SPD Windhagen (Jonas Paul) vlnr: Rolf Kahmann, Hans-Georg und Vera Vollmar, Helga Ullamag, Brigitte Linke-Lotz, Dr. Thomas Stumpf, Jürgen Schmied und Jonas Paul
Auch wenn die hochsommerlichen Temperaturen mehr schriftliche Rückmeldungen als Teilnehmer zum jüngsten Demokratietreff der SPD Windhagen zur Folge hatten, war die Resonanz eindeutig: Die Initiative für einen offenen, respektvollen Austausch wurde ausdrücklich begrüßt.
Der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Thomas Stumpf betonte, dass Demokratie vor allem dort gestärkt werde, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Gerade angesichts globaler Krisen, gesellschaftlicher Polarisierung und der schwierigen finanziellen Lage vieler Kommunen brauche es Orte des sachlichen Austauschs und der gemeinsamen Suche nach Lösungen.
Jürgen Schmied, Fraktionsvorsitzender der CDU im Verbandsgemeinderat Asbach, machte deutlich, dass ein demokratischer Dialog nicht bedeute, kontroverse Themen auszublenden oder Meinungen auszugrenzen. Vielmehr müsse die Arbeitsfähigkeit von Parlamenten und Verwaltungen ebenso erhalten bleiben wie die Fähigkeit, unterschiedliche Auffassungen respektvoll auszutauschen. Vertrauen in Politik entstehe vor allem vor Ort.
Jonas Paul hob hervor, wie wichtig gerade für junge Menschen generationsübergreifende Gesprächsangebote seien. Sie könnten helfen, demokratische Alternativen sichtbar zu machen und die vermeintlich einfachen Lösungen extremistischer Strömungen kritisch zu hinterfragen.
Brigitte Linke-Lotz regte an, auch den politischen Umgangston zu überdenken. Hans-Georg und Vera Vollmar machten deutlich, dass es dabei nicht um eine Angleichung der politischen Programme gehe, sondern um den gemeinsamen Einsatz für eine lebendige Demokratie und konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort. Rolf Kahmann mahnte, politische Versprechen realistisch zu halten, um Vertrauen dauerhaft zu sichern.
Einigkeit bestand schließlich darüber, den begonnenen Dialog fortzusetzen. Zum nächsten Treffen am 11. September 2026 um 19.00 Uhr sollen die demokratischen Parteien, Wählergemeinschaften und Fraktionen im Asbacher Land eingeladen werden. Zugleich soll ein gemeinsamer Name für das neue Dialogformat gefunden werden.