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RW-Direkt
Ausgabe 30/2026
Aus der Verwaltung / Ortsgemeinde
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Öffentlicher Teil der Niederschrift über die 10. Sitzung des Werkausschusses der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach am 25.06.2026

4. Mitteilung der in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse

Einer Personalangelegenheit wurde einstimmig (13 Ja-Stimmen) zugestimmt.

5. Vorstellung Varianten-/Baukostenbetrachtung Sanierung Wiedtalbad

Frau Wagner und Herr Becker, soluto Plan GmbH, stellen den neuesten Planungsstand vor. Dabei wird insbesondere auf die zu erwartenden Investitionskosten und die zu erwartenden Auswirkungen auf das bilanzielle Jahresergebnis für folgende Varianten eingegangen:

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Hallenbad mit Freibad mit Edelstahlbecken

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Hallenbad ohne Freibad mit Edelstahlbecken

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Hallenbad mit Freibad mit Fliesenbecken

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Hallenbad ohne Freibad mit Fliesenbecken

Herr Wienand, Energiemanager der Verbandsgemeinde, gibt seine Einschätzung hinsichtlich der Heiz-/Energietechnik ab. Er schlägt vor, darüber nachzudenken, statt des Pelletkessels einen Gaskessel zu installieren. Die Vorhaltung eines Pelletkessels, so Herr Eidenberg, war für die Teilnahme am Bundesförderprogramm, für welches diese Maßnahme bislang nie Berücksichtigung fand, verpflichtend. Somit mache es Sinn, die Planung der Technik zu überdenken und nochmal anzupassen.

Auch eine Stromspeicherung könne weitergehend betrachtet werden.

Die Frage nach der Geeignetheit der Nutzung der vorliegenden Gasleitungen für Wasserstoff, bejaht Herr Bürgermeister Fischer. Das habe der Netzbetreiber in anderer Sache bereits erklärt.

Es solle nun erst einmal geklärt werden, was man wolle. Die große Lösung mit Hallenbad und Freibad oder die Lösung ohne Freibad als „Hybridbad“ mit öffenbaren Seitentüren zu der Liegewiese hin. Bezüglich der Thematik Energiekonzept und BHKW solle nochmal weiterer Rat eingeholt werden.

Bürgermeister Fischer bringt weitere Einsparpotentiale vor und erklärt, dass diese jetzt geprüft werden.

Die weitere Vorgehensweise soll wie folgt aussehen:

Der Bauantrag für die „große“ Variante solle zeitnah gestellt werden.

Des Weiteren sollen in der Sondersitzung Ende August/Anfang September entsprechende Beschlüsse getroffen werden. Wichtig sei nun das weitere zügige Voranschreiten in Planung und Umsetzung.

Ein erstes Gespräch mit einer Anwaltskanzlei über die europäische Ausschreibung und der Möglichkeit, die Aufträge möglicherweise an einen Generalunternehmer zu vergeben, wurde bereits geführt.

Herr Wienand konnte auch mögliche weitere Förderungen ermitteln. Hier solle man unbedingt „dran bleiben“.

Mit der Else-Schütz-Stiftung werden weitere vertrauensvolle Gespräche geführt.

Die Möglichkeit, für die Befüllung der Becken mit Wasser aus einer eigenen Bohrung zu entnehmen, wird aufgrund der hohen Kosten für die Investition und die wiederkehrenden Kosten einer Aufbereitungsanlage, kritisch gesehen.

Im Kreis Limburg-Weilburg gibt es ein sogenanntes Hybridbad, welches 2018 eröffnet wurde.

Es wird vorgeschlagen, dieses zu besuchen, um sich ein Bild machen zu können.

6. Mitteilung einer Eilentscheidung

a) Sachverhalt:

Am Trinkwasserbrunnen „Arnold“ im Versorgungsbereich Oberhonnefeld-Gierend

wurde ein schnell zunehmender Leistungsrückgang festgestellt. Die letzte Regenerierung des Brunnens datiert vom Mai 2018. Zunächst wurde von einem Defekt an der Unterwasserpumpe ausgegangen. Die Pumpe wurde daher durch die Kollegen des Betriebsbereiches Wasserversorgung ausgebaut. Hierbei wurde bereits eine extrem starke Mangananhaftung an den Stegleitungsrohren und an der Pumpe festgestellt.

