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RW-Direkt
Ausgabe 26/2026
Aus der Verwaltung / Ortsgemeinde
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Dorflinde leider nicht mehr zu retten

Schon 1932, als dieses Foto entstand, war die Linde in der Dorfmitte ortsbildprägend. Neben vielen Widrigkeiten hat sie zwei Weltkriege überstanden.

Nun ist sie nicht mehr zu retten. Sie trägt kaum noch Blätter und ist vom Pilz befallen.

Ortsgemeinde setzt sich für Neuanpflanzung ein

Sie ist geschätzt über 100 Jahre alt und hat zwei Weltkriege überstanden: Die alte Linde in der Dorfmitte an der Kreuzung Wiedtalstraße/Breitscheider Straße. Ihr Platz vor der ehemaligen Gaststätte „Zur Linde“ ist ortsbildprägend. Doch nun ist sie trotz mehrerer Altbaumsanierungen nicht mehr zu retten und muss aus Verkehrssicherungsgründen entnommen werden.

 

Revierförster Gregor Nassen hat den Baum schon seit einigen Jahren im Blick. „Seit dem Vorjahr hat er noch einmal stark abgebaut. Er weist aktuell kaum noch Blätter auf und am Stammfuß ist starker Pilzbefall des Gemeinen Spaltblättlings sichtbar“, so der Revierförster. Auch ein Baumgutachter kommt zum Ergebnis, dass der Baum nicht mehr zu retten ist. Das bedauern neben Ortsbürgermeister Thomas Boden auch der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks, Andrè Henn. Viele Roßbacher verbinden Erinnerungen mit der Linde und der gleichnamigen Gaststätte „Zur Linde“, die zwischenzeitlich zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.

 

 

„Wir möchten an dieser exponierten Stelle wieder eine Linde pflanzen. Sie ist ortsbildprägend und auch gut für das innerörtliche Klima. Es freut mich, dass Herr Henn dies ebenfalls so sieht und die Maßnahme unterstützt“, so Ortsbürgermeister Boden. Da ein neuer Lindenhochstamm nicht ganz kostengünstig ist, will die Ortsgemeinde öffentliche Mittel für die Entfernung des kranken Baumes und eine Ersatzpflanzung beantragen. Hierbei steht sie in Kontakt mit verschiedenen öffentlichen Stellen und erfährt allseits Wohlwollen. Über den Fortgang der Bemühungen will der Ortsbürgermeister seine Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden halten.