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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Bad Hönningen
Ausgabe 41/2019
Hauptthemen
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Gelungene Brandschutzübung an Astrid-Lindgren-Schule

Rettungen mit der großen Drehleiter aus den Fenstern

In der Nachbesprechung warteten noch jede Menge Fragen auf die Wehrleute, aber auch Verbesserungsvorschläge für den Ernstfall von den Feuerwehrmännern, an die Teilnehmer

Die Atemschutz-Trupps machten sich auf den Weg zur Rettung der verbliebenen Kinder in der Schule

Der Rauch nahm so manchem die Sicht

Der Hausalarm gab das Signal zum Verlassen des Schulgebäudes

- Fortsetzung der Titelseite -

Gelungene Brandschutzübung an Astrid-Lindgren-Schule

Feuer in der Astrid-Lindgren Schule Rheinbrohl, so lautete an einem Samstag um 10:35 Uhr die Alarmmeldung für die Feuerwehren Rheinbrohl, Bad Hönningen, Leutesdorf und Linz am Rhein. Glücklicherweise handelte es sich hier um eine angekündigte Übung. Vorangegangen war ein erstmals durchgeführter Brandschutztag an der Rheinbrohler Grundschule, welcher durch die Rektorin Doris Brosowski und den Wehrführer der Rheinbrohler Wehr Michael Scharrenbach organisiert wurde.

So bestand für alle Schüler und Lehrer an dem Tag Schulpflicht. Die Grundschule „Astrid-Lindgren-Schule“ in Rheinbrohl freute sich sehr über den Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbrohl. Die Herren der Wehren aus Rheinbrohl, Bad Hönningen (Drehleiter), Leutesdorf, und Linz mit Gelenkmast führten den Aktionstag zum Thema „Verhalten im Brandfall“ an der Grundschule gemeinsam durch.

Die Feuerwehr informierte dabei über ihre Aufgaben und Tätigkeitsbereiche sowie über das richtige Verhalten im Brandfall in den Klassen. Durch die Kameraden der Feuerwehr Rheinbrohl wurden die Klassen 1 - 4 in den ersten beiden Schulstunden unterrichtet. Themen waren zum Beispiel: Welche Aufgaben hat die Feuerwehr; Wie setzt man ein Notruf ab; Wie verhält man sich im Brandfall. Nach der großen Pause rückte die Feuerwehr wieder ins Gerätehaus ein und die Schüler bereiteten mit ihren Lehrern die beiden Unterrichtsstunden auf.

Danach fand eine Real-Übung unter Einbeziehung der Schüler der 4. Klassen statt. Ziel des Projektes war, Kinder im Grundschulalter spielerisch mit einer aktiven Handlung auf Gefahren im Alltag und korrektem Verhalten im Brandfall aufmerksam zu machen.

Dann wurde es ernst für Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen sowie Wehrleute. Hausmeister Jörg Labonde, sorgte mit seinem ausgelösten Hausalarm für den Startschuss, als er den verrauchten Flur im 1. Obergeschoss entdeckt hatte. Hierbei verließen die Klassen das Gebäude in Richtung Sammelpunkt, der immer auf dem Sportplatz ist, bis auf eine 4. Klasse, deren Fluchtweg durch den Rauch versperrt war. Für die ersteintreffenden Kräfte der Einheit Rheinbrohl stellte sich folgendes Szenario dar: Im 1.Obergeschoss drang Rauch aus dem Gebäude und die Klasse 4a konnte das Gebäude nicht mehr verlassen und machte sich an den Fenstern mit Hilferufen bemerkbar. Der Einheitsführer des Löschzugs Rheinbrohl gab nach der Erkundung den Befehl, dass ein Atemschutztrupp mit dem ersten C-Rohr sich ins 1. OG zur Brandbekämpfung begeben und weitere Kräfte sollten die eingeschlossene Klasse betreuen und über Steckleitern retten.

Durch die Sicherheitsbeauftrage der Grundschule konnte bei der Überprüfung der Anwesenheit festgestellt werden, dass noch zwei Kinder vermisst wurden. Umgehend gingen weitere Trupps ins Gebäude vor, um alle Stockwerke abzusuchen. Die vermissten Schüler konnten im nicht verrauchten Gebäudeteil angetroffen und hinausbegleitet werden. Mit dem Eintreffen der Einheit Bad Hönningen wurde die eingeschlossene Klasse auch über die Drehleiter gerettet.

Durch den vorgehenden Atemschutztrupp konnten noch zwei weitere Personen (Puppen) aus dem verrauchten Gebäudetrakt gerettet werden. Nach dem Eintreffen der Einheiten Leutesdorf und Linz teilte man die Einsatzstelle in zwei Abschnitte ein, so dass von der Vorder- und Rückseite ein massiver Löschangriff durchgeführt werden konnte. Nach ca. eineinhalb Stunden war das Übungsszenario abgearbeitet und die Aufräumarbeiten konnten begonnen werden. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte im Einsatz, um diese Brandschutzübung, die etwa alle zwei Jahre stattfindet, durchzuführen.

In der Nachbesprechung, zu der auch der Beauftragte der VG Bad Hönningen, Reiner W. Schmitz gekommen war, stellten sich Wehrführer Michael Scharrenbach und die stellvertretenden Wehrführer Peter Scheidgen sowie Christian Erben und Gruppenführer Marcus Borchert, den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig wurde aber auch auf eventuelle Fehler während der Übung aufmerksam gemacht. Die Schulleiterin Doris Brosowski, dankte allen, die sich für die Brandschutzübung verantwortlich zeichneten. Gleichzeitig wies sie daraufhin, dass die Feuerwehren immer ein offenes Ohr für den Nachwuchs hätten, also wer mal reinschnuppern möchte, kann sich gerne bei den Wehren melden.

Martina Sierocki