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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 49/2018
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Pfefferkuchenmarkt vereinte die Generationen

Das Weihnachtsdorf auf dem illuminierten Rathausplatz war ein Besuchermagnet

Der Westerburger Pfefferkuchenmarkt mit seinem vorweihnachtlichen Programm lockt am vergangenen Wochenende unzählige Besucher auf den Westerburger Rathausplatz. Unter dem Motto „Von Bürgern für die Bürger“ wurde an allen Tagen beste Unterhaltung geboten. Im Mittelpunkt stand hier die Krippe, die den Akteuren als Bühne diente und ebenso wie die vielen Hütten und auch der Ratssaal festlich geschmückt waren.

Tatkräftige Unterstützung hatten hier im Vorfeld die Kinder der örtlichen Kindergärten geboten, die die Weihnachtsbäume neben der Krippe mit selbst gebastelten Sternen und Engelchen verzierten. Auch die Schüler und Lehrer der Regenbogenschule Westerburg waren fleißig und hatten viele bunte Päckchen gepackt. Ebenfalls in Sachen Dekoration engagiert hatte sich der Verschönerungsverein Westerburg. Er besorgte zusätzliche Lichterketten und überraschte mit acht neuen Waldtieren aus Metall.

Stadtbürgermeister Ralf Seekatz nutzte in seiner Begrüßungsrede am Donnerstagabend die Gelegenheit, den vielen Helfern, dem Organisationsteam und den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs für die rundum gelungene Arbeit zu danken. „Es fehlt eigentlich nur noch der Schnee“, so der Stadtchef, der sich im Laufe des Abends über die allseits positive Resonanz und die lobenden Worte der Besucher freute. Die offizielle Eröffnung erfolgte durch den Vorsitzenden des Gewerbevereins Westerburger Land, Peter Stoth. Er dankte Stadtbürgermeister Seekatz dafür, dass er sich in diesem Jahr mit in die Planung eingebracht hatte und sowohl die Stadt als auch die Verbandsgemeinde als Kooperationspartner fungierten.

Wie in den Jahren zuvor, so standen auch diesmal am Freitagnachmittag die Kinder im Rampenlicht. Die örtlichen Kindergärten und Schulen erfreuten mit Gedichten, Musik, Tanz und Gesang. Wer wollte, der konnte Pfefferkuchenherzen- und Nikoläuse mit süßen Sachen verzieren, eine Runde auf dem Karussell drehen oder im warmen Ratssaal seine Tasse Kakao mit einer süßen Waffel genießen. Diese boten die „Golden Girls“ von der Karnevalistischen Kooperation Westerburger Vereine, die auch eine schöne Auswahl an selbst gebackene Kuchen im Angebot hatten und so zum Verweilen einluden. Beim Schlendern über den Weihnachtsmarkt gab es vieles zu entdecken, zu probieren und zu bestaunen. Heiße Getränke, Heizstrahler und ein dicker Teppich aus Hackschnitzeln trugen dazu bei, dass bei den winterlichen Temperaturen niemand frieren muss.

Nachdem am späten Nachmittag die Big-Band des Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit weihnachtlichen Melodien unterhalten hatte, war am Abend Pfefferkuchenmarktparty angesagt. Über reichlich Beifall freuten sich die „Dohlemer Boube“, eine junge Band aus Dornburg-Thalheim, die Kostproben ihres Repertoires zum Besten gab und viele Fans aus dem benachbarten Hessen mitgebracht hatten.

Am Samstag gastierte am Vormittag das Hohenloher Figurentheater in der Sparkasse Westerwald-Sieg und erzählte die Geschichte „Von Feen, Elfen und Wichteln“. Als um 14 Uhr das Weihnachtsdorf seine Türen öffnete, war zunächst der Musikverein Weltersburg in der Krippe zu hören. Es folgten der Musikverein Neuhochstein und der Musikverein Bellingen. Am Samstagabend sorgte Ben Kyle mit seinem Akustikprogramm für Swinging Christmas. Am Sonntag stimmte Pfarrer Eckehardt Brand mit einer kleinen Andacht auf die Vorweihnachtszeit ein. Im Anschluss spielte das Jugendorchester Guckheim. Später waren der Musikverein Guckheim, der Kinder- und Jugendchor Gemünden und der Musikverein Kölbingen zu sehen und zu hören.

Bereichert wurde die Veranstaltung von der Waldschule, die über die heimischen Tiere informierte, und die Jagdhornbläser, die spontan mit einem Ständchen die Zuhörer erfreuten.

Über viele Kinder freute sich der Nikolaus, der jeden Nachmittag in der großen Krippe Station machte. Rund 600 Geschenktüten, gefüllt mit Süßigkeiten und einem Malbuch, wurden so an den Nachwuchs verteilt. Auch das Jugendzentrum hatte seine Türen geöffnet. Hier waren Kinder und Eltern eingeladen, weihnachtliche Dekoration zu basteln. (Text und Foto: Ulrike Preis)