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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Bad Hönningen
Ausgabe 41/2019
Aus den Gemeinden
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Gefahren im Herbst

Bunt gefärbtes Laub an Bäumen und Sträuchern der Herbst kommt! In dieser Jahreszeit erhöht sich das Unfallrisiko durch anhaltende Dunkelheit, Nebel und schlechte Witterungsbedingungen für alle Verkehrsteilnehmer. Wichtig ist umsichtiges Verhalten! Die Unfallkasse gibt Tipps, worauf zu achten ist.

Gefahren für Kinder

Das Unfallrisiko von Kindern ist in der dunkleren Jahreszeit besonders hoch. Um Gefahren zu verhindern, sollten Kinder im Straßenverkehr gut sichtbar sein.

Helle Farben sind in der Dämmerung und Dunkelheit nicht viel besser zu erkennen als dunkle. Des-halb sollte die Kleidung zusätzlich mit Lichtreflektoren ausgestattet sein. Helle reflektierende Kleidung schafft einen Kontrast zur dunklen Umgebung und hilft im Scheinwerferlicht Personen in einer Entfernung von bis zu 160 m weit zu sehen, Menschen in normaler Kleidung sind für Autofahrer erst ab 30 m Entfernung sichtbar. Auch der Schulranzen sollte aus reflektierendem und fluoreszierendem Material bestehen.

Tief stehende Sonne

Die tiefer stehende Sonne in den Morgen- und Abendstunden kann blenden und zu Sichtbehinderungen führen. Motorrad- und Fahrradfahrer selbst erkennen zwar noch Hindernisse, Pkw- und Lkw-Fahrer übersehen leicht andere Verkehrsteilnehmer, z. B. Radfahrer oder Personen am Straßenrand, insbesondere, wenn die Windschutzscheibe schmutzig ist.

Laub auf Gehwegen und Fahrbahnen

Sobald das Laub auf Bürgersteige und Straßen gefallen ist, entsteht nach einem Regenschauer eine glitschige Masse, die das Gehen erschwert, Bremswege verlängert und die Schleudergefahr erhöht. Alle Verkehrsteilnehmer müssen nun besonders vorsichtig fahren und ihre Geschwindigkeit anpassen. Denn oftmals entsteht ein gefährlicher Schmierfilm, der die Haftung der Reifen beeinträchtigt und beim abrupten Bremsen oder ruckartigen Lenken die Fahrzeuge „aus der Bahn" werfen kann. Motorradfahrer müssen besonders in Kurven die Geschwindigkeit drosseln, wenn sie nicht ungewollt „abheben" wollen.

Vorsicht Wild!

In der Herbstzeit steigt alljährlich die Gefahr von Wildunfällen, da im Oktober und November der Wildwechsel erheblich zunimmt. Ein Zusammenstoß mit Tieren kann schlimme Folgen haben. Denn schon bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h hat ein 20 Kilogramm leichtes" Reh ein Aufprallgewicht von fast einer halben Tonne. Die meisten Wildunfälle ereignen sich auf Landstraßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Junge Fahrer sind zu gut einem Drittel an den Unfällen mit Personenschäden beteiligt.

Ist ein Zusammenstoß mit einem Tier nicht mehr zu vermeiden, sollte man auf keinen Fall ein Ausweichmanöver durchführen, da dann das Risiko besteht, den Gegenverkehr zu gefährden oder in den Straßengraben oder gegen einen Baum zu fahren.

Wegeunfall - Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung

Ein Wegeunfall liegt dann vor, wenn sich der Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit oder Schule oder auf dem Heimweg ereignet hat. Bei einem Wegeunfall besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

Ein Wegeunfall auf dem Weg zur Arbeit ist dann zu melden, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit führt.

Unfälle von Schülerinnen und Schülern sind bereits dann meldepflichtig, wenn sie eine ärztliche Behandlung nach sich gezogen haben.