(v.li) Der Kreisbeigeordnete Michael Mahlert, Angelika Breitscheid die damals mit als erste im Kindergartenzweckverband gearbeitet hat, Bürgermeister Jan Ermtraud und Stadtbürgermeister Reiner W. Schmitz gratulierten der Leiterin (2.v. re) Wilma Heinz- Reuter recht herzlich
(v.re) Blumenpräsente für Doris Bahles, Wilma Heinz- Reuter und Ivonne Frorath
Die Kindertagesstätte „Casa Vivida“ hatte Geburtstag und viele kamen, um dabei zu sein, denn 30 Jahre ist schon ein Grund, so richtig zu feiern. Hierzu hatten sich neben den ehemaligen Kolleginnen „Team 92“ und die aktuellen Kolleginnen auch die Leiterinnen der benachbarten Kitas „Casa Feliz“ und „St. Suitbert“ Silvia Bent und Sabrina Kopper eingefunden. Unter den Gästen auch der Bürgermeister Jan Ermtraud, Stadtbürgermeister Reiner W. Schmitz und der Kreisbeigeordnete Michael Mahlert sowie die Abgeordnete Ellen Demuth und Vertreter der Verwaltung. Des Weiteren die Vorsitzende des Elternausschusses Marie- Luise Kruft sowie der Vorsitzende des Fördervereins Michael Naumann. Nach einem Sektempfang mit kleinen Snacks fand der offizielle Teil der „Geburtstagsveranstaltung“ statt. „Ich bin heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge hierhergekommen, weil eigentlich eine andere Person hier stehen müsste, nämlich unsere liebe Daniela Bamberg die leider, letztes Jahr im Mai verstorben ist. Das hat uns alle zutiefst getroffen,“ so eröffnete die amtierende Leiterin Wilma Heinz- Reuter ihre Ansprache. Von Anfang an ab September 1992 war Daniela Bamberg Leiterin der Kita gewesen und wurde immer als lebensfrohe, herzliche und sehr hilfsbereite Kollegin empfunden. „Leider traf uns im Dezember letzten Jahres noch ein weiterer Schicksalsschlag. Unsere Kollegin Cindy verstarb plötzlich und unerwartet und wurde nur 21 Jahre alt, das war für uns alle ein Schock,“ resümierte Heinz-Reuter. Aber das Leben ging weiter und man freute sich heute zur Geburtstagsfeier in die „Casa Vivida“ was „Das mit Leben erfüllte Haus“ bedeutet, einladen zu können. Und so sehen und verstehen die Erzieherinnen ihre Arbeit. Die Kinder stehen immer im Mittelpunkt und zu ihrem Wohle richtet man die pädagogische Arbeit aus. Man arbeitet nach dem situationsorientierten Ansatz, was bedeutet, dass die situativen Anlässe und Interessen der Kinder den Impuls für ein neues Thema oder Projekt in den jeweiligen Gruppen geben. Gleichzeitig feierte neben der Leiterin Wilma Heinz-Reuter, Ivonne Frorath ihr 30-jähriges Dienstjubiläum. Noch ein Grund mehr zu feiern. „Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat sich vieles verändert, so auch unser Team. Anfangs waren wir längere Zeit ein relativ homogenes Team. Aber nicht nur unser Team, sondern auch die Werte der Kindererziehung haben sich in der Gesellschaft stark verändert.
Früher mussten die Kinder das dritte Lebensjahr vollendet haben und „trocken“ sein, bevor sie die Kita besuchen konnten. Seit einigen Jahren sind wir aber schon ganz anders aufgestellt. Das Eintrittsalter der Kinder ist auf die Vollendung des ersten Lebensjahres gesenkt worden. Somit fallen auch andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Sauberkeitserziehung in den Zuständigkeitsbereich der Erzieherinnen. Die Entwicklung der Sprache und auch das Laufen lernen werden zum großen Teil von uns pädagogischen Fachkräften begleitet und gefördert. So passiert es demnach nicht selten, dass anstelle der Eltern die Erzieherinnen den ersten Schritt des Kindes bewundern oder das erste Wort hören dürfen, was durchaus bei den Eltern zwiespältige Gefühle und Gedanken hervorrufen kann.
Umso wichtiger wird es in Zukunft sein, zusammen mit den Eltern eine Erziehungsgemeinschaft zu bilden, in der das Kind mit seinem Entwicklungsstand den Weg vorgibt, wobei die Kommunikation zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften das wichtigste Instrument bleiben wird,“ so der Apell von Wilma Heinz- Reuter. Im gleichen Zuge wies sie darauf hin, dass all dies ohne ihr großartiges Team nicht möglich sei. Ein Team welches die kreative, pädagogische und professionelle Arbeit mit den Kindern, erst ganz rund mache! Bürgermeister Jan Ermtraud sprach der Leitung samt Team seine große Anerkennung aus. „Ich bin sehr froh über jeden guten Kindergarten in der schönsten Verbandsgemeinde am Mittelrhein. Denn frühkindliche Erziehung ist mit das Wichtigste, was wir der nachwachsenden Generation mitgeben können. Sie liefert eine wesentliche Voraussetzung, um im Leben zu bestehen, um am sozialen, politischen und kulturellen Leben teilzuhaben. Mit einem Wort: Bildung ist unverzichtbar - für jeden einzelnen Menschen wie für unsere Gesellschaft insgesamt. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Kinder. Sie finden hier in der Casa Vivida eine Einrichtung vor, in der sie sich gut entfalten können, viel Förderung erfahren und sich ganz offensichtlich wohl fühlen. Wie erfolgreich der Kindergarten ist, zeigt sich vielleicht am schönsten daran, dass Eltern, die ihn einst selbst besuchten, nun ihre eigenen Kinder hier angemeldet haben,“ hob Ermtraud hervor, bevor er einige Daten, Fakten und Kosten Revue passieren ließ. Der Kreisbeigeordnete Michael Mahlert, überbrachte in Vertretung von Landrat Achim Hallerbach die herzlichsten Glückwünsche und ein „Weiter so“. „Die Entwicklung des Kindergartenzweckverbandes ist eine Erfolgsgeschichte. Mit viel Engagement ist es über all die Jahre den Verantwortlichen, sei es in den Kitas selbst oder in der Administration gelungen, das Angebot an Kita - Plätzen den ständig wachsenden Anforderungen, inhaltlich oder auch von der Anzahl der benötigten Plätze anzupassen,“ so Mahlert. Nach unzähligen Gratulationswünschen und überreichen von Blumenpräsenten stieß man noch schnell gemeinsam auf die nächsten 30 Jahre an, denn am Nachmittag bevölkerten noch viele kleine „Tiere“ mit ihrem Zirkusdirektor das Außengelände der Kita und es hieß: „Herein spaziert...!“