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Wäller Wochenspiegel - Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg
Ausgabe 6/2018
Hauptthemen - Seite 5
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In Westerburg wurde kräftig Karneval gefeiert

Die Showtanzgruppe der KKWV eroberte als ein Dutzend bunt gefiederter Hühner die Herzen des Publikums. (Foto: Simone Reichelt)

Büttenreden, Spaß und tolle Tänze sorgten für beste Stimmung

Westerburg. Die Karnevalistische Kooperation Westerburger Vereine (KKWV) erfreute ihr närrisches Publikum mit einem bunten Reigen toller Darbietungen. Im Rampenlicht der Großen Prunksitzung standen auch diesmal weit mehr als 100 Aktive aus den eigenen Reihen. Für einen krönenden Abschluss sorgte gegen Mitternacht das Tanzcorps Agrippina Colonia, welches eigens aus der Narrenhochburg Köln angereist war. Zunächst eröffnete Sitzungspräsident Carsten Fuckert unter Begleitung des Elferrats in der Westerburger Narrhalla mit einem lautstarken „Westerburg Helau“ den Abend. Ihm zuvor gekommen war ein gelungenes Robbie Williams-Double der das Publikum mit „Let me entertain you!“ auf das Programm einstimmte. Mit kräftigem Beifall hieß der ganze Saal nun das Jugendprinzenpaar, Prinzessin Isabella I. „von der närrischen Hochburg“ und Prinz Finn I. „vom hohen Zoll“ herzlich willkommen, die daraufhin „Wenn nicht jetzt, wann dann“ anstimmten. Dieses Motto hatte sich offensichtlich auch Gabi Basting auf die Fahne geschrieben, die mit grauem Haar und Übergewicht in die Bütt stieg. Das viele Essen bei der letzten Kreuzfahrt hatte sie zu dem Entschluss gebracht, die Couch nun direkt neben den Kühlschrank zu stellen.

Weit mehr als 100 Aktive

Dass Tanzen schlank und fit hält und zudem reichlich Spaß macht, stellten die beiden Tanzgarden der KKWV unter Beweis. „Heut ist so ein schöner Tag“, verkündete die Stadtkapelle Westerburg, die mit ihrer Playback-Show zum Mitmachen aufforderte. Mit den Golden Girls ging es nun per Charterflug nach Mallorca. Die netten Flugbegleiterinnen gaben den Anwesenden zunächst eine kleine Belehrung bevor sie mit ihrer Leuchtkugel-Show mächtig durchstarteten. Wie schwer es ein Büttenredner hat, der sich gegen das geschwätzige Publikum durchsetzen muss, das machte der „Westerbürger“ Albert Piro deutlich. Nach seinem Rückblick rund um Stadtjubiläum und Oberstadtsanierung machte er sich mal kräftig Luft und es geschah das, womit keiner gerechnet hatte: er verließ resigniert die Bühne. Dem Sitzungspräsidenten war es dann zu verdanken, dass er seinen Humor bewahrte und ins Rampenlicht zurück kam. Im Zeitalter des Smartphons hatte das Petermännchen da ganz andere Ideen, sich Gehör zu verschaffen. Doch schließlich prangerte es auf seine altbekannte Art die Geschehnisse des vergangenen Jahres an. Ob die Nutzung der Stadthalle, Zustand der Realschule oder Sicherheitskonzert des Weihnachtsmarktes, wieder war in Westerburg so Manches im Argen. Über diese und andere Themen hatte sich auch das Petermännchen-Theater Gedanken gemacht. Mittels eines Familien-Duells hatte es 100 Passanten lokale Fragen gestellt. „Reiß die Hütte ab“ war die prompte Antwort auf das „Denkmal“ am Stachus und auf die viel diskutierte Schneeräumung folgte das Bobfahrerlied. Neben den üblichen Orden wurde auch der RZ-Orden verliehen und das diesmal gleich zwei Mal. Jenny Thoma (Schriftführerin) und Maren Koch (Kassiererin) nahmen die besondere Auszeichnung für ihre außergewöhnliche Vorstandsarbeit entgegen.

20 Jahre Feuerteufel

Den „Highway to hell“ befuhren nun die Feuerteufel, die mit einem Teufelstanz ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum feierten. Ein Dutzend verrückte Hühner der Showtanzgruppe der KKWV kamen mit dem Traktor auf die Bühne und eroberten im Flügelschlag die Herzen des Publikums. Mit heißen Rhythmen brachte traditionell auch Samba pa ti den Saal wieder zum Beben. Und die Gäste aus Hundsangen (Gruppe „International“) sorgten mit ihrem Sketch über Robin Hood für einen echten Angriff auf die Lachmuskeln. Die Wäschbachspatzen sangen eine Hommage an die wilden 1970er Jahre und sorgten damit für reichlich Stimmung. Tänzerisch ging es mit den Funny Ladies weiter, die als flotte Indianer mit ihrem Showtanz begeisterten. Eine gelungene Überraschung war der Auftritt der „Basaltköpp“ mit kölschen Stimmungsliedern. Dies war dann auch eine gute Überleitung zu den Gästen aus Köln: das Tanzcorps Agrippina-Colonia-Ehrentanzcorps der Karnevalsgesellschaft Kölsche Figaros e.V. von 1950. Im Anschluss an das große Finale lockte die Band „First Beat“ noch bis in die späte Nacht auf die Tanzfläche. (Text: Ulrike Preis)