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Wochen-Kurier Verbandsgemeinde Unkel
Ausgabe 43/2019
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Rheinbreitbach hat ein Ortsfamilienbuch

Familienforscher Hartmut Hölzer und Vereinsvorsitzender Dankward Heinrich bei der Präsentation des Ortsfamilienbuches in der Oberen Burg.

Der Heimatverein Rheinbreitbach hat sein neues Heimatheft vorgestellt. Die 24. Ausgabe ist umfangreicher als die bisher veröffentlichten Heimathefte. Es handelt sich um ein zweibändiges Ortsfamilienbuch mit insgesamt 1350 Seiten. Autor ist Hartmut Hölzer, Familienforscher und langjähriges Mitglied des Heimatvereins Rheinbreitbach. Er hat sich zunächst mit der Erforschung der eigenen Familie beschäftigt. 2012 erforschte er die Familie väterlicherseits, die zwischen Brühl und Overath beheimatet ist. 2013 beschäftigte er sich mit der Erforschung der Familie seiner Mutter, eine im Saargebiet geborene Menden. „Nachdem ich erfuhr, dass es in Rheinbreitbach kein Familienbuch gibt, weitete ich die Forschungen aus“, erzählte Hölzer bei der Vorstellung des „Heimatheftes“ in der Oberen Burg. In der Folge wertete er zahlreiche kirchliche, staatliche und private Daten aus und nahm Kontakt zu noch lebenden Nachkommen mehrerer Familien auf.

Das zweibändige Werk „Ortsfamilienbuch Rheinbreitbach“ umfasst den Zeitraum von 1638 bis 1909 und listet alphabetisch 30000 Personen mit jeweiligen Daten über Geburts- und Todestag, Wohnort und Beruf auf. Ebenso finden sich Kartenausschnitte, ein Straßenverzeichnis von Rheinbreitbach, Abbildungen alter Kirchenbücher und geschichtliche Fakten über die Entwicklung des Ortes. Ein besonderes Kapitel hat Hölzer den Auswanderern und Rückkehrern gewidmet. Die Rheinbreitbacher zog es in den untersuchten Zeitraum nach Belgien, Großbritannien, USA und Venezuela. In den Bänden abgedruckte Briefwechsel zwischen den Familien Theisen und Lehnhausen geben einen Eindruck, welche Ängste und Hoffnungen die Auswanderer hatten.

„Das Ortsfamilienbuch kann Interessierten als Vorlage dienen, ihren eigenen Stammbaum zu entwickeln oder zu erweitern“, hoffte Hölzer, auch andere für die Erforschung ihrer Familiengeschichte zu begeistern. Bürgermeister Karsten Fehr lobte das Engagement Hölzers. „Ein aufschlussreiches, hochinteressantes Nachschlagewerk, das uns in vielen Fällen in die Lage versetzt, unsere Vorfahren bis ins 17. Jahrhundert zu ermitteln“, sagte Fehr. Das Werk sei nicht nur für die „Alteingesessenen“, sondern auch für die „Neubürger“ von Interesse. „Ich freue mich, dass das Archiv unserer Verwaltung Herrn Hölzer zumindest bei der Ergänzung der neueren Daten behilflich sein konnte. Zusammen mit den Daten aller vorhandenen Kirchenbücher von St. Maria Magdalena, der jüdischen und evangelischen Gemeinden und unmittelbar von den Rheinbreitbacher Familien, ist ein Werk entstanden, in dem sich auch noch Generationen nach uns über ihre Vorfahren informieren können.“

Unterstützung erhielt Hölzer auch vom Heimatverein, insbesondere von Thomas Napp. Mitglieder des Heimatvereins mit dessen Vorsitzenden Dankward Heinrich sorgten an dem Abend der Präsentation des umfassenden Familienbuches für das leibliche Wohl. Der Preis für das zweibändige Werk liegt bei 90 Euro. Der Druck erfolgt nach Vorkasse. Verbindliche Bestellungen können an den Cardamina Verlag, Susanne Breuel, An der Moselbrücke 1, Koblenz, E-Mail kontakt@cardamin.net, Internet www.cardamina.net, gerichtet werden. ISBN-Nummer 978-3-86424-477-3.

Simone Schwamborn