Peter Wallmann.

Auch wenn es Lieferschwierigkeiten mit den Spielgeräten gab, verlief vor Ort doch alles reibungslos. „Es war eine Freude zu sehen, wie alle dahinter standen“, so die 30-Jährige. Einige Frauen aus dem Dorf haben gekocht und andere Kuchen gebacken, um so für das leibliche Wohl der Helfer zu sorgen. Diese haben derweil kräftig in die Hände gespuckt und Löcher ausgehoben, die Pfosten mit Beton verfüllt und Pflastersteine gesetzt.

Dank galt den Spendern

Ein großes Dankeschön galt den vielen Spendern und Sponsoren wozu sowohl Privatleute und Vereine (Flugsportverein Ailertchen und Tischtennis-Club), der örtliche Stammtisch „Kupferdach“ als auch Firmen aus der Region gehören. Erlöse aus Kinderbasaren flossen ebenso ein wie der Erlös aus der Verlosung der St. Martin-Gans. „Auch im Gemeinderat war der Spielplatz über Monate hinweg Thema“, so die Bürgermeisterin. Als eine gute Idee entpuppte sich die Crowdfunding Kampagne der Westerwald-Bank, die schließlich die Restsumme zusammen brachte. Neben der Sparkasse Westerwald-Sieg war auch die Nassauische Sparkasse beteiligt. Diese übernahm die Kosten für den Zaun. Die allseits positive Resonanz auf die Aktion mache ihr Mut, dass auch andere Vorhaben gemeinsam gestemmt werden könnten. Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sich Mulder bei der Bürgermeisterin, die viel Engagement und Einsatz gezeigt habe. Nun waren alle Anwesenden zu Kaffee und Kuchen sowie Leckerem vom Grill eingeladen. (Text und Foto: Ulrike Preis)