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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 44/2019
Hauptthemen - Seite 4
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Alterskameraden freuten sich über ein Wiedersehen

Die ehemaligen aktiven Feuerwehrmänner aus der Verbandsgemeinde Westerburg trafen sich im Dorfgemeinschaftshaus Winnen, wo sie die örtliche Feuerwehr die vielen Gäste mit einem bunten Unterhaltungsprogramm erfreute.

Gemütlichen Beisammensein im Dorfgemeinschaftshaus Winnen

Seit rund 30 Jahren ist es bei den Wehren der Verbandsgemeinde Westerburg Tradition, dass sich die Ehren- und Alterskameraden einmal im Jahr zu einem gemütlichen Beisammensein treffen. So haben die „Florians-Senioren“ die Möglichkeit, sich nicht ganz aus den Augen zu verlieren, Erinnerungen auszutauschen und alte Kameraden wiederzutreffen. So auch beim diesjährigen Treffen, das im Dorfgemeinschaftshaus Winnen stattfand.

Rund 80 ehemalige Aktive aus den insgesamt 31 Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Westerburg freuten sich über das Wiedersehen. „Sonst waren es immer etwa 120 bis 130 Alterskameraden, doch diesmal mussten einige wegen Terminüberschneidung oder auch aus Gesundheitsgründen absagen“, war von Wehrleiter Peter Baumann zu erfahren.

Baumann begrüßte die Gäste, darunter auch die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Westerburg, Dr. Ulrike Fuchs. Ihr war es eine besondere Freude, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Sie überbrachte die besten Grüße von VG-Bürgermeister Markus Hof und nutzte die Gelegenheit, von den geplanten Anschaffungen für die Wehren innerhalb der Verbandsgemeinde zu berichten. Für das kommende Jahr sei ein TLF-Fahrzeug für die FFW Höhn eingeplant. Im Jahr 2021 sollen die Wehren aus Kaden und Weltersburg je ein neues TSF-Fahrzeug erhalten. 2022 sei für die Wehr in Langenhahn ein TLF angedacht und auch für das Jahr 2024 gebe es bereits Anschaffungspläne für die Stützpunktwehr in Westerburg, die ein neues Drehleiterfahrzeug bekomme. Damit belaufen sich die Kosten in diesem Bereich für die nächsten vier Jahre auf rund 1,5 Millionen Euro. „Das sind Kosten, die uns nicht schwerfallen“, hob Dr. Fuchs hervor. Die Wehren müssten schließlich richtig ausgerüstet sein, zum eigenen Schutz und auch für die Bürger.

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren sei breit gefächert und ginge über die Definition „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ hinaus.

Dem Ehrenamt verpflichtet

Oftmals seien die Mitglieder der Wehren auch auf Festen für das Gemeinwohl aktiv, um so das Miteinander zu fördern. Oftmals hätten es die Rettungskräfte nicht leicht und seien Beschimpfungen und Behinderungen ausgesetzt. „Unsere Rückendeckung und moralische Unterstützung sei Ihnen gewiss“, betonte die Erste Beigeordnete. Aber auch finanziell stehe die VG hinter den Wehren. So habe sie im Jahre 2019 mehr als 500.000 Euro in größere Anschaffungen investiert.

Ein weiteres großes Anliegen sei der VG die Bildung. Dabei ging sie kurz auf Investitionen und Baumaßnahmen ein. Zur Sprache kam auch die Kooperation mit der Nachbar-VG Wallmerod. Die Alterskameraden würden nach wie vor ihren Beitrag leisten, schließlich fühlten sie sich weiterhin dem Ehrenamt verpflichtet und verbunden. Hierfür sprach Dr. Fuchs allen Anwesenden ihren herzlichen Dank aus und wünschte allen einen schönen Nachmittag und gute Gespräche.

Als Hausherr hieß Ortsbürgermeister Ralf Wengenroth die Gäste willkommen und ging kurz auf die Geschichte des Dorfgemeinschaftshauses ein, in dem in früheren Jahren die Grundschule untergebracht war.

Wehren sind gut aufgestellt

Wehrleiter Peter Baumann berichtete, dass es im Jahr 2019 bisher bereits 108 Einsätze in der VG gab und erinnerte an den Großbrand in Langenbach. In den 31 Einheiten seien 680 Aktive, davon 250 Atemschutzgeräteträger. In der VG gäbe es 13 Jugendwehren mit 113 Mitgliedern. „Die Jugendwarte leisten sehr gute Arbeit“, lobte der Wehrleiter und führte auf, dass neben den regelmäßigen Übungen auch Turniere und Zeltlager auf dem Jahresplan stehen. Auch die Jüngsten, die Mitglieder der beiden Bambini-Wehren, Winnen-Gemünden (30) und Pottum (8), seien mit Spaß und Freude an der Sache.

Somit seien die Wehren in Sachen Fahrzeuge und Ausstattung und auch im Bereich der Nachwuchsarbeit „stabil und zukunftssicher“ aufgestellt. In diesem Jahr seien die Atemschutzgeräte allesamt generalüberholt worden. Die Kosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro. Nicht unerwähnt blieb die geplante digitale Alarmierung, die voraussichtlich in drei bis vier Jahren Einzug in den Westerwald halte.

Musik und Gesang

20 Jahre sei es her, dass die Winner Wehr zum letzten Mal ein Alterskameradentreffen organisiert habe, berichtete Wehrführer Martin Nilges, der auch in seiner Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes sprach. Er richtete die besten Grüße vom Vorsitzenden Bernd Dillbahner, von Ehrenwehrleiter Wilfried Dillbahner und vom Sprecher der Alterskameraden des Kreisverbandes, Jürgen Ickenroth, aus. Die Winner hatten als Gastgeber einige Überraschungen parat. So gab es neben selbst gebackenen Kuchen und deftigen Wurstbroten am Nachmittag auch ein buntes Unterhaltungsprogramm. Den Auftakt machten die Bambinis mit einem Feuerwehrlied. Musikalisch ging es mit dem Männergesangverein unter der Leitung von Kai Uwe Schöler und den Trommelkindern unter der Leitung von Antje Werny weiter. Später sorgte Petra Diehl am Keyboard für Unterhaltungsmusik. Nach einem gemeinsamen Abendessen klang das Treffen bei dem ein oder anderen Schoppen in geselliger Runde aus. (Text und Foto: Ulrike Preis)