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Neuwieder Stadtzeitung
Ausgabe 48/2018
Aktuelles
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Jahreskunstausstellung lockt im Roentgen-Museum mit großer Vielfalt an Werken

43 Künstler zeigen rund 71 Werke im Roentgen-Museum.

Landrat Achim Hallerbach bedankt sich bei Kunstschaffenden und Jury-Mitgliedern. Seit 70 Jahres gibt es die Jahreskunstausstellung schon.

Die Vernissage umrahmten musikalisch Yoel Cantori am Cello und Milica Vickovic-Reffgen am Klavier.

71 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 43 Künstlern – Schau noch bis zum 20. Januar zu sehen – Kunstwerke käuflich zu erwerben

NEUWIED. (sil) Sie zeigt ein breites Spektrum des künstlerischen Schaffens am Mittelrhein: Die Jahreskunstausstellung „Gemälde, Grafiken und Plastiken zeitgenössischer mittelrheinischer Künstler“ im Roentgen-Museum ist eröffnet. Z

u sehen sind 71 Gemälde, Grafiken, Fotos und Skulpturen von 43 Künstlern der Region. Bei der Schau, die noch bis zum 20. Januar gezeigt wird, geht es um eine große Vielfalt. Die verschiedensten Motive und die unterschiedlichsten Techniken und Materialien sind vertreten.

Eine möglichst große Vielfalt zu erreichen, ist auch eine der Absichten der Jury gewesen. Immerhin hatte das Gremium aus Künstlern und Kunstkennern aus etwa 200 eingereichten Arbeiten von zirka 90 Künstlern zu wählen.

Zwei Drittel mussten ausgesondert werden. Dies schilderte Landrat Achim Hallerbach bei der Eröffnung der Schau. Sie sein ein krönender Abschluss des Jubiläumsjahres des Rontgen-Museum, das sein 90-jähriges Bestehen in diesem Jahr feiert.

Ausstellung beinahe jährlich seit 70 Jahren

Der Landrat erläuterte, dass anfangs Werke von Künstlern aus Neuwied und der direkten Umgebung gezeigt wurden. Inzwischen kämen die Kunstschaffenden aus einem weiteren Umfeld bis in den Westerwald, der Eifel und an die Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung würde von Käufern sehr geschätzt. Denn sie sei ja nicht nur eine Schau, sondern eben ein Marktplatz, auf dem Kunst gehandelt wird.

Die Werke sind zu kaufen. Eine Preisliste liegt im Roentgen-Museum aus: „Wir haben Einiges zu bieten und können stolz darauf sein“, betont Achim Hallerbach angesichts der gezeigten Werke. Wie auch in den vergangenen Jahren seien neben Künstlern, die regelmäßig vertreten sind auch neue Gesichter bei den Schaffenden.

Sowohl der Landrat als auch Museumsleiter Bernd Willscheid bedankte sich bei allen Einsendern. Bernd Willscheid bedauerte, dass bei 200 Werken eine Auswahl getroffen werden musste. Nur etwa ein Drittel könne – bedingt durch die Räumlichkeiten – gezeigt werden. „Es ist sicherlich schmerzlich für Künstler, dass wir nicht alle Werke präsentieren können.“

Kunstfertigkeit, künstlerische Aussage und Bandbreite

Auf die Nachfrage der Neuwieder Stadtzeitung, welches denn die Kriterien für die Jury zur Auswahl gewesen seien, nannte Willscheid in erster Linie das handwerkliche Geschick, sowie auch die künstlerische Aussage der Bilder und Skulpturen und auch die Bandbreite.

Teilweise hätten Künstler bis zu drei Werke eingereicht. Nicht immer seien die Entscheidungen der Jury einstimmig gewesen. Natürlich habe es auch Diskussionen gegeben.

Dies bestätigt auch Kunstsammlerin Charlotte Fichtl-Hilgers, die schon seit Jahrzehnten zur Jury gehört. „Wir wollten immer schon eine große Vielfalt von Werken zeigen.“

Auch die Qualität sei wichtig: „Die Ausstellung ist von Anfang an eine Verkaufsausstellung und ein Podium, eine Bühne für die Künstler.“ Sie bedauert, dass in den vergangenen Jahren oft Arbeiten eingereicht worden seien, die handwerklich nicht gut gemacht seien.

Ebenso sei sogar der Zustand des eingereichten Bildes leider oft nicht angemessen und es würden banale Dinge wie etwa ein Aufhänger oder ein Rahmen fehlen.

Als positives Beispiel für eine Arbeit nannte sie die gezeigten Werke von Andreas Bruchhäuser. Er sei einer der wenigen, die die schwierige Technik der Pastellmalerei beherrschen würde, bei der im Nachhinein am Bild nicht viel mehr geändert werden könnte. Durch die Auswahl der Werke würde gewährleistet, dass Käufer eine gute Qualität bekämen.

Die Vernissage umrahmten musikalisch Yoel Cantori am Cello und Milica Vickovic-Reffgen am Klavier, die Werke von Camille Saint-Saens, Jacques Offenbach und Peter Tschaikowsky spielten.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Roentgen-Museum, Raiffeisenplatz 1a, in Neuwied ist bis zum 20. Januar 2019 zu sehen. Der Eintritt beträgt 3 Euro und ermäßigt 2 Euro. Samstags ist der Eintritt frei. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 11.00-17.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr. Vom 27.12.-30.12.2018 ist von 14.00-17.00 Uhr geöffnet. Am 22.12.-26.12.2018 und 31.12.2018-01.01.2019 sowie montags ist das Roentgen-Museum geschlossen.