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Neuwieder Stadtzeitung
Ausgabe 47/2018
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„Guitar & Sitar“ mit magischer Mischung von orientalischer und westlicher Musik

Das Konzert der Reihe „Guitar & Sitar“ ist ausverkauft gewesen (v.l.n.r.) Homaira Mansury, Abhirup Roy, Shama Abbass, Ulrich Thilemann, Deepshankar Bhattacharjee, Christoph Kupp, Michael Herden.

NEUWIED. Auch schlechtes Wetter oder das bequeme häusliche Sofa konnten die vielen Gäste nicht davon abhalten, kürzlich den Konzertsaal des Neuwieder Pianohauses Thilemann bis auf den letzten Platz zu füllen.

Der letzte Teil der Musik-Reihe „Guitar & Sitar“ versprach eine magische Mischung von orientalischer und westlicher Musik bereits zum vierten Mal in der Deichstadt.

Gedenken an Habib Yussof

Habib Yussof, hier beheimateter Bauingenieur und virtuoser Gitarrist, hatte seinerzeit diese Reihe ins Leben gerufen und zu seinen zahlreichen Konzerten Freunde mit Leidenschaft für Klänge aus aller Welt eingeladen.

Yussof war nicht nur beruflich Brückenbauer, sondern auch zwischenmenschlich und kulturell, besonders musikalisch.

Lange im Voraus hatte er diesen Fortsetzungsabend geplant, den er tragischerweise selbst nicht mehr erleben konnte: Habib Yussof verstarb im Sommer nach längerer schwerer Erkrankung.

Im Herzen war Habib Yussof jedoch für alle Gäste spürbar anwesend, denn seine musikalischen Freunde bereiteten ihm ein wunderbares, künstlerisch anspruchsvolles Andenken.

Gäste aus Kalkutta

Aus Kalkutta angereist und auf ihrer Europa-Tournee fest für den Abend eingeplant waren der indische Sitar-Profi Deepshankar Bhattacharjee, gemeinsam mit seinem Freund, dem aus derselben Stadt stammenden Tabla-Musiker Abhirup Roy.

Beide boten eine bemerkenswerte, meditative und positive Energie gebende Performance. Diesen traditionellen indischen Einfluss brachten beide Profimusiker in den zweiten Teil des Konzerts ein, als sie mit ihren rheinischen Freunden in einen Reigen aus bekannten Evergreens von Simon & Garfunkel oder Duke Wellington einstimmten.

Es sang leidenschaftlich Yussofs musikalische Wegbegleiterin Shama Abbas, Gitarrist Michael Herden und Bassist Christoph Kupp begleiteten, alle drei sind regional beliebte Musikgrößen.

Alle Klänge fusionierten hervorragend, das Publikum wertschätzte die Harmonie immer wieder mit langem Applaus.

Afghanischer Frauenverein reichte Speisen

In der Pause reichte die gemeinnützige Hilfsorganisation Afghanischer Frauenverein (AFV), auch in Neuwied seit langen Jahren mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen aktiv, landestypische Snacks und schmackhaften grünen Tee mit afghanischen Süßigkeiten sowie wertvolle Handarbeiten vom Hindukusch zum Verkauf.

Habib Yussof war es wichtig, den kleinen und sehr effektiv arbeitenden Verein, der Menschen in Afghanistan im Bildungs- und medizinischen Bereich seit knapp drei Jahrzehnten wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe bietet, mit seiner Musik zu unterstützen.

Neben Familie, Freunden und AFV unterstützte auch die Neuwieder Musikhaus-Familie Thilemann den Abend, durch welchen Habib Yussofs Nichte Homaira Mansury führte.