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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 50/2019
Hauptthemen - Seite 4
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Pater Richard Henkes regte zum Nachdenken an

Theateraufführung verhalf zu Kraft und Zuversicht

An das Leben und Wirken von Pater Richard Henkes, der im September im Limburger Dom Selig gesprochen wurde, erinnerte in der vergangenen Woche eine Ausstellung in der Christkönigkirche Westerburg. Sehr guten Zuspruch fand auch die Theateraufführung, zu der rund 70 Besucher aller Altersstufen gekommen waren. Wegen Ausfall der Heizung in der Christkönigkirche, fand diese Vorstellung im benachbarten Pfarrsaal statt.

„Zeitweise hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so ergriffen und betroffen haben die Menschen reagiert“, freute sich Dr. Claudia Huff von der Katholischen Pfarrei Liebfrauen, die sich gemeinsam mit dem Ortsausschuss Westerburg und darüber hinaus noch mit vielen weiteren Helfern um die Organisation von Ausstellung und Theateraufführung gekümmert hatte. Ihr herzlicher Dank galt allen Beteiligten, aber auch dem Team der Pallottiner in Vallendar, die dieses Projekt erstellt haben.

Die Resonanz war allseits sehr positiv. So nahmen dann auch fast alle Teilnehmer an diesem Abend die Gelegenheit wahr, länger zu verweilen und bei einem Glas Wein das soeben Erlebte im Gespräch noch einmal Revue passieren zu lassen. „Wie würde ich handeln?“, „Wie hätte ich reagiert?“, „Hätte ich diesem fremden Menschen geholfen?“, diese und viele andere Fragen beschäftigten die Zuhörer, die ihre Gedanken mit Freunden und Bekannten gerne austauschten und die schließlich gewonnene Kraft und Zuversicht mit nach Hause nahmen.

Über das eigene Leben nachdenken

Zu Beginn hieß Dr. Huff die Besucher herzlich willkommen. Im Mittelpunkt des nun folgenden Theaterstücks stand ein junger Mann, der seine Begeisterung für das Leben und Wirken von Pater Henkes entdeckte. Frank Musekamp, Schauspieler und Textbearbeiter aus Bonn war es, der auch in Westerburg in die Rolle des Punkers schlüpfte, als der er sich wiederum in die Person von Pater Henkes hinein versetzte.

Zurückzuführen ist diese Aufführung auf Autor Boris Weber, der das rund 40-minütige Bühnenstück geschrieben hat. Der Inhalt hatte auch in Westerburg für die aufmerksamen Zuhörer viele Herausforderungen parat.

Ein junger Mann predigte und ging dabei seinen eigenen Gedanken nach. Seine Bühne war ein eigens aufgebauter Altar, auf dem Kerzen und ein roter Weihnachtsstern die Blicke auf sich zogen.

Immer wieder stellte er die Entscheidungen und Einstellungen von Pater Henkes in Frage und regte so zum Nachdenken an. Schließlich gelangte er an den Punkt, wo er über sein eigenes Leben nachdachte und er sein Ringen und Fragen an das Mit- und Füreinander auch an die Zuschauer weitergab.

Wer es versäumt hat, das Theaterstück und die interaktive Ausstellung zu besuchen, der findet weitere Orte und Termine auf der Homepage: www.glaube-hat-Zukunft.de/henkes.

(Text: Ulrike Preis, Foto: Veranstalter)