Daraufhin wurde zusätzlich eine TV-Befahrung des Brunnens durch die Fa. Anger’s Söhne, Hessisch Lichtenau, vornehmen lassen, da diese gerade im Umfeld für andere Wasserversorger tätig und kurzfristig greifbar ist, um abzuprüfen, ob mit dem Wechsel der Pumpe das Problem behoben werden kann. Hierbei wurde festgestellt, dass der Brunnenausbau ebenso mit massiven Manganablagerungen behaftet und zudem Biologie im Brunnen vorhanden und nach unserer Einschätzung der Brunnen unmittelbar zu reinigen ist, um die Betriebssicherheit in der anstehenden wasserarmen Zeit gewährleisten zu können. Zur Absicherung dieser Einschätzung wurde Herr Justen vom uns i. d. R. betreuenden Ingenieurbüro Wasser und Boden GmbH, Boppard-Buchholz, um eine Stellungnahme gebeten. Parallel hierzu wurde in Anbetracht der Dringlichkeit zur Sicherstellung der Wasserversorgung bei der Fa. Anger‘s um ein Angebot zur Reinigung / Regenerierung des Brunnens und um einen zeitnahen Ausführungstermin in Synergie mit den Maßnahmen des Unternehmens für benachbarte WVU, gebeten. Die Fa. Anger’s könnte die Arbeiten im Falle der Beauftragung voraussichtlich im Zeitraum 24. - 25. KW 2026 ausführen.

Zur Bewertung des Angebotsinhaltes, der Wirtschaftlichkeit und zur Überprüfung auf aktuell marktpreisübliche Preisgestaltung wurde das IB Wasser und Boden gebeten, das Angebot zu prüfen.

Seitens des Ingenieurbüros wurde das Angebot inhaltlich bestätigt. Die Preisgestaltung entspricht den aktuell marktüblichen Konditionen.

Das geprüfte Angebot beläuft sich auf 45.787,88 € brutto und liegt damit oberhalb der Werkleiterkompetenz.

Die Werkleitung bittet auf Grund der Dringlichkeit zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Rahmen einer Eilentscheidung den Bürgermeister und die Beigeordneten der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, der Beauftragung des Angebotes der Fa. Anger’s Söhne GmbH, Hessisch Lichtenau, in Höhe von 45.787,88 € brutto zur Regenerierung des Brunnens „Arnold“ zuzustimmen.

Beschluss:

./. Kenntnisnahme

7. Auftragsvergabe Ing.-Leistungen Kanalerneuerung Parkstraße, Ehlscheid;Beratung und Beschlussfassung

a) Sachverhalt:

Das Kanalsanierungskonzept für den Bereich der Ortsgemeinde Ehlscheid zeigt für einen Kanalabschnitt in der Rheinstraße und Parkstraße Schäden sowie eine hydraulische Überlastung. Hierfür ist somit eine Kanalerneuerung von ca. 170 lfd. Kanal DN 300-500 (incl. der Kanalhausanschlüsse) auszuführen.

Die ingenieurtechnische Bearbeitung ist über einen externen Dienstleister als sog. Freiberufliche Leistung vorgesehen.

Am 15.05.2026 wurde bei fünf Ingenieurbüros das Interesse abgefragt. Alle baten um Beteiligung am Verfahren. Am 02.06.2026 wurden die Preisanfrage incl. eines Mustervertrages an die fünf Bieter versandt. Bis zur Abgabefrist am 11.06.2026 lagen drei Angebote vor - es gab keine verspäteten Angebote.

Es handelt sich hierbei um die Leistungsphasen 1-9 sowie die örtliche Bauüberwachung.

Das Projekt wurde der Honorarzone II - Basissatz zugeordnet. Die Büros hatten hierbei die Möglichkeit auf das Grundhonorar lt. HOAI einen Auf- oder Abschlag anzubieten, sowie prozentual anteilige Kosten für die örtliche Bauüberwachung und die Nebenkosten.

Nach Prüfung der Angebote ergab sich folgendes Ergebnis:

- vorläufig geschätzte, anrechenbare Kosten: 173.100 € netto

1.

igeo, Flammersfeld

20.992,29 €

2.

Bieter

26.928,33 €

3.

Bieter

27.077,80 €

Beschluss:

Verwaltung und Werkleitung empfehlen, den Auftrag über die Ing.-Leistung Kanalerneuerung Parkstraße in Ehlscheid an das Büro igeo, Ingenieure für Wasserwirtschaft und Umweltplanung GmbH, Rheinstraße 36,57632 Flammersfeld gemäß Angebot vom 10.06.2026 zu einem Bruttoangebotspreis von 20.992,29 € zu vergeben.

Abstimmungsergebnis:

einstimmig angenommen

Ja-Stimmen: 13, Nein-Stimmen: 0, Enthaltungen: 0

8. Auftragsvergabe GPS-gesteuertes Vermessungsgerät;Beratung und Beschlussfassung

a) Sachverhalt:

Die Technik von geodätischen Vermessungsgeräten hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, sodass mittlerweile anwenderfreundliche, satellitengestützte Geräte zu erschwinglichen Preisen auf dem Markt sind, deren Integration in bestehende CAD-Software sehr unkompliziert möglich ist.

Solche „Roverstäbe“ bzw. GNSS-Systeme werden von diversen Herstellern auf dem Markt vertrieben und bieten Genauigkeiten von 2-3 cm (sog. RTK-Genauigkeit). Sie bestehen aus einer Empfangseinheit auf einem Carbonstab incl. Tablet mit einer passenden Anwendersoftware.

Die Geräte unterscheiden sich hauptsächlich durch die Software und deren Funktionalität und Anwenderfreundlichkeit im Feld (3D-Darstellung auf dem Tablet, Volumen- und Flächenberechnung vor Ort, Punkte anhand von hinterlegten CAD-Zeichnungen vor Ort anzeigen, Geländeaufnahme, usw.). Um die örtlichen Arbeiten des technischen Verwaltungsbereichs an dieser Stelle eigenständiger und flexibler aufzustellen, ließen wir uns drei Hersteller/Modelle vorführen:

1.

Geomax Zenith06 Pro

brutto 15.688,60 €

 

(Fa. Wansortec, 58258 Gevelsberg)

2.

Leica iCon iCG70T

brutto 22.514,80 €

 

(Fa. Smart Systems, 94034 Passau)

3.

ppm 10xx-zero

brutto 11.305,00 €

 

(Fa. Smart Systems, 94034 Passau)

Bei allen Geräten ist eine Einweisung auf das Gerät und eine Support-Hotline inkludiert.

Ergänzend ist jeweils der Korrekturdatendienst für die Koordinaten (SAPOS RLP 120 €/Jahr) sowie eine SIM-Karte erforderlich.

Die Firma Smart Systems ist ein ausgegliederter Unternehmensteil der Fa. Beutlhauser und hat daher eine „Außenstelle“ in Andernach.

Nach Vorführung der Geräte und Abwägung mit Blick auf die Anwendung stellt sich das Gerät des Herstellers ppm als passend für den Einsatz bei den VG-Werken dar.

Beschluss:

Verwaltung und Werkleitung empfehlen, den Auftrag über die Lieferung des GPS-gesteuerten Vermessungsgerätes „ppm 10xx zero“ an die Fa. Smart Systems Technology GmbH, Tittlinger Straße 39, 94034 Passau zu einem Bruttoangebotspreis von 11.305,00 € zu vergeben.

Abstimmungsergebnis:

einstimmig angenommen

Ja-Stimmen: 13, Nein-Stimmen: 0, Enthaltungen: 0

9. Informationen/Verschiedenes

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Die noch nicht getätigten Auftragsvergaben der Vorratsbeschlüsse aus der letzten Sitzung (9. Sitzung des Werkausschusses) sollen informativ den Werkausschussmitgliedern zugehen.

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Zu TOP 1 aus der 9. Sitzung des Werkausschusses wird sich nach den „auffälligen Befunden“ erkundigt. Es handele sich um hygienische Trinkwasserbedingungen.