Ortsbürgermeister Stefan Heinrichs kritisiert das Vorgehen der Telekom scharf. Nach der kürzlich abgeschlossenen Sanierung der Siebengebirgsstraße müssen nun erneut Bauarbeiten stattfinden, um einzelne Hausanschlüsse zu erneuern.
Wie sich bei einer gemeinsamen Ortsbegehung zeigte, ist zwar in diesem Fall „nur“ die Aufnahme des Pflasters im Randbereich erforderlich, doch bleibt die Frage: Warum wurden die Hausanschlüsse aus den 1960er Jahren nicht gleich mit erneuert?
„Am Ende leiden diejenigen, die am wenigsten dafür können - die Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Heinrichs. „Statt eines effizienten Vorgehens müssen die Anwohner erneut mit Baustellen und Verkehrseinschränkungen leben, weil die Telekom Versäumnisse nicht erkennt oder nicht entsprechend handelt.“ Auch wenn die Bauarbeiten hier in kurzer Zeit abgeschlossen sein werden, wäre eine vorausschauende Planung von Beginn an unabdingbar gewesen.
Die Ortsgemeinde hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass nicht nur die Hauptleitung, sondern auch die Hausanschlüsse erneuert werden sollten, um erneute Baumaßnahmen zu vermeiden. Doch den Kommunen sind hier die Hände gebunden. Besonders kritisch sieht Heinrichs, dass die Telekom bei der Straßenerneuerung statt Glasfaser lediglich Kupferkabel verlegt hat. „Angesichts der Anforderungen an die Digitalisierung ist dieses Vorgehen nicht nur unkoordiniert und unwirtschaftlich, sondern auch mit erheblichen Störungen und unnötigen finanziellen Belastungen verbunden“, so der Ortsbürgermeister.
Heinrichs fordert die Telekom auf, bei zukünftigen Maßnahmen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen sowie der Menschen, die im Home-Office arbeiten, in den Mittelpunkt zu stellen. Eine vorausschauende, koordinierte und zukunftsorientierte Planung müsse oberste Priorität haben.