Titel Logo
Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 49/2018
Hauptthemen - Seite 3
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Im Amtsgericht Westerburg gibt es jetzt einen Aufzug

Ältere und behinderte Menschen haben nun uneingeschränkten Zugang zur Justiz

Das Amtsgericht in Westerburg ist jetzt endlich barrierefrei. Die Aufzugsanlage, in die rund 450.000 Euro investiert wurden, ist nun fertiggestellt und ermöglicht nunmehr auch älteren und behinderten Menschen den uneingeschränkten Zugang zur Justiz.

„Damit ist ein seit vielen Jahren bestehender Wunsch in Erfüllung gegangen“, freute sich Direktor Hubert Ickenroth, dem es ein Anliegen war, den neuen Aufzug auch offiziell für die Bevölkerung freizugeben. Zur Feierstunde kamen Gäste aus allen Bereichen, die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen hatten. Dazu zählte die Vertretern der LBB, Aloisius Kegler (Koblenz) und Bernd Strieder (Diez), deren Dienststellen die Arbeitsdurchführung organisiert hatten sowie der bauleitende Architekt Rainer Schmorleitz, der das Projekt technisch umsetzte.

„Ohne die Unterstützung der Mitarbeiter unseres Hauses wäre es sehr schwer geworden, einen Umbau dieses Umfanges umzusetzen. Beeinträchtigungen durch Schmutz und Lärm wurden klaglos in Kauf genommen“, so Ickenroth, der stellvertretend für die Belegschaft die Personalratsvorsitzende Sabine Heinz und die Vorsitzende der Schwerbehindertenvertretung Nadine Kairat sowie Geschäftsleiter Oliver Bindewald begrüßte, der das Objekt von Gerichtsseite aus maßgeblich organisatorisch mit betreut hatte.

Lobende Worte sprach er MdL und Stadtbürgermeister, Ralf Seekatz aus. „Er hat sich auf politischer Ebene dafür eingesetzt, dass die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden“, erläuterte Ickenroth.

Sein besonderer Gruß galt seinem Amtsvorgänger Helmut Seelbach, der mit Familie gekommen war. Dessen Engagement und Beharrlichkeit seien letztlich mit dafür ausschlaggebend, dass mit dem Bau der Aufzugsanlage begonnen werden konnte.

„Traditionell ist es üblich, ein neues Bauwerk mit dem Zerschneiden eines Bandes für die Öffentlichkeit freizugeben“, mit diesen Worten überreichte Ickenroth der fünfjährige Mina eine Schere. Schnell hatte die Enkelin von Helmut Seelbach ihre ehrenvolle Aufgabe erfüllt und erntete kräftigen Beifall.

„Gerade in Zeiten einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt der Barrierefreiheit eine ständig steigende Bedeutung zu. Für ein wohlhabendes Land wie Deutschland ist es deshalb aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit, dass alle Menschen uneingeschränkt alle Bereiche von Behörden und Gerichten besuchen können, ohne auf fremde Unterstützung angewiesen zu sein“, hob Ickenroth in seiner Ansprache hervor. Er dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung und erklärte abschließend: „Das Ergebnis zeigt: Ziehen viele gemeinsam an einem Strang, kommt auch etwas Gutes dabei heraus“. (Text und Foto: Ulrike Preis